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Konsument-Ernährungscheck

Starthilfe für eine gesunde Lebensweise

18.01.2007

Übergewicht und Adipositas nehmen in Europa in alarmierendem Tempo zu. In Österreich sind bis zu 23 Prozent der Männer und bis zu 24 Prozent der Frauen adipös, an Übergewicht leiden gar bis zu 60 Prozent der Männer und bis zu 40 Prozent der Frauen. Mit den Kilos steigt das Risiko chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Typ-2-Diabetes und bestimmter Krebsarten. Krankheiten, die weltweit zu den führenden Todesursachen zählen. Der negative Trend eröffnet neue Märkte: Das Geschäft mit den Kilos boomt, kalorienarme Produkte, Diätratgeber, Schlankheits- und Nahrungsergänzungsmittel finden reißenden Absatz. Doch wer mit "Wundermitteln" schnell viel abnimmt, hat meist auch schnell wieder mehr Kilos auf der Waage als zuvor. Dauerhaft schlank und gesund bleibt nur, wer seine Ernährung nachhaltig umstellt.

Hier setzt die "Konsument"-Aktion "Gesund essen" an: Das Testmagazin hat gemeinsam mit Experten einen Fragebogen entwickelt. Abnehmwillige und alle, die sich gesund ernähren möchten, protokollieren darin eine Woche lang, was sie zu sich nehmen. Anhand der dadurch gewonnenen Daten analysieren die "Konsument"-Ernährungswissenschafter, von welchen Essgewohnheiten man sich besser verabschiedet, und geben praktische Tipps für eine gesündere Ernährungsweise - entsprechend dem Alter, dem Gewicht und dem Abnehmwunsch.

"Unsere Diätentests zeigen es immer wieder: Wer langfristig gesund abnehmen möchte, ist mit kurzfristig angelegten Modediäten schlecht beraten", weiß Franz Floss, Geschäftsführer beim Verein für Konsumenteninformation. Einen dauerhaften Erfolg hat, wer sich mehr bewegt und ausgewogen ernährt. "Mit unserer Aktion ‚Gesundessen’ geben wir all jenen ein Instrument in die Hand, die abnehmen möchten oder sich einfach gesünder ernähren und nicht viel Geld für Ernährungscoaching ausgeben wollen", so Floss.

Zu viel und zu fett

Der Ernährungszustand der Österreicher lässt sich ganz einfach auf den Punkt bringen: Wir essen zu viel und vor allem zu fett. Zwar ist die Tendenz beim Fettverzehr in den letzten Jahren leicht fallend, dennoch wird hierzulande nach wie vor zu viel - und zudem zu ungesundes - Fett aufgenommen. Kohlenhydrate und Ballaststoffe werden dagegen in zu geringem Umfang verzehrt, bei manchen Nährstoffen gibt es sogar eine Unterversorgung: Laut österreichischem Ernährungsbericht ist bei allen Bevölkerungsgruppen die Versorgung mit Folsäure, Jod und Calcium mangelhaft. Zudem ist die Vitamin D-Zufuhr über Lebensmittel beim Großteil der Bevölkerung unzureichend. Und Eisen ist speziell für Frauen im gebährfähigen Alter ein kritischer Nährstoff.

"Jeder Nährstoff erfüllt lebenswichtige Funktionen im Organismus. Eine optimale Zusammenstellung der Nährstoffe ist die Basis für Gesundheit. Vor allem jene, die sich wenig bewegen, sollten ‚nährstoffdichte’ Lebensmittel in ihrem Speiseplan berücksichtigen", informiert "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. Das sind Lebensmittel, die sowohl einen niedrigen Energiegehalt haben als auch viele Nährstoffe aufweisen. Dazu zählen etwa Gemüse, Obst, Vollkorngetreideprodukte und fettarme Milchprodukte. Von angereicherten Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln hält Beck dagegen wenig: "Versorgungslücken mit einem bestimmten Nährstoff sollten grundsätzlich über Lebensmittel geschlossen werden. Nur in Ausnahmefällen sollte man nach Rücksprache mit einem Arzt zu solchen Produkten greifen."

