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Café Landtmann

Ein geschichtlicher Rückblick zur Wiener Kaffeehaus-Tradition


Als Franz Landtmann am 1. Oktober 1873 "Wiens eleganteste Café-Localität" eröffnete, war rund um das Landtmann von der heutigen Pracht der Ringstraße noch nicht viel zu sehen, denn vis-á-vis gab es zwei riesige Baustellen: Das neue Rathaus und die neue Universität. Neben dem Landtmann befand sich noch nicht das Burgtheater, sondern ein Rest der Löwelbastei. Damals gab es übrigens auch noch keine Autos, keine serienreife Glühbirne, kein Radio, kein Telefon, keinen Büstenhalter und keine Nylonstrümpfe...

Franz Landtmann selbst, war kein Wiener, sondern ein "Zuag’raster" aus dem Vorort Währing, der damals noch zu Niederösterreich gehörte. Als Cafétier war er erblich vorbelastet, denn er stammte aus einer Familie von Kaffeesiedern, Lebzeltern und Feigenkaffee-Fabrikanten. Sieben Jahre später, im Jahr 1881 verkaufte er sein Kaffeehaus an die Brüder Wilhelm und Rudolf Kerl, die es unter dem Namen Landtmann weiterführten. Rudolf Kerl zog sich bald aus dem aktiven Geschäftsleben zurück und so führte sein Bruder Wilhelm das Café bis ins Jahr 1916 alleine weiter. Er war als Cafétier eine lokale Berühmtheit, was nicht weiter verwunderte, schließlich verkehrten Größen wie Gustav Mahler, Peter Altenberg, Siegmund Freud, Felix Salten und Emmerich Kálmán im Landtmann.

Im Jahr 1929 wurde das Café Landtmann komplett renoviert und bekam nach Entwürfen des bekannten Architekten Prof. Ernst Meller, der zahlreiche, heute nicht mehr existierende Wiener Kaffeehäuser eingerichtet hatte, seine bis heute erhaltene und unter Denkmalschutz stehende Innenaustattung. Besonders auffällig und jedem eintretenden Gast sofort ins Auge springend sind die 4 Holzsäulen des Entrees, die vom Bildhauer Hans Scheibner geschaffen wurden und deren Dekoration berühmte Premierenszenen des Burgtheaters darstellen. Mit dieser aufwendigen Innen-Neugestaltung festigte das Landtmann seine Position als das eleganteste Kaffeehaus Wiens.

Im Jahr 1976 übernahm die Familie Querfeld das traditionsreiche Kaffeehaus. Am 1. Oktober 1998, zum 125. Jahrestag, gab es ein großes Fest, zu dem unzählige Prominente aus Politik und Kultur sowie viele Stammgäste kamen, um den runden Geburtstag des legendären Kaffeehauses zu feiern. Unter der Führung der Familie Querfeld wurde das Kaffeehaus mit viel Liebe und mit massivem finanziellen Aufwand in den Jahren 1982 sowie 2001 und 2002 rundum erneuert, um auch weiterhin dem Anspruch "Wiens elegantestes Kaffeehaus" zu sein, gerecht zu werden.

Quelle: Familie Querfeld


Café Landtmann
Dr.-Karl-Lueger Ring 4, 1010 Wien
Tel.: 01 / 24 100-120
Webseite


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