Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Bio-Produkte enthalten weniger Pestizide

Vitamingehalt ist gleich wie bei Nicht-Bio-Produkten

27.09.2007


Die Qualität von Obst und Gemüse wird immer besser. Zum einen boomt der Markt der Bio-Produkte, zum anderen setzen Bauern in der konventionellen Landwirtschaft immer weniger Pflanzenschutzmittel ein. "Vor 15 Jahren brachten die Landwirte im Durchschnitt fünf Kilogramm Pflanzenschutzmittel pro Hektar aus - heute sind es dank neuer Wirkstoffe und effizienteren Dosierungstechniken nur noch halb so viel", erklärt Hannelore Schmid vom deutschen Industrieverband Agrar. Das Magazin Reader’s Digest vergleicht in seiner Oktober-Ausgabe beide Herstellungswege und geht dabei der Frage nach, ob Bio-Produkte auch wirklich gesünder sind.

Umstritten ist unter Wissenschaftlern, ob es Unterschiede im Vitamingehalt gibt."Etliche Studien deuten darauf hin, dass biologisch erzeugtes Blattgemüse reicher an Vitamin C und Antioxidanzien ist", betont Alberta Velimirov vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau Österreich. Andere Experten widersprechen dem. "Aus ernährungsphysiologischer Sicht besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen bio und nicht-bio", meint Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und gibt deshalb folgenden Rat: Beim Einkauf das Obst und Gemüse der Saison und aus der Region auswählen, es erntefrisch verzehren und eine lange Lagerung vermeiden, da sonst wichtige Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen.

Nach einer Studie des Bundeslandwirtschaftsministeriums greifen inzwischen 62 Prozent der Österreicher ein bis zwei Mal pro Woche zu Bio-Lebensmitteln, in Deutschland immerhin jeder Fünfte. Obwohl diese Ware teurer ist als die konventionell hergestellte, boomt der Markt der Bio-Produkte: In Österreich haben sie inzwischen einen Marktanteil von knapp sechs Prozent, in Deutschland sind es bisher nur drei Prozent. "Aber der Umsatz wächst seit 2003 rasant - im vergangenen Jahr um 18 Prozent", sagt Antje Kasbohm von der Zentralen Marktberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Die Gründe dafür: Die Verbraucher wollen Schadstoffe in der Nahrung vermeiden, sich gesund ernähren und regionale Produkte fördern.

Bio-Gemüse und -Obst unterliegen zusätzlich zu den allgemeinen Schadstoffrichtlinien auch den strengen Vorschriften der EU-Öko-Verordnung. Sie untersagt den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel sowie von Kunstdünger. Überwacht wird die Einhaltung dieser Vorschriften von staatlich autorisierten Kontrollstellen.

Fakt ist auch: Alle Landwirte, auch die Bio-Bauern, kommen nicht ganz ohne Pflanzenschutz aus. Unterm Strich verwenden Bio-Produzenten aber nicht nur andere, sondern auch deutlich geringere Mengen an Pflanzenschutzmitteln. "Bei unseren Tests stellen wir regelmäßig fest, dass Bio-Produkte weniger mit Pestiziden belastet sind als Produkte aus konventionellem Anbau", bestätigt Janine Schwarzkopf, Lebensmittelchemikerin bei der Stiftung Warentest.

Grundsätzlich gilt jedoch: Obst und Gemüse sollte man stets gründlich und unter fließend warmem Wasser abspülen oder abreiben. Die Begründung dafür nennt Stiftung-Warentest-Expertin Schwarzkopf: "Die Rückstände, die dennoch bleiben, setzen sich meist an der Schale ab."

Quelle: Reader’s Digest

Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...