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Sternsinger 2008

Brauchtum und Hilfe für Menschen in Entwicklungsländern


27.12.2007


Bildquelle: Pinka / dka
Gleich nach Weihnachten geht’s los: Ab dem 27. Dezember singen die SternsingerInnen der Katholischen Jungschar lautstark von ihrer Vision einer gerechteren Welt. In ganz Österreich gilt ihr solidarischer Einsatz den Menschen in Entwicklungsländern, die unter Armut, Unrecht und Ausbeutung leiden.

Über eine Milliarde Menschen leben in extremer Armut und müssen mit weniger als einem Euro am Tag auskommen. Sie sind die Verlierer der Globalisierung und werden ins Elend gedrängt. 90.000 Kinder in Österreich nehmen das nicht hin: Als SternsingerInnen singen sie für eine gerechtere Welt. Mit dem gesammelten Geld unterstützen sie engagierte Menschen, die in Afrika, Asien und Lateinamerika gegen das Unrecht ankämpfen. 500 Hilfsprojekte werden jährlich von der "Hilfe unter gutem Stern" unterstützt und führen so zu positiven Veränderungen für Millionen von Menschen.

SternsingerInnen 2007/2008 singen für Brasilien

Das Überleben der Indio-Völker im Amazonasgebiet ist bedroht, denn Holzkonzerne roden skrupellos den Regenwald. Riesige Staudämme werden gebaut, Soja für den Export angebaut. Die Partnerorganisation der Dreikönigsaktion, CIMI, unterstützt die Zuruahá- und Pirahã-Indios, den Amazonas-Regenwald als ihren Lebensraum zu erhalten.

Mangelerkrankungen, Arbeitslosigkeit und Abwanderung in die Slums sind die Folgen von Trockenheit und ungerechter Landverteilung im Nordosten Brasiliens. Mit Hilfe der Partnerorganisation IRPAA passen die KleinbäuerInnen die Landwirtschaft erfolgreich an das Trockenklima an. Speziell gilt die Unterstützung der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. So wird Abwanderung in die städtischen Slums verhindert.

Sternsingen als Fixpunkt in der Weihnachtszeit

Die SternsingerInnen sind in Österreich längst zu einem wertvollen und geschätzten Bestandteil der Weihnachtszeit geworden. Es ist faszinierend, auf welche Erfolgsgeschichte die "Hilfe unter gutem Stern" zurückblicken kann: Über 260 Millionen Euro konnten seit 1955 ersungen werden. Im Vorjahr wurden 13,3 Millionen Euro gesammelt - jeder Einzelne ein Baustein für eine gerechtere Welt.

Weitere Informationen zur Sternsinger-Aktion 2007/2008 finden Sie im Internet unter www.dka.at.


Die Heiligen Drei Könige

Im Matthäusevangelium bringen die "Sterndeuter aus dem Osten" dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe. Dies waren zur damaligen Zeit typische Geschenke für einen König. Über die Bedeutung dieser Gaben gibt es zahlreiche Angaben.

Schmerzlindernde Myrrhe

Myrre bzw. Myrrhe (semitisch murr = "bitter") ist das Harz des Commiphora myrrha-Baumes. Das getrocknete, gelb-braune Harzgranulat wird seit Jahrtausenden vor allem im Jemen, in Äthiopien, dem Sudan und in Somalia verwendet. Die Heiligen Drei Könige haben das spätere Leiden Christi offenbar schon früh vorausgesehen und ihm zur Geburt außer Gold und Weihrauch ein Schmerzmittel geschenkt: Myrrhe. Die schmerzlindernde Wirkung des aus Myrrhesträuchern gewonnenen Gummiharzes haben italienische Pharmaforscher der Universität Florenz nachgewiesen, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "Nature". Nach der Bibelgeschichte hat Jesus nicht nur zur Geburt, sondern auch noch am Kreuz - per Schwamm an einer langen Stange - Myrrhe bekommen. Damals war die schmerzstillende Wirkung der Commiphora offenbar bekannter als heute.

Heilender Weihrauch

Gewonnen wird Weihrauch als weißes Gummiharz aus dem Boswellia-Baum. Die Pflanze gedeiht nur in den außergewöhnlichsten Regionen unserer Erde, wo lebensfeindliche Wüste und regenbringende Berge einander begegnen, wie im Süden Arabiens. Seit alters her wird dem Harz starke spirituelle Bedeutung zugeschrieben, doch hat Weihrauch auch seine profane Stärke: der duftende Qualm vertreibt Ungeziefer. Das körnige, getrocknete Harz wurde schon bei den alten Ägyptern für kultische Zwecke (bei der Mumifizierung herausragender und vermögender Personen) eingesetzt und zumindest in begüterten Kreisen im Alltag als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel und Heilmittel verwendet. In der indischen Naturheilkunde Ayurveda wird Weihrauch schon seit 5.000 Jahren eingesetzt. In alten medizinischen Schriften wird die Heilkraft bei rheumatischen Erkrankungen, chronischer Bronchitis, Asthma, bei Darmentzündungen und Hautkrankheiten beschrieben. Derzeit entdeckt die westliche Medizin Weihrauch neu - als Heilmittel bei chronischen Entzündungen.

Faszination Gold

Als Zeichen von Reichtum und Macht schreibt Gold seit Jahrtausenden Geschichte. Bis heute hat Gold nichts von seiner unvergleichlichen Magie auf den Menschen verloren. Das Edelmetall besitzt zahlreiche Eigenschaften, die es einzigartig machen. Zu Aristoteles Zeiten glaubte man, dass Silber irgendwann zu Gold reife. Bei den Inkas standen gefundene Goldnuggets für die Tränen der Götter und im Mittelalter führte man die Entstehung von Metallen auf die Strahlen von Sonne und Mond zurück. Heute gibt die Herkunft von Gold kaum noch Anlass zu Spekulationen: Geologen nehmen an, dass durch die Verschiebung der gewaltigen tektonischen Erdplatten, die unsere Erdoberfläche bilden, das Gestein tief in der Erde aufgeschmolzen wird. Aufgrund seiner chemischen Beschaffenheit ist Gold der so genannte König unter den Metallen: Silber und Kupfer werden durch äußere Einflüsse angegriffen. Diese Metalle reagieren auf trockene Luft, auf Wasser oder Sauerstoff und zerfallen langsam bis zur völligen Auflösung. Gold hingegen bleibt immer Gold. Weder rostet es, noch oxidiert es. Damit bewahrt Gold seine Farbe, seinen Glanz und seine Beschaffenheit - bis in alle Ewigkeit. Und deshalb ist es auch das ideale Geschenk für ein Königskind.

Quelle: dka
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