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Bio-Lebensmittel : Studie verwirrt die Konsumenten

Sind Bio-Lebensmittel nun gesünder oder nicht?

05.08.2009

Die vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie der Food Standard Agency (FSA) aus London hat Unruhe in die heimische Medien- und Umweltszene gebracht: Sind Bio-Lebensmittel nun gesünder und besser als konventionell hergestellte oder nicht?

Die Meldung der britischen Studie hat es zur Schlagzeile in vielen Medien gebracht: "162 Einzelstudien haben belegt, dass Bio-Lebensmittel nicht mehr gesunde Inhaltsstoffe haben als andere", heißt es, und wenn, dann sei der Unterschied marginal. Dazu Mag. Michaela Knieli, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung" Wien: "Es gibt ebenso viele Studien, die belegen, dass Bioprodukte sehr wohl besser sind. Eine Meldung der Soil Association vom 29. Juli hält dagegen, dass Bio-Lebensmittel durchschnittlich 12,7 % mehr Proteine, 53,6 % mehr Beta-Karotine und um fast 40 % mehr Flavonoide haben. Bei Fütterungsversuchen zeigt sich immer wieder, dass Ratten und Kaninchen biologisch produzierte Karotten und Salate den anderen vorziehen. Bio-Obst und Gemüse hat Zeit zu wachsen und zu reifen und enthält bis zu 20 % weniger Wasser, dadurch schmeckt es intensiver und hat das volle Aroma."

Ihre Kollegin von "die umweltberatung" NÖ, Mag. Andrea Ficala weist auf einen weiteren Aspekt hin: "In der Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln sind in Österreich nur 10 % der zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe erlaubt - das heißt keine Konservierungsstoffe, keine Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder künstliche Aromen. Als Konsumentin oder Konsument ist man auf der sicheren Seite!" 

Michaela Knieli betont: "Der Streit um Kommazeichen bei den Inhaltsstoffen geht in die falsche Richtung und lässt andere wichtige Argumente völlig außer Acht: Wer Bio kauft, kann sicher sein, beste und kontrollierte Qualität zu bekommen. Die Bio-Landwirtschaft ist eine umweltgerechte, sozial- und gesundheitsverträgliche Form der Landwirtschaft. Oberstes Prinzip ist ein geschlossener natürlicher Betriebskreislauf, das Wirtschaften mit der Natur und nicht gegen sie".

Synthetische Spritzmittel und leichtlösliche Mineraldünger sind im Bio-Landbau verboten, davon profitieren nicht nur Boden und Grundwasser, der Rückstand an Pestiziden in Obst und Gemüse ist ebenfalls zu vernachlässigen. Die Tiere auf Bio-Bauernhöfen bekommen außerdem mehr Auslauf und werden mit biologischem Futter aufgezogen. Vorbeugende Antibiotika-Gaben an Nutztiere sind ebenso verboten wie Gentechnik in der Landwirtschaft oder Tiermehl. Bei der Schädlingsbekämpfung wird auf Nützlinge gesetzt und auf den Feldern ist Platz für Raine und ‚Trittsteinlebensräume’. Das fördert die Artenvielfalt, was die wichtigste Voraussetzung für ein langfristig funktionierendes Ökosystem ist, das auch Wetterkapriolen und Klimaänderungen standhalten und sich neuen Bedingungen anpassen kann.

Was wir essen, woher unsere Lebensmittel kommen, beeinflusst eben nicht nur die Gesundheit und Leistungsfähigkeit, sondern auch Luft, Wasser, Boden und Klima. Das Verbot synthetischer Spritzmittel und leichtlöslicher Mineraldünger reduziert den Energie- und CO2-Verbrauch in der Bio-Landwirtschaft um 30-50 %. Durch die sanften Bewirtschaftungsmethoden werden Bodenfruchtbarkeit und Humusgehalt verbessert, der Boden kann 12-15 % mehr klimawirksames CO2 speichern. Das macht weltweit immerhin 400-800 Millionen Tonnen CO2 aus!

"Lebensmittel aus der Region zu kaufen, die gerade Saison haben, ist aus Sicht des Umweltschutzes nur zu empfehlen. Wenn sie noch dazu biologisch sind, umso besser! Mit einer gemüsereichen Kost, viel Obst und Getreide und nur soviel bzw. so wenig Fleisch, wie Ernährungswissenschaft und Medizin empfehlen, spart man laut Bio-Ökonomiestudie bei Bio-Ernährung bereits 40 % CO2, laut Bio Austria bis zu 374 kg CO2 pro Person und Jahr. Das ist Klimaschutz mit Messer und Gabel - und schmeckt!" betont Andrea Ficala abschließend.

Beratung und viele Tipps zur gesunden Ernährung bekommen alle Interessierten bei "die umweltberatung" NÖ, Tel. 02742/ 718 29 und bei "die umweltberatung" Wien, Tel.: 01/ 803 32 32. Weitere Infos zum kostenlosen Download finden Sie unter www.umweltberatung.at:

- Infoblatt "Appetit auf Klimaschutz - Aktiver Klimaschutz mit g´sunder & biologischer Ernährung"

- Infoblatt "Bio ist besser! - Kennzeichnung, Argumente und Fakten zu Biolebensmitteln"

- Folder "Was hat Ernährung mit Klimaschutz zu tun? - Tipps für eine klimafreundliche Ernährung 

Quelle: die umweltberatung

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