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Pestizide im Blattsalat : 20 Supermärkte im Test

Die am stärksten belastete Probe stammt aus einem Bioladen

25.03.2008


Grüner Salat am Speiseplan - das ganze Jahr über: Kein Vorteil ohne Nachteil. Denn vor allem im Winter gezogene Häuptel sind empfindlich und werden intensiver mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Ob bei der Schadstoffbelastung rotes Licht für grünen Salat zu geben ist, hat das Verbrauchermagazin "Konsument" getestet. Eingekauft wurden 20 Kopfsalate in Wiener Supermärkten und Bioläden. Zwar wurden bei sämtlichen Proben aus konventioneller Landwirtschaft keine Grenzwerte überschritten, aber: Bei einigen Salate fanden die Tester bis zu vier verschiedene Pflanzenschutzmittel, was in Summe zu einer teils hohen Gesamtbelastung führt. Und: Am stärksten pestizidbelastet war eine Salatprobe aus dem Bioladen.

Untersuchungen zufolge sind Rückstände von Pflanzenschutzmitteln besonders häufig in grünem Salat zu finden. Bei den aus konventioneller Landwirtschaft stammenden Salaten wurden zwar keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt, doch Pflanzenschutzmittel waren in jeder Probe nachweisbar. In sieben Salatproben wurden sogar Rückstände von mehreren Pestiziden gefunden. Damit können auch an sich relativ geringe Konzentrationen in Summe eine durchaus höhere Belastung ergeben. Der getestete Häuptelsalat von "Adeg" kam etwa - wenn man die prozentuelle Ausschöpfung der jeweiligen Höchstwerte addiert - auf 128 Prozent. Höchstgrenzen für einen Pflanzenschutz-Mix gibt es jedoch nicht.

Dass die am stärksten pestizidbelastete Probe des gesamten Tests aus einem Bioladen stammte, überraschte aber: Die Summenberechnung ergab hier sogar einen Wert von 284 Prozent. Dabei wurden insgesamt drei Pestizide nachgewiesen, bei Rotenon wurde gar der gesetzliche Höchstwert überschritten. "Konsument"-Ernährungsexpertin Birgit Beck: "Zwar darf dieses Pflanzenschutzmittel laut EU-Bioverordnung verwendet werden. Aber: Die Pestizide werden derzeit neu bewertet und Rotenon bekommt in Zukunft vermutlich keine Zulassung mehr". Von insgesamt sechs untersuchten Bio-Proben waren jedoch auch vier komplett frei von Pflanzenschutzmitteln. "Maran" hat in einer Stellungnahme bereits verstärkte Kontrollen gegenüber Lieferanten angekündigt.

Hinsichtlich des Nitratgehalts entsprachen alle Salate den gesetzlichen Vorgaben, wenn auch innerhalb dieses Rahmens die Unterschiede groß waren. Um den Gehalt an Schadstoffen im Salat so weit als möglich zu reduzieren rät Beck: "Den Strunk, dicke Blattrippen und die Außenblätter entfernen und den Salat gründlich mit kaltem Wasser waschen, denn hier lagern sich die meisten Schadstoffe bzw. das Nitrat ab. Das Säuern des Salats mit Zitrone oder das Mischen mit Paprika, sprich die Zufuhr von Vitamin C, beugt zudem der Umwandlung von Nitrat in schädliches Nitrit vor."

Die detaillierten Testergebnisse erhalten Leser ab 27. März im April-"Konsument" sowie auf der Online-Plattform www.konsument.at.

Quelle: VKI

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