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Leon Askin wird 96.

Herzliche Gratulation

Der bekannte Hollywood-Schauspieler und Regisseur Professor Leon Askin feiert am 18. September seinen 96. Geburtstag. Zu diesem Anlass wird er gemeinsam mit seiner Gattin, der Medienexpertin Anita Askin-Wicher, in der Österreichischen Nationalbibliothek eine Buchpatenschaft für eine barocke Pesach-Haggadah aus dem 18. Jahrhundert übernehmen. Der wertvolle Druck ist ein Auszug aus dem Alten Testament mit liturgischen Texten, die beim Seder-Abend, dem jüdischen Osterfest, verlesen werden. Der Band wird im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrt. Leon Askin ist bereits Buchpate der ÖNB und zwar für ein Plakat von Carol Reeds Film "Der dritte Mann".

Askin feierte 1995 ein Comeback in Paulus Mankers Wiener Festwochen- Inszenierung von "Alma - A Show Biz ans Ende" in der Rolle des Zeitzeugen, der Alma Mahler-Werfel persönlich gekannt hat. Unerwartet für ihn, der nicht mehr gedacht hatte, eine zweite Karriere in Wien zu starten. Spätestens seither ist der Name Leon Askin (eigentlich: Leo Aschkenasy), 1907 in Wien als ältester Sohn jüdischer sozialdemokratischer Eltern geboren, auch jüngeren TheaterbesucherInnen ein Begriff.

Askins Karriere begann im Wien der Zwanziger Jahre. Er studierte am Max Reinhardt Seminar in Wien und bei Louise Dumont in Düsseldorf. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten gelang Askin 1933 die Flucht nach Paris, wo er vor allem politisches Kabarett spielte und inszenierte. 1940 erhielt er das ersehnte Affidavit für die USA, nachdem er in einem französischen Lager interveniert war. Der Regisseur Erwin Piscator erleichterte ihm einen beruflichen Start in Amerika. Die fremde Sprache erschwerte anfangs seine Laufbahn als Schauspieler. Askin spielte am Theater und in Filmen Rollen mit fremdländischem Akzent und war als Regisseur erfolgreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er in der US-Armee als Informationsoffizier diente, übernahm er Rollen und Inszenierungen auch an deutschsprachigen Bühnen. Popularität in den USA erlangte er in über sechzig Hollywood-Filmen. Er arbeitete mit Stars wie Doris Day, Danny Kaye, Gloria Swanson, Richard Burton, Elizabeth Taylor, Peter Ustinov und vielen anderen zusammen.

1994 kehrte er endgültig nach Wien zurück. Seine Rückkehr ist keine "Heimkehr", wie er immer betont, denn "für einen Flüchtling kann es keine Wiederkehr in die Heimat, aber auch kein Gefühl des Zuhauseseins in der Fremde geben."


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