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Blattsalat ist gesund

Auf die richtige Zubereitung und Lagerung kommt es an

Das heimische Angebot an bunten Blattsalaten ist im Sommer so vielfältig und preisgünstig wie zu keiner anderen Jahreszeit. Salate sind nicht bloß ein kulinarischer Genuss, sondern reich an Eisen und Kalium. Sie enthalten auch große Mengen an Folsäure, die man zur Gruppe der B-Vitamine zählt.

Damit die gesunden Inhaltsstoffe von Salat während der Zubereitung erhalten bleiben, gibt die AGES Tipps für die richtige Zubereitung:

  • Vor dem Verzehr sollte Salat gründlich gewaschen werden, um Verschmutzungen etwa durch Erde oder Steinchen zu entfernen. Weiters wird dadurch die Menge der an der Oberfläche eventuell anhaftenden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder anderen umweltbedingten Schadstoffen reduziert. Jedoch sollte man langes Wässern unbedingt vermeiden, da dies zu einer starken Auslaugung der wasserlöslichen Vitamine im Salat führen würde. Daher sollte Salat je nach Verschmutzung mehrmals kurz in frischem Wasser gewaschen werden. Um das Wasch-Wasser vollständig zu entfernen, empfiehlt sich die Verwendung einer Salatschleuder, die wie eine Wäscheschleuder funktioniert.

  • Zubereitung: Weniger Öl bringt mehr Vitamine
    Salat sollte in jedem Fall erst kurz vor dem Verzehr geschnitten werden, um zusätzliche Vitaminverluste zu minimieren. Durch sofortiges Beträufeln mit Essig oder Zitronensaft wird die Braunfärbung des Salates nach dem Schneiden verhindert. Profiköche verwenden dafür eigene Essigzerstäuber, die den Salat gleichmäßig marinieren.

  • Rohkostsalateenthalten Vitamine in größeren Mengen als Salate aus erhitzten Zutaten. Damit der Körper die fettlöslichen Vitamine aus Salaten aufnehmen kann, sollten Salate stets mit geringen Mengen Fett zubereitet werden. Dazu reichen aber einige Tropfen Öl (am besten Olivenöl) oder auch ein Joghurtdressing aus Magerjoghurt völlig aus. Salate mit fetten Marinaden wie französischer Salat, Majonäse-Salat und fetten Dressings sollte man aber nur gelegentlich verzehren.

  • Blattsalate tragen - je nach Sorte - in unterschiedlichem Maß zur Vitaminversorgung bei. Salat bietet aber auch eine reichhaltige Versorgung mit den Mineralstoffen Eisen und Kalium. Der natürliche Vitaminabbau bei Salat wird durch die kühle und dunkle Lagerung sowie die hohe Luftfeuchtigkeit  im Kühlschrank gering gehalten. Die AGES empfiehlt, den eingekauften Salat bald nach dem Einkauf zu verzehren, maximal aber zwei Tage zu lagern.


Österreichs Ernährungsschatz Blattsalat

Kopfsalat
Der Kopfsalat ist der populärste Blattsalat Österreichs. Er ist verhältnismäßig preiswert und sowohl wegen seiner Vitamin B1, B2, B6, Vitamin C, Vitamin E- Reserven als auch anderer Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe, Kalium, Kalzium, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink, Phosphor und Carotin sehr gesund. Seine Innenblätter weisen weniger Vitamin C-Gehalt auf als die außen liegenden Blätter.

Eisbergsalat
Der ursprünglich aus Amerika stammende Eisbergsalat (sein Name geht auf die ursprüngliche Transportmethode auf Eisblöcken zurück) erfreut sich wegen seines erfrischenden, leicht nussigen und herzhaften Geschmacks immer größerer Beliebtheit. Seine Ernährungswerte sind ähnlich dem Kopfsalat. Er ist robuster und haltbarer als der Kopfsalat und hält im Kühlschrank bis zu zwei Wochen frisch. Der Eisbergsalat ist im Inneren wegen seines geschlossenen Kopfes "natursauber". Es ist daher nicht nötig, die Innenblätter genauso sorgfältig wie die Blätter des Kopfsalats zu waschen.

Endiviensalat
Der aus dem Mittelmeergebiet stammende Endiviensalat hat einen leicht bitteren, würzig herzhaften Geschmack, der auf das im Milchsaft enthaltene Inulin zurückzuführen ist. Inulin hat eine harn- und galletreibende sowie appetitanregende Wirkung. Der Endiviensalat hat einen hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium und trägt zur Versorgung mit Vitaminen der B-Gruppe und mit Vitamin C bei.

Feldsalat (Vogerlsalat)
Der urspünglich wild wachsende Feldsalat wurde erst im 20. Jahrhundert kultiviert. Er ist frostunempfindlich und daher auch in den Wintermonaten frisch erhältlich. Aufgrund seines geringen Flächenertrages und des hohen Ernteaufwandes ist der Feldsalat eine der teuersten Salatsorten. Diese Salatsorte zeichnet sich durch sehr hohen Vitamin C-Gehalt aus und ist - nach der Petersilie - der zweitbeste Eisenlieferant unter den Gemüsesorten.

Chicoreé
Chicoreé ist vor allem in Frankreich, den Niederlanden und Belgien bekannt. Er kann ganzjährig produziert werden. Er ist ein heikles Gemüse, da bei geringer Sonnenbestrahlung die Blätter innerhalb von wenigen Stunden welken können. Diese Salatsorte zeichnet sich durch hohen Vitamingehalt bei gleichzeitig sehr geringem Kalorien- und Natriumgehalt aus, ist harntreibend und fördert die Verdauung.

Quelle: AGES


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