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Die richtige Ernährung für Kinder

Neue AK-Broschüre bietet Eltern Orientierungshilfe

12.02.2008

Schokolade, Pizza, Limonade und dazwischen vielleicht was Süßes. Geht es nach den Kindern, ist der Speiseplan ziemlich einfach. Das macht es für Eltern schwierig, eine etwas weniger fett- und zuckerreiche Ernährung durchzusetzen. Vor allem, wenn sie berufstätig sind und dem Kind nicht ständig hinterherlaufen können. Die neue AK-Broschüre "Kinderernährung" hilft durch diese Herausforderung im Alltag: Mit Ernährungs- und Erziehungstipps und mit Anleitungen, was von Werbung für Kindernahrungsmittel zu halten ist.

20 Prozent aller 9- bis 14-Jährigen sind übergewichtig. Die meisten haben seit ihrer frühen Kindheit zu fett und zuckerreich gegessen. Laut Österreichischem Ernährungsbericht essen etwa Drei- bis Sechsjährige doppelt so viele Süßigkeiten und Mehlspeisen wie gesund. Dafür wird nur ein Viertel des Gemüses verzehrt, das Experten für eine ausgewogene Ernährung für notwendig halten. Bei den Sieben- bis Neunjährigen sieht es nur wenig besser aus.

Um dem entgegenzuwirken, sollten Eltern ihren Kindern abwechslungsreiche Nahrung bieten, schreiben die Ernährungsexpertinnen Karin Lobner, Britta Macho und Sonja Reiselhuber in der neuen AKNÖ-Broschüre "Kinderernährung". Anders als die meisten Ratgeber verzichtet diese Broschüre auf abstrakte Ernährungsempfehlungen und bietet alltagstaugliche Vorschläge. 6-5-4-3-2-1 lautet hier die anschauliche Regel, der ausgewogenes Essen folgen sollte: 6 Portionen ungesüßte Getränke pro Tag, 5 Portionen Getreideprodukte wie Brot und Nudeln, 4 Portionen Obst und Gemüse, 3 Portionen Milch- und Milchprodukte, 2 Portionen Fett, 1 Portion Fleisch oder Eier und eventuell 1 Portion Süßigkeiten oder Knabbereien. Und wichtig ist, diese ausgewogene Ernährung auch selbst zu praktizieren. Kinder lernen meist, indem sie Erwachsene beobachten und nachahmen. Wie soll ein Kind verstehen, dass es gesüßte Limonaden nicht trinken sollte, wenn sein Vater nichts anderes trinkt? In der Kindheit wird auch der Geschmack für das ganze Leben geprägt. Wer als Kind gesund isst, dem wird das auch als Erwachsener schmecken.

Auch wenn die Werbung anderes erzählt: Die wenigsten Nahrungsmittel, die für Kinder hergestellt werden, sind so gesund, wie man uns glauben machen will. Die meisten Produkte, die für Kinder hergestellt und beworben werden, sind Süßigkeiten. Die angepriesenen "gesunden" Zutaten sind oft nur in geringen Mengen enthalten. Dagegen anzukommen, ist für Eltern schwierig. Sie völlig zu verbieten, ist laut den Expertinnen der falsche Weg. Das würde sie nur interessanter machen. Gelegentlich in den Speiseplan einbauen lautet die Alternative. Und manche Produkte wie Getränke und Joghurts lassen sich "strecken" oder "verdünnen", was den Zucker- und Fettgehalt deutlich reduziert.

Wenn Probleme mit dem Gewicht auftreten, sind Eltern oft ratlos. Sowohl bei der Behandlung von Essstörungen als auch bei Übergewichtsprogrammen gibt es Qualitätsrichtlinien. Ein "Schnellschuss", wie das Kind z. B. auf Diätferien zu schicken, