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Äpfel : Tipps für richtige Ernte und Lagerung

Der Kipp-Test zeigt, ob Äpfel bereits erntereif sind.

21.09.2009

Rot oder gelb, süß oder aromatisch-säuerlich: Äpfel schmecken fast allen, die Sortenauswahl ist riesig und für jeden Geschmack der richtige dabei. Über den gesundheitlichen Wert von Äpfeln sind sich Ernährungsexperten einig. Jetzt ist Erntezeit - "die umweltberatung" gibt Tipps, wie man das gesunde, mineralstoffreiche Obst am besten lagern kann, damit so viele Vitamine wie möglich unser Immunsystem stärken. Richtig behandelt, kann man die Vitaminspender bis tief in den Winter aufbewahren! Lageräpfel werden so eine sinnvolle Alternative zu weit gereisten Zitrusfrüchten und zum kleinen Beitrag für den Klimaschutz.

Äpfel sind der ideale Snack für unterwegs und zwischendurch - sie löschen den Durst und stillen den kleinen Jausenhunger. Damit sie lange saftig schmecken, sind zeitgerechte Ernte und die richtige Lagerung Voraussetzung. Aroma, Festigkeit und Inhaltsstoffe hängen maßgeblich davon ab. Nur reife Äpfel sollten geerntet werden, halbreife Früchte entwickeln kein gutes Aroma, reifen nicht nach oder werden braun und schmecken fad. Viele Sorten eignen sich auch zur längeren Lagerung, dann können heimische Äpfel bis tief in den Winter genossen werden.

Der ideale Erntezeitpunkt hängt von der Höhenlage, dem Klima und der Witterung ab. Demnach gibt es keine bestimmten "Stichtage", der richtige Erntetermin variiert von Jahr zu Jahr und von Region zu Region.
Elisabeth Koppensteiner, Leiterin von "Natur im Garten" bei "die umweltberatung" erklärt noch genauer: "Die Lagerung bedeutet jedoch nicht bloße Aufbewahrung der geernteten Äpfel! Während der Nachreife im Lager entwickeln sie nämlich das sortentypische Aroma. Das zunächst harte Fruchtfleisch wird weicher und saftiger. Am besten geschieht dies in Erdkellern mit einer Lagertemperatur von 3-6°C, 80 - 90 % Luftfeuchtigkeit und guter Luftzirkulation. Gute Lageräpfel sind z.B. "Ontario", "Boskoop", oder "Landsberger Renette". Sommeräpfel wie der "Klarapfel" werden hingegen direkt vom Baum gegessen oder anderweitig verwertet.

Ob ein Apfel bereits erntereif ist, erkennt man am besten an Fruchtgröße, -farbe und Aroma. Wer sich nicht ganz sicher ist, kann den sogenannten Kipp-Test machen: Hat der Baum die Versorgungsleitungen zwischen Ast und Apfelstiel schon abgebrochen, löst sich der Apfel mitsamt Stiel nämlich leicht vom Ast. Dies kann man feststellen indem man den Apfel mit der Hand umfasst und nach oben kippt. Äpfel, die dieser leichten Aufwärtsbewegung widerstehen, sind noch nicht erntereif. Reißt man den Apfel mit Gewalt vom Ast, bleibt der Stiel meist am Ast. Stiellose Äpfel faulen im Lager vorzeitig, weil über die Verletzung leicht Schaderreger in die Frucht eindringen können. Koppensteiner: "Die Früchte an einem Baum reifen nicht alle gleichzeitig, daher muss man mehrmals durchpflücken. Am besten vormittags, wenn der Tau abgetrocknet ist! Fallobst, Werfen und Schütten der Früchte sind zu vermeiden, über sie können Schaderreger eindringen und die Äpfel faulen schneller. Am besten Pflückkorb und Apfelpflücker verwenden, denn je sanfter man die Äpfel behandelt, umso besser sind sie lagerfähig!"

Weitere Tipps zur Lagerung:

  • Nur Pflückobst einlagern. Fallobst weist Druckstellen oder Verletzungen auf, die bald in Fäulnis übergehen.
  • Zur Ernte sonnige Tage abwarten.
  • Kranke oder Früchte ohne Stiel lieber sofort verwerten.
  • Nach der Ernte Äpfel 1-2 Tage im Freien, vor Tau geschützt in Steigen stehen lassen.
  • Lagerräume vor dem Bestücken gründlich säubern. Seifenlauge oder warmes Essigwasser reichen aus.
  • Das Lager nach Sorten und Reifezeit getrennt anlegen. Frühsorten scheiden bald das Reifungsgas Ethylen aus, das beschleunigt auch die Alterung der Winteräpfel.
  • Obst und Gemüse nicht gemeinsam lagern. Ethylen lässt auch das Gemüse vorzeitig altern.
  • Äpfel mit dem Stiel nach oben in Regale oder flache Kisten legen, am besten nur eine Lage.
  • Lagerraum regelmäßig lüften. Ständiger Luftaustausch verhindert Schimmelbildung und Fäulnis.
  • Einmal pro Woche Lagergut kontrollieren. Faulige Früchte entfernen bzw. Faulstellen ausschneiden und betreffende Früchte sofort verwerten.
  • Abfalleimer mit fauligen Früchten nicht im Lagerraum stehen lassen.

Quelle: pte

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