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Die Kreuzritter : Ausstellung auf Schloß Schallaburg

31. März bis 4. November 2007

28.03.2007

Bildquelle: Schallaburg
Die Ausstellung "Die Kreuzritter - Pilger, Krieger, Abenteurer" behandelt in verschiedenen Themenbereichen Leben, Kunst und Kultur zur Zeit der Kreuzritter. Sie will sich dem Phänomen "Kreuzzüge und Kreuzritter" widmen, geht aber von einem weit gespannten Zugang aus: Die geographische Breite des Phänomens, das sich von Spanien bis Palästina und vom Baltikum bis nach Tunesien ausstreckte, wird ebenso behandelt wie die zeitliche Dimension, die vom 11. bis ins 15. Jahrhundert reicht.


Die Ausgangssituation in Europa

Beginnend im 11. Jahrhundert verdeutlicht der erste Ausstellungsabschnitt jene Situation in Europa und im Nahen Osten, die den Ursprung der Kreuzzüge begründete: Das Zeitalter war nicht nur von religiösen Ambitionen der Pilger und Bußwallfahrenden geprägt, sondern auch von einem wirtschaftlich beseelten Expansionsgedanken der Europäer durchzogen.


Der Auslöser - das historisch gewordene Zitat "Deus Lo Vult!"

Eine vernichtende Niederlage der byzantinischen Armee gegen die Seldschuken 1071 bei Manzikert (heutige Türkei) veranlasste den byzantinischen Kaiser, um die Entsendung von Söldnern zu ersuchen.

Die folgenschweren Worte "Deus Lo Vult!" - "Gott will es!" von Papst Urban II im Jahre 1095 waren der Anstoss für Millionen Christen, zur angeblichen Rettung Jerusalems in den Nahen Osten zu ziehen, und - es kamen ganze Scharen europäischer Ritter. Papst Urban II. hatte eine Massenbewegung ausgelöst, die über viele Jahrhunderte einen bedeutsamen Einfluss auf die Geschichte des Nahen Ostens und Europas ausüben sollte.


Die Auswirkungen

Im Jahre 1099 gelang es den Kreuzfahrern, Jerusalem zu erobern, sowie eine Reihe von Kreuzritterstaaten zu gründen - von Antiochia in der heutigen Türkei bis nach Gaza an der Südgrenze Palästinas. Im Zuge der Kreuzzüge wurde 1204 allerdings auch Konstantinopel erobert, Griechenland und die Ägäis lateinischen Herrschern unterworfen. Trotz der Unterstützung durch 5 weitere Kreuzzüge zerbrach 1291 schließlich dieses Herrschaftsgebilde durch wiederholte Angriffe islamischer Reiche.

Der Gedanke von Kreuzzügen überlebte den Fall der mächtigen Kreuzritterfestung Akkon im Jahr 1291. Bis ins 15. Jahrhundert wurden Kreuzzüge gegen verschiedenste Gegner durchgeführt.


Dialog zwischen den Kulturen

Die Zeit der Kreuzzüge führte allerdings auch in vielerlei Hinsicht zu fruchtbaren Begegnungen zwischen Orient und Okzident: In den neuen Reichen wurden den dort ansässigen Muslimen freie Religionsausübung und eine gesonderte Gerichtsbarkeit zugestanden; die jüdische Bevölkerung nahm ebenso eine wesentlich bessere Stellung ein als in Europa.


Das Erbe - die Ritterorden

Das militärische Rückgrad der Kreuzzugsbewegung wurden die Ritterorden, die mit der Ausnahme des Templerordens bis heute bestehen. Die Johanniter führten von Rhodos und Malta aus bis ins 18. Jahrhundert einen Kaperkrieg gegen die islamische Welt; der Deutsche Ritterorden kolonisierte das Baltikum und kämpfte an der Ungarnfront gegen die Türken. Nach dem Vorbild dieser geistlichen Ritterorden entstanden weltliche Ritterorden, deren bekanntester sicherlich der Orden vom Goldenen Vlies war.


Die Ausstellung auf Schloss Schallaburg

Ein kulturgeschichtlicher Abriss berichtet von Zusammenleben, Konfrontation und Austausch zwischen den unterschiedlichen religiösen Bevölkerungsgruppen. In den weiteren Ausstellungsabschnitten wird auf die drei wohl bekanntesten Persönlichkeiten der Kreuzzüge eingegangen: Papst Urban II, Richard Löwenherz und Sultan Saladin, wobei aufgrund des regionalen Konnex der Person Richard Löwenherz ein besonderer Stellenwert in der Ausstellung zukommt. Darüber hinaus vermittelt die Ausstellung auch wesentliche Einblicke der Kreuzzüge und Kreuzfahrerstaaten außerhalb des Nahen Ostens, Palästinas und Syriens.

Die Ritterorden, ein bleibendes Erbe der Kreuzzüge, wird auf der Schallaburg ebenso thematisiert wie die zeitgenössische, politische Bedeutung des Begriffs "Moderne Kreuzzüge". Mit zahlreichen Exponaten aus dem Vorderen Orient sowie aus europäischen Museen, Bibliotheken und Sammlungen gibt die Ausstellung Anregungen, eröffnet Perspektiven und schafft somit neue Blickwinkel auf ein fast 1.000 Jahre altes und zugleich brandaktuelles Thema. Das museumspädagogische Programm bereitet die Ausstellungsinhalte auf anschauliche und spannende Art auf und versteht es, auch Kinder von den hochinteressanten Themen zu begeistern.


Fotos vom bunten Treiben am Eröffnungswochenende sehen Sie hier in unserem Fotoalbum ...


Schloss Schallaburg
3382 Schallaburg

Öffnungszeiten:
Mo - Fr 9:00 bis 17:00 Uhr
Sa, So, Fei 9:00 bis 18:00 Uhr
(Kassaschluss 1 Stunde vorher)
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