Reine Nährstoffempfehlungen für eine ausgewogene Ernährung sind für Laien meist wenig hilfreich, denn kaum jemand weiß etwa, wie viel Vitamin C er oder sie tatsächlich pro Tag benötigt und mit welchen Lebensmitteln dieser Bedarf gedeckt werden kann. Hilfreicher sind lebensmittelbasierte Empfehlungen: Diese enthalten meist konkrete Anleitungen, mit welchen Lebensmitteln der Tagesbedarf an Hauptnährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen abgedeckt werden kann. Bei individuellen Ernährungsberatungen wird dagegen konkret auf das Ernährungsverhalten des Einzelnen eingegangen und festgestellt, ob Unter- oder Überversorgungen gegeben sind und wie diese mit möglichst unspektakulären Änderungen ausgeglichen werden können.

Ernährungsprotokoll bringt Klarheit

Eine Form der individuellen Ernährungsberatung ist das Ernährungsprotokoll der Zeitschrift "Konsument". Da viele Menschen ihre Lebensmittelaufnahme falsch einschätzen und zudem vieles beim Essen unbewusst abläuft, muss sieben Tage lang alles, was getrunken und gegessen wird, notiert werden. "Da Zeitmangel ein Klassiker ist unter den Ausreden, warum gesunde Ernährung nicht funktioniert, wurde ein Fragebogen entwickelt, der sich besonders rasch und unkompliziert ausfüllen lässt", erklärt "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler. In dem Formular sind rund 250 Lebensmittel, Speisen und Getränke enthalten. Die Portionsgrößen sind aufgelistet, pro Portion verzehrtem Lebensmittel muss lediglich ein Strich in die entsprechende Spalte des Formulars eingetragen werden. In die Auswertung miteinbezogen werden auch Größe, Gewicht, Geschlecht, Alter und körperliche Aktivität, denn davon hängt der Nährstoff- und Kalorienbedarf des Einzelnen ab.


Nach der Analyse der Daten hat man Klarheit über das eigene Essverhalten: Konsumenten erhalten nicht nur Aufschluss über ihre Ernährungssünden, sondern erfahren auch, ob sie alle Nährstoffe, die der Körper braucht, in den richtigen Mengen aufgenommen haben. Die Auswertung beinhaltet eine Zusammenfassung des persönlichen Ernährungszustandes in Form einer leicht verständlichen Grafik. Darin wird die Aufnahme aller einzelnen Lebensmittel anhand des Ampelsystems beurteilt. Ist alles im "grünen Bereich", entspricht die Nährstoffaufnahme den Empfehlungen. Ein gelber oder roter Balken zeigt an, dass Handlungsbedarf besteht. Bei größerem Handlungsbedarf kann das Ernährungsprotokoll auch als Grundlage für eine ausführliche persönliche Beratung bei einem Ernährungswissenschafter oder Diätologen genutzt werden.

Ein ausführlicher Begleitbrief informiert über Defizite bzw. Überschüsse bei den Hauptnährstoffen (Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß) und bei Vitaminen, Mineralstoffen, Cholesterin, Zucker und Alkohol. Der Teilnehmer wird zum einen informiert, welche Aufgaben die einzelnen Stoffe im Körper haben und erhält zum anderen Tipps, etwa in welchen Lebensmitteln die einzelnen Nährstoffe in höheren Mengen enthalten sind oder welche fettarmen Alternativen es gibt.

Wer den "Konsument"-Ernährungscheck machen möchte, muss nicht unbedingt zu viele Kilos auf den Rippen haben: Denn auch für jene, die nicht mit Gewichtsproblemen kämpfen, ist es wichtig zu wissen, ob sie sich ausgewogen ernähren. Schwangere und Stillende erfahren, ob sie mit allen wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt sind. Sportler werden darüber informiert, ob ihre Kohlenhydrat- und Eiweißzufuhr passt. Und Konsumenten, die mit dem Kauf einens Vitaminpräparates liebäugeln, sehen, ob dies überhaupt notwendig ist. "Für einen dauerhaften Erfolg ist neben der Verhaltensänderung beim Essen auch eine Steigerung der körperlichen Aktivität notwendig. Damit lassen sich Ernährungssünden viel leichter ausbügeln", unterstreicht Siegenthaler abschließend auch die Bedeutung von Bewegung.

Das "Konsument"-Ernährungsprotokoll steht hier auf der Konsument Webseite zum Download bereit oder ist über die Hotline 01/588 774 erhältlich. Die Auswertung des Fragebogens kostet 20 Euro, "Konsument"-Abonnenten zahlen 10 Euro.


Quelle: VKI

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