Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Albert Einstein und die Physik um 1900

Sechsteilige Veranstaltungsreihe im Planetarium Wien

Im Rahmen der sechsteiligen Reihe "Der Mensch im Universum - das Universum der Menschen" zum Jahr der Physik finden heuer im Planetarium Wien einige interessante Vorträge und Matineen statt:

17.4.2005

Albert Einstein und die Physik um 1900
22.5.2005

Kosmische Klänge - Astronomie mit Gravitationswellen
19.6.2005

Quantenrealität - Ideen, Experimente, neue Technologien
9.10.2005

Das Schicksal des Universums
13.11.2005

Die Suche nach erdähnlichen Planeten
4.12.2005

Einstein und die Wirklichkeit

Alle Veranstaltungen finden im Planetarium Wien, Oswald Thomas Platz 1, 1020 Wien statt. Eintrittskarten kann man bereits im Voraus telefonisch Mo-Fr 8.00-16.00 Uhr unter 01/ 729 54 94 oder auf der Webseite des Planetarium Wien in der Rubrik Spielplan bestellen. Der Eintritt pro Vortrag kostet 12 Euro, eine Sammelkarte für alle sechs Veranstaltungen gibt es um 60 Euro. Nähere Informationen zu allen Events finden Sie hier in der Übersicht.

 


Sonntag, 17.4.2005, 11.00 Uhr

Albert Einstein und die Physik um 1900

Vortragender: Dr. Jost Lemmerich

Wissenschaftshistoriker, Berlin


Als Albert Einstein am Ende des 19. Jahrhunderts zu studieren begann, stand die Physik vor vielen offenen Fragen. Zahlreiche neue Entdeckungen wie die Röntgenstrahlen, die Radioaktivität, aber auch die Spektren der Sterne, zeigten den Physikern, wie wenig sie doch von atomaren Vorgängen bisher verstanden. Mit seinen bahnbrechenden Arbeiten zur speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie sowie zur Quantenmechanik legte Albert Einstein die Basis für ein neues Verständnis der Physik im Mikro- sowie im Makrokosmos. Der Vortrag versucht aufzuzeigen, in welchem wissenschaftlichen Umfeld die großen Theorien Albert Einsteins entstanden und welche Wege und Chancen sie für die moderne Physik des 20. Jahrhunderts eröffneten.

 

Sonntag, 22.5.2005, 11.00 Uhr

Kosmische Klänge – Astronomie mit Gravitationswellen

Vortragender: Peter Aufmuth

Max Planck-Institut für Gravitationsphysik, Hannover


Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie senden beschleunigte Massen Gravitationswellen aus. Sie führen zu winzigen Abstandsveränderungen zwischen den im Raum enthaltenen Objekten. Wellen beobachtbarer Stärke werden nur von astrophysikalischen Quellen ausgesandt (Supernovae, Neutronensterne, Schwarze Löcher, Urknall). Kilometerlange Laserinterferometer sollen diese Wellen empfangen und so einen neuen Zweig der Astronomie begründen. Seit 2002 sind weltweit vier Detektoren in Betrieb; ein Detektor mit einer 5 Millionen km langen Messstrecke im All ist geplant. Der Vortrag gibt einen Überblick über dieses spannende, neue Gebiet der Physik.

 

Sonntag, 19.6.2005, 11.00 Uhr

Quantenrealität – Ideen, Experimente, neue Technologien

Vortragender: Markus Arndt

Institut für Experimentalphysik der Universität Wien


In Erinnerung an Einsteins Quantenbeschreibung des Lichts, wird das Jahr 2005 auch als 100. Geburtstag der Quantenoptik gefeiert. Die Quantenphysik, ist heute die bestbestätigte wissenschaftliche Theorie der Natur überhaupt und sie ist die Grundlage für eine große Zahl moderner Techniken und Geräte. Dennoch bleibt sie eine Herausforderung an den gesunden Menschenverstand. Kann ein Teilchen gleichzeitig an zwei Orten sein? Können zwei Quanten so miteinander verbunden werden, dass sie beide immer den gleichen Zustand einnehmen, egal wie weit sie voneinander entfernt sind? Der Vortrag befasst sich mit Experimenten, die nicht nur diesen verblüffenden Fragen der Quantenphysik nachgehen, sondern auch erklären helfen, warum unser Alltag dennoch so "normal" erscheint. Aus der Untersuchung dieser eher philosophischen Fragestellungen haben sich in den letzten Jahren zahlreiche neue technologische Ideen abgeleitet, welche ebenfalls kurz beleuchtet werden.

