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Allerheiligen / Allerseelen - Halloween

Unterschiedliche Feste mit selbem Hintergrund

Das ausklingende Kirchenjahr gedenkt zu Allerheiligen und Allerseelen nicht nur der Verstorbenen, sondern auch dem Sterben der noch Lebenden.

Den ältesten Beleg für Allerheiligen findet man im 4. Jahrhundert am Oktavtag von Pfingsten mit der Bezeichnung "Herrentag aller Heiligen”. Nach der Pascha Domini feierte man den Nachvollzug dieser Pascha durch die Heiligen. Am Nachmittag an Allerheiligen, werden die Gräber mit Grün und Blumen geschmückt (Repräsentanz der Verstorbenen durch die Lebenden) und ein "ewiges Licht” aufgestellt. Der Armseelenkult wurde ursprünglich durch die Auffassung gefördert, die Seelen Verstorbener, die vor Gottes Gericht bestanden hätten, seien vor ihrer Aufnahme in den Himmel an einem Ort der Reinigung (Purgatorium, Fegfeuer). Die Lebenden könnten den Toten durch Armseelenspenden helfen: Messopfer, Gebete, Opfer und Fasten.

Nach altem christlichen Volksglauben, der auch in evangelischen Gebieten verbreitet war, stiegen die Armen Seelen an Allerseelen aus dem Fegefeuer zur Erde auf und ruhten für kurze Zeit von ihren Qualen aus. Zuwendungen für Arme, Mönche, Nonnen und Patenkinder aber auch spirituelle Gaben wie Gebet, Licht und Weihwasser prägten diesen Tag. An manchen Orten finden feierliche Prozessionen der Gläubigen auf den Friedhof statt. "Um der armen Seelen willen" heischten die Kinder früher auch mancherorts und erhielten Äpfel, Getreide, Mehl, Schmalz, Geld und vor allem Brot. Es gab Gegenden, wo die Kinder auf den Gräbern kleine Münzen suchten und fanden, die dort hingelegt wurden, damit sich die Kinder von dem Geld "Seelenbirnen" oder Gebäck kaufen konnten.

In früheren Jahrhunderten findet man auch abergläubische Bräuche an Allerseelen. Die Gräber wurden mit Weihwasser bespritzt - weniger, um sie zu segnen, als um die Qualen der Seelen in der heißen Hölle zu lindern. Man stellte Speisen auf das Grab (Brot, Wein, Bohnen) und zündete Kerzen an. Wer sich in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ins Freie wagte, war in Gefahr zu sterben, denn Spuk und Zauber drohten und alle Geister und Dämonen hatten frei Schalten und Walten. Am Tag selber war einiges verboten, so das Säen von Korn oder die Gämsenjagd. Mit dem Allerseelentag endete in früheren Jahrhunderten das alte Wirtschaftsjahr, das neue begann mit Martini.

In Irland entstand im 8./9. Jahrhundert - als der Zusammenhang zwischen diesem Fest und Ostern verblasste - ein neuer Festtermin: Der 1. November markiert hier den Winterbeginn und ist zugleich Jahresanfang. Die Druiden verabschiedeten an diesem Tag das Leben und begrüßten den Tod.

Durch die irisch-schottischen Missionare gelangte das Allerheiligenfest am 1. November im 9. Jahrhundert auf den Kontinent. Papst Gregor IV beschloss 837 n.Chr. die Bräuche der Kelten zu "christianisieren" und ordnete an, dass der 1. November von den Christen als Tag der Heiligen gefeiert und am folgenden Tag die Toten geehrt werden sollten.

Im irischen Einflussbereich (z.B. USA) haben sich vorchristliche Brauchelemente erhalten. Am "Halloween”, dem Vorabend der Heiligen (= hallows), wird ein ausgelassenes Brauchtum gepflegt. Altes Jahresendbrauchtum und die gefeierte Einheit der Lebenden mit den Toten führen zu ausgelassenen Feiern.

Das in die USA exportierte und von dort auch zu uns schwappende Halloween-Brauchtum hat mit diesem Anlass nur noch wenig zu tun. Es ist eher eine Mischung von Karneval, Walpurgisnacht und Silvester in Verbindung mit ausgehöhlten Kürbissen - ein Party-Gag oder eine Art Winterkarneval. Kinder ziehen verkleidet von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu erbetteln und Streiche zu spielen. Die heutigen Kürbisgesichter wurden früher eigentlich in Rüben geschnitzt, um die Geister Glauben zu machen, es hätte schon eine Seele das Haus heimgesucht.

Quelle: kath.net


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