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Superstars - Von Warhol bis Madonna

Ausstellung im Kunstforum Wien

Bildquelle: BA-CA Kunstforum
Seit den 1980er Jahren sprechen die Medien von »Superstars«, wenn es darum geht, Berühmtheiten von globaler Bedeutung und universalem Appeal zu kennzeichnen. Der Begriff wird nicht nur auf Celebrities aus den Bereichen Film, Musik und Mode angewendet, sondern auch auf Künstler wie Jeff Koons oder Andy Warhol, die sich als geschickte PR-Strategen in eigener Sache erweisen. Zwar gibt es schon seit der Renaissance Künstler, die man im heutigen Sinne als »Stars« bezeichnen könnte - Malerfürsten wie Rembrandt, Michelangelo oder Tizian. Doch erst seit dem 20. Jahrhundert stehen die weltweit ausstrahlenden Mediensysteme zur Verfügung, die globale Prominenz garantieren können.

Die Ausstellung »Superstars« beschäftigt sich, ausgehend von Andy Warhol, mit dem Phänomen des Künstlerstars (Pablo Picasso, Salvador Dalí, Marcel Duchamp, Joseph Beuys, Markus Lüpertz, etc.), aber auch mit der Tatsache, dass Berühmtheiten aus der Medienwelt als Bildvorlagen dienen. Karrieren wie die von Elizabeth Peyton oder Jeff Koons sind in einem starken Maße auf das ästhetische Recycling von Bildern, die bereits im öffentlichen Raum der allgemeinen Wahrnehmung zirkulieren, zurück zu führen. Darüber hinaus stellt »Superstars« auch »Bad Boys und Bad Girls« vor - Künstler wie Jonathan Meese oder Tracy Emin, die über Schockeffekte und provozierende Umkehrungen von Star-Images berüchtigt und in der Folge selbst populär werden.

Das Prinzip Prominenz gilt auch für industrielle Produkte (Nike, McDonalds, Marlboro, Coca Cola), die, meist in Verbindung mit Celebrities aus Sport und Entertainment, zu globalen Emblemen gemacht werden und durch ihren Appell ans Gefühl die Konsumleidenschaft beflügeln sollen. Künstler wie Tom Sachs, Marc Bijl, Richard Prince und Sylvie Fleury setzen sich kritisch mit Markenfetischismus und Produkterotik auseinander. Rodney Graham und Adrian Tranquili zeigen die Realitäten hinter aufgeblasenen Idealbildern, Cindy Sherman und Dennis Oppenheim führen das Idol als Teil einer Maschinerie vor.

Spezielle Sektoren sind den »Altstars« Marilyn Monroe (berühmteste Filmschauspielerin aller Zeiten) und Mona Lisa (berühmtestes Bild der Kunstgeschichte) und ihrer Wahrnehmung in der Kunst gewidmet. Außerdem wird die Faszination, die globale Heldinnen und Helden wie Madonna und Michael Jackson auf Künstler ausüben, in Arbeiten etwa von Paul McCarthy und Slater Bradley dargestellt.

Superstars sind die sichtbarsten Repräsentanten einer medialisierten Gegenwartsgesellschaft. Die Ausstellung will Glamour und Tristesse einer Welt zeigen, die sich immer mehr in ein »künstliches Paradies« verwandelt.


Superstars

von Warhol bis Madonna

4. November 2005 - 22. Februar 2006
Täglich 10.00 bis 19.00 Uhr, Freitag 10.00 bis 21.00 Uhr

BA-CA Kunstforum
Freyung 8, 1010 Wien

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