 

Sonntag, 9.10.2005, 11.00 Uhr

Das Schicksal des Universums

Vortragender: Günther Hasinger

Max Planck-Institut für Extraterrestrische Physik, Garching


Durch die stürmische Entwicklung der Raumfahrt ist es der Astronomie und Astrophysik in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts möglich geworden, himmlische Objekte im gesamten Bereich des elektromagnetischen Spektrums zu beobachten. Diese "Sichterweiterung" brachte den Physikern ein ungeahntes Maß an neuen Perspektiven. So wurde es möglich, die Phänomene des heißen und des kalten Kosmos genauer zu durchleuchten, aber auch bis an die Grenzen des Universums vorzustoßen. Hier spielen besonders die Fragen der Kosmologie und damit die Theorien Albert Einsteins eine entscheidende Rolle. Der Vortrag gibt einen Überblick über einige der aktuellsten Fragestellungen der modernen Kosmologie: Der Bogen spannt sich vom Urknall über das frühe Universum, die großräumigen Strukturen und die Entwicklung der Galaxien bis hin zu Fragen nach der mysteriösen dunklen Materie und jener dunklen Energie, welche das Universum beherrschen soll.

 

Sonntag, 13.11.2005, 11.00 Uhr

Die Suche nach erdähnlichen Planeten

Vortragender: Helmut Lammer

Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Graz


Seit der Beobachtung des ersten extrasolaren Planeten durch Michael Mayor im Jahre 1995 überschlagen sich die Entdeckungen von fernen Jupiter-ähnlichen Gasriesen außerhalb unseres Sonnensystems. Nach dem Start der ersten weltraumgestützten Teleskope COROT und Kepler, wird es nur mehr eine Frage der Zeit sein bis auch Transits von "Super-Erden" und extrasolare Planeten mit Erdgröße entdeckt werden. Im Vortrag wird aufgezeigt, dass die herkömmliche, auf Klimamodelle beruhende Definition der "habitablen Zone", unvollständig ist und stellar-planetare Beziehungen, gebundene Rotation von Planeten, die Aktivität junger Sterne sowie weitere Faktoren berücksichtigt werden müssen. Im Vortrag werden weiter die Darwin und die TPF-C Missionen vorgestellt und aktuelle Forschungen bezüglich der Evolution von Biosphären präsentiert.

 

Sonntag, 4.12.2005, 11.00 Uhr

Einstein und die Wirklichkeit

Vortragender: Herbert Pietschmann

Institut für theoretische Physik der Universität Wien;

moderiert von Heinz Nussbaumer, ORF


Albert Einstein hat im Jahre 1905 einen Paradigmenwechsel eingeläutet, der in mehrfacher Hinsicht unser Bild der Wirklichkeit verändert hat. Mit seiner speziellen Relativitätstheorie widerlegte er die Newtonsche Definition der "absoluten Zeit" und zwar durch die völlig neue Forderung, das physikalische Weltbild dürfe keine Messgrößen enthalten, die grundsätzlich nicht messbar sind. Mit seiner Erklärung des Photo-Effektes zeigte er, dass die richtige physikalische Beschreibung von experimentellen Ergebnissen Vorrang vor einer anschaulichen Interpretation hat. Als jedoch dieser Ansatz weitergeführt wurde und Werner Heisenberg die Einsteinsche Forderung nach prinzipieller Messbarkeit aller verwendeten Messgrößen in seine Unschärfe-Relation einfließen ließ, da wollte Einstein nicht mehr folgen. So wie Max Planck, Max von Laue, Louis de Broglie und Erwin Schrödinger lehnte er die übliche Interpretation der Quantenmechanik ab und zwar mit der sarkastischen Frage: "Physik ist doch die Beschreibung des Wirklichen, oder soll ich vielleicht sagen, Physik ist die Beschreibung dessen, was man sich bloß einbildet?"


Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...