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Richtlinien für eine ausgewogene Kinder-Ernährung

Viele Eltern wissen nicht, wie eine ausgewogene Ernährung für ihre Kinder aussieht.

29.02.2008

Schätzungen der EU zufolge leiden fast 22 Millionen Kinder in den Mitgliedsländern an Übergewicht und jährlich erhöht sich diese Zahl um ca. 400.000. Zusätzlich resultiert infolge unausgewogener Ernährung bei manchen Kindern eine Unterversorgung an Spurenelementen, Nährstoffen oder Vitaminen, die zu teils massiven Folgeerkrankungen führen können. Eine Expertenrunde unter der Leitung von Prim. Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer (Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Landesklinikum St. Pölten) hat dies zum Anlass genommen, in mehreren Sitzungen aktuelle Ernährungsrichtlinien für Kinder zu erarbeiten. Prof. Zwiauer kommentiert die Wichtigkeit des Projektes wie folgt: "Die Praxis zeigt mir, dass Eltern einfach nicht genau wissen, wie eine ausgewogene Zusammensetzung der Kinderernährung auszusehen hat. Es herrschen hier Unsicherheiten und teilweise auch Falschinformationen vor. Mit den aktuellen Richtlinien wollen wir einen richtigen und leicht verständlichen Ernährungsfahrplan vorgeben."


Die aktuellen Ernährungsrichtlinien auf einen Blick:

Trinken - Do's and Dont's

  • Der Gesamtwasserbedarf beträgt zwischen 0-4 Monaten 680 ml/Tag, zwischen 4-12 Monaten 1000 ml/Tag, von 1 - 4 Jahre 1300 ml/Tag und von 4 bis unter 7 Jahre 1600 ml/Tag.
  • Geeignet sind: Trinkwasser, mildes Mineralwasser, ungesüßte Teesorten (ausgenommen Grün- & Schwarztee). Aufgrund der (möglichen) pharmakologischen Wirkung ist bei Kräutertees Vorsicht geboten.
  • Gänzlich ungeeignet sind Alkohol und Kaffee. Ebenfalls nicht zu empfehlen sind Light-Limonaden, Eistee, Kombucha, Energy-Drinks, Kefir sowie Früchteeistee.
  • Nach der Abstillphase wird die Muttermilch durch Säuglingsmilchnahrung ersetzt. Die Auswahl der Milchfertignahrung (PRE- oder später "1" Nahrung) erfolgt nach Absprache mit dem Kinderarzt. Die Gabe von Kuhmilch ist ab dem 1. Lebensjahr zu empfehlen.
  • Joghurt eignet sich für Kinder ab Ende des 1. Lebensjahres gut, Käse bietet sich ab dem 2. Lebensjahr an. Butter & Margarine können nach dem 10. oder 12. Monat gegeben werden. Die empfohlene Menge liegt bei maximal 2 Teelöffel pro Tag.
  • Kinder benötigen üblicherweise keine Light-Produkte, um ein optimales Gewicht zu halten. Transfette sollten grundsätzlich vermieden werden - diese können in Brotaufstrichen, Backwaren, Snacks und frittierten Speisen enthalten sein.


Und alles läuft wie geschmiert

  • Fette und Öle sind für die Entwicklung wichtig. Ideal ist im 1. Lebensjahr Rapsöl, danach kann Olivenöl, Kürbiskernöl und Distelöl verwendet werden.


Grundgerüst aus Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und Eiweiß

  • Gemüse kann frühestens ab dem 5. Monat, besser um das Alter von 6 Monaten gegeben werden. Grundsätzlich eignet sich jede Sorte bis auf Hülsenfrüchte. Der rohe oder gekochte Zustand sollte im Kleinkindalter abgewechselt werden - beide Zubereitungsarten haben Vorteile.
  • Obst sollte ab dem 6. Monat im milchfreien Obst- und Getreidebrei eingeführt werden. Grundsätzlich ist es frisch und als Rohkost zu genießen. Heimische saisonale Obstsorten, wie Äpfel und Birnen eignen sich daher am besten.
  • Vollkronprodukte sind für Kinder im 1. Lebensjahr nicht geeignet, später können Weiß- & Vollkornmehl gemischt werden.
  • Da Nüsse Allergieauslöser sind, soll die Ernährung bis mindestens zum Ende des 2. Lebensjahres nussfrei gehalten werden, dann in gemahlener Form (empfohlen ist eine Menge von nicht mehr als 2 Teelöffel pro Tag, Nussstückchen können durch Einatmen auch in die Luftröhre geraten und Probleme verursachen).
  • Der Bedarf an Eiern liegt im Kleinkindalter bei 1-2 Stück pro Woche (inkl. aller Produkte, auch Kuchen enthält Eier). Rohe Eier sind unbedingt zu vermeiden, um das Kind keinem Salmonellen-Risiko auszusetzen.
  • Empfohlen wird Fleisch mehrmals pro Woche. Aufgrund der unterschiedlichen Mineralstoffe und Vitamine sollten sämtliche verschiedene Fleischsorten angeboten werden. Wichtig ist die Zubereitung: Dünsten, Grillen, kurz Anbraten.
  • Ab dem 2. Lebensjahr können Fischmahlzeiten angeboten werden. Meeresfrüchte sind Allergieauslöser und sind daher für Kinder nicht zu empfehlen, genauso wenig wie Sushi.


Auf den Punkt gebracht!

  • Grundsätzlich sind Kinder in unseren Breiten eher zu dick als zu dünn.
  • Flüssigkeiten sollten möglichst häufig zur Verfügung gestellt werden.
  • Kinder haben ein gesundes Sättigungsgefühl - der Teller muss also nicht leer gegessen werden.
  • Essen sollte wertfrei sein - also keine Belohnung oder Bestrafung sein.
  • Schokolade und Süßes ist nur in moderaten Mengen zu genießen.
  • Ernährungsfehler, die in der Kindheit gemacht werden, wirken bis ins Erwachsenenalter nach.

Quelle: AMA

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