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Fernsehwerbung für Kinder : Jede Menge Dickmacher

AK-Studie hat die Fernsehwerbespots am Nachmittag untersucht

21.09.2007


Süß macht lustig, Limo sexy, Schoko hält gesund und Essen ist Abenteuer - sagt die Fernsehwerbung. Die dicke Wahrheit droht auf der Waage - sagt die AK. "Zwei von drei Lebensmittelspots am Nachmittag bewerben Produkte, die weniger konsumiert werden sollten, will man gesund und schlank bleiben. Kinder als typische Fernsehkonsumenten am Nachmittag werden also leider überwiegend zum Mehrkonsum von Dickmachern animiert", sagt AK-Ernährungsexpertin Petra Lehner. Geworben wird vor allem mit Spaß und Abenteuer, gefolgt von Gesundheit. Auch Erotik spielt eine wichtige Rolle - im Nachmittagsprogramm wohl deplatziert. Die AK fordert erneut Werbebeschränkungen für zu süße, fette und salzige Produkte und appelliert an die Werbewirtschaft, kindgerechter zu werben.

Je 60 Stunden Nachmittagsprogramm (13.00-19.00 Uhr) an sechs Wochentagen und zwei Wochenenden von ORF 1, ATV+ und Super-RTL - insgesamt 1.135 Spots - wurden vom Sozialforschungsinstitut "abif-analyse, beratung, interdiszipläne forschung" im Auftrag der AK analysiert.

Jede vierte TV-Werbung am Nachmittag ist für Lebensmittel, zwei Drittel davon für Ungesundes, zeigt eine AK Studie. Die Werbung steht also in starkem Kontrast zum Ziel einer gesunden (Kinder)Ernährung. Erst unlängst wurden wieder alarmierende Zahlen zum Übergewicht bei Kindern veröffentlicht. Demnach sind rund 20 Prozent der Schulkinder in Österreich zu dick, die Hälfte davon fettleibig. Laut Experten ist auch die Werbung im Fernsehen dafür mitverantwortlich. Wie Kinder zum Mehrkonsum der beworbenen Lebensmittel animiert werden, hat die AK nun in einer Studie genauer analysiert.

Der Spaß-Faktor steht in der Werbung an erster Stelle, gefolgt von abenteuerlichen Inhalten. Als nächstes steht die Gesundheit im Fokus der Werbung, obwohl kaum für echte Fitmacher wie Obst oder Gemüse geworben wird. Häufig dreht es sich um ernährungsphysiologisch Absurdes wie gesundes Naschen oder Limonade als Vitaminquelle. Erotik kommt am vierthäufigsten vor, Testimonials - wie berümte SportlerInnen oder PopmusikerInnen - sind selten, beliebt sind hingegen Comic-Figuren oder Leinwand-Helden.

Spaß hat man laut Werbung mit Süßem, Fertigprodukten und Fastfood, abenteuerlicher wird es mit Frühstücksflocken, Naschzeugs und Softdrinks. Gesund sind laut Werbung Milchprodukte, aber auch Fleisch und Wurst und erstaunlicherweise auch Schokolade, andere Süßigkeiten und Fastfood. Der "Erotikfaktor" findet sich fast ausschließlich bei Mineralwasser und süßen Getränken. Toll für das harmonische Familienleben sind insbesondere Fastfood und Milchprodukte.

Eigentlich sollte Kinderfernsehen werbefrei sein, eine rechtliche Einschränkung exisitiert aber für Lebensmittel nicht. Die AK verlangt daher untertags bis 21.00 Uhr zumindest eine Werbebeschränkung für Dickmacher (Produkte, die keine Mindesternährungsqualität aufweisen), damit Unsinniges wie z.B. das "gesunde Naschen" endlich wegfällt. Von der Werbewirtschaft erwartet sich die AK auch, dass Werbung kindgerechte Geschichten erzählt und Erotik in den Nachmittagswerbeblocks tabu wird.

Quelle: AK

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