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Experten weiterhin für Verbot von Gen-Reis in der EU

Kontaminierter Reis in herkömmlichen Sorten in den USA gefunden

24.08.2006

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert die europäischen Behörden auf, keine Import-Genehmigung für gentechnisch veränderten Reis zu erteilen. Am Wochenende hatten US-Behörden bekannt gegeben, dass in mehreren US-Bundesstaaten herkömmlich angebauter Reis mit der von BAYER CropScience hergestellten Sorte LL 601 kontaminiert ist. Der jüngste Skandal in den USA belege, dass sich die Risiken von modifizierten Pflanzen nicht kontrollieren ließen, so die CBG. Zudem werde erneut klar, dass genau jene Befürchtungen der Gentech-Gegner, nämlich eine zufällige Auskreuzung, offensichtlich nicht verhindert werden könne.

"Dieser Fall bestätigt alle Befürchtungen. Eine nicht zugelassene gentechnisch veränderte Reis-Sorte landet in der Nahrungskette, und niemand weiß, wie sie dort hineingelangt ist", so Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren. Derzeit sei der Umfang der Verunreinigung ebenso unklar wie die gesundheitlichen Risiken für die Verbraucher. "Dieser Fall muss Konsequenzen für die Zulassung von Gen-Reis in der EU haben", fordert Mimkes. Die Import-Zulassung des gentechnisch veränderten Reis der Sorte LL 62 in der EU sei bereits seit drei Jahren von Bayer beantragt worden und soll noch 2006 erfolgen. Insgesamt neun EU-Mitgliedstaaten äußerten Bedenken, weswegen die European Food Safety Authority (EFSA) bis heute keine Zulassung erteilt hat "Wenn die EU diesen Gen-Reis zulässt wird das auch für andere Länder mit weit reichenden Konsequenzen verbunden sein." Besonders problematisch sei es, dass es keine Informationen über die Auswirkungen gebe.

Der in den USA gefundene genmanipulierte Reis ist resistent gegen das von BAYER hergestellte Herbizid Liberty Link. "Die US-Landwirtschaftsbehörde kennt weder den genauen Umfang der Verunreinigung noch ihre Ursache. Japan verhängte daraufhin einen sofortigen Import-Stopp für Langkorn-Reis aus den USA", erklärte Mimkes. In der EU kam der kontaminierte Reis offenbar bereits in den Handel. "Was genau passiert ist und wie viel Reis in den Import gelangt ist, weiß derzeit noch keiner", so Mimkes. Für die US-Landwirtschaft bedeute dies allerdings nicht allzu viel Gutes, denn die Reisexporte machen immerhin fast eine Mrd. Dollar jährlich aus. "Klar wird dabei allerdings Eines: Das Risiko ist offensichtlich nicht unter Kontrolle. Die CBG hat die Bundesregierung aufgefordert, sich gegen eine Importgenehmigung von LLRice62 auszusprechen."

BAYER ist weltweit zweitgrößter Anbieter von gentechnisch verändertem Saatgut. In Europa will das Unternehmen gentechnisch veränderte Pflanzen wie Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais in den Markt drücken. "Die weltweit folgenschwerste Entscheidung betrifft jedoch die Zulassung von Gen-Reis. Neben den Risiken für die Konsumenten stehen dabei besonders die Auswirkungen in den Anbau-Ländern, vornehmlich in Asien, im Blickpunkt", betont Mimkes. "Die Einführung von Gen-Reis hätte dramatische Konsequenzen, da Millionen Bauern in südlichen Ländern, die bislang durch Tausch und Eigenzüchtungen ihr Saatgut selbst produzieren, in Abhängigkeit von multinationalen Konzernen zu geraten drohen." Die Verwendung der Ernte als Saatgut wäre nämlich wegen des Patentschutzes künftig verboten.

Quelle: pt

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