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Eis am Stiel feiert 85-jährigen Geburtstag

Vanilleeis mit Schokoüberzug war und ist die beliebteste Variante

22.05.2008

Vor 85 Jahren, im Jahr 1923, wurde in den USA das Patent für den so genannten "Rahmeislutscher" vergeben: Vanilleeiscreme am Holzstiel mit Schokoglasur. Dies war die Geburtsstunde des Eis am Stiel. Genialer Erfinder dieser genussvollen Eiskreation war ein Süßwarenhändler aus dem Bundesstaat Ohio, namens Harry B. Burt senior. Wie man süße, klebrige Sachen an den Stiel bekommt, wusste Harry B. Burt bereits aus seiner langjährigen Erfahrung als passionierter Hersteller von Lutschern aller Art. Daraus erwuchs auch seine Idee für das Eis am Stiel. Schon ein Jahr später - im Jahr 1924 - kam diese sensationelle Erfindung über den großen Teich nach Europa und ist auch seitdem bei uns in aller Munde.

Entwicklung der Speiseeisproduktion

Zu Zeiten von Harry B. Burt wurde das Eis in mühevoller Handarbeit in Formen gegeben - in cremigem Zustand - und mit einem Stiel versehen. Nach dem Gefrieren der Eismasse konnte das Eis am Stiel dann ganz einfach an dem Holzstäbchen festgehalten und genossen werden. Eine bahnbrechende Erfindung, brauchte man sonst doch immer Löffel und Schälchen, um die kühle Köstlichkeit verzehren zu können.

Im Laufe der Zeit wurden die Produktionsanlagen für Speiseeis immer weiterentwickelt. In den Anfängen der heimischen Speiseeisproduktion, Mitte bis Ende der Zwanziger Jahre, konnten rund 25 Mitarbeiter ca. 8.000 Eis am Stiel pro Tag herstellen. Jedes Eis am Stiel musste von Hand aus der Form genommen und verpackt werden. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Speiseeis lag damals durchschnittlich bei 2,4 Liter pro Jahr.

Gut 20 Jahre später bedeutete die Erfindung des so genanntenRundgefrierers letztendlich den großen Durchbruch für die industrielle Speiseeisproduktion. Die Tagesproduktionsmenge von 8.000 Stück aus den Zwanziger Jahren konnte mit dieser Maschine schon in einer Stunde produziert werden.

Heute werden pro Stunde - je nach Produkt und Maschinengröße - zwischen 18.000 und 30.000 Eis am Stiel produziert. Die Verpackungsabläufe sind inzwischen vollautomatisiert. Ständige Kontrollen während der Produktion sorgen für ein einwandfreies Genusserlebnis. Kein Wunder also, dass jeder Bürger heute durchschnittlich 8,1 Liter Speiseeis pro Jahr (im Jahr 2007) schleckt.

Wie kommt eigentlich der Stiel ins Eis?
 
Bei der industriellen Speiseeisproduktion wird zuerst ein so genannter Eismix hergestellt. Die cremige Masse, ist bei einer Temperatur zwischen -4 °C und -8°C noch gut formbar. Für die Herstellung eines klassischen Vanilleeis mit Schokoüberzug am Stiel wird der Eismix durch ein Rohr mit ovaler Öffnung gedrückt, den so genannten Extruder. Dieser ist über einem Laufband angebracht, auf das die für ein Eis am Stiel benötigte Menge des Eismix geschnitten wird und auf das Laufband fällt. Aus einer weiteren vor dem Laufband positionierten Maschine wird in dem Moment des Abtrennens einer Eisportion ein Holzstiel in die Eismasse geschossen.

Direkt nach Einschießen des Stiels durchtrennt ein dünner Draht die Eismasse und ein fast fertiges Eis am Stiel landet auf dem Laufband. Auf diesem werden die Stieleise in den Kältetunnel befördert. Bei -40 °C erhält das Eis am Stiel hier den richtigen Festigkeitsgrad. Erst jetzt, nach dem Durchlaufen des Kältetunnels, erhält das Eis am Stiel seinen Schokoüberzug. Die auf dem Band liegenden Stieleise werden von Greifarmen angehoben und hängend in Wannen mit weißer, heller und dunkler Schokolade mit oder ohne Mandeln getaucht. Da das Eis noch so kalt ist, härtet die Schokolade innerhalb weniger Sekunden aus, so dass es direkt weiter gehen kann zur letzten Produktionsstufe - dem Verpacken.

Damals wie heute ein Renner

Auch nach 85 Jahren ist die "Vanilleeis-mit-Schokoüberzug-Variante" die beliebteste Stieleis-Form von allen. Was nicht zuletzt an den klassischen Grundzutaten wie Milch und Milchprodukten mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen sowie Vanille, Zucker, Kakao & Co. liegen dürfte.

Quelle: news aktuell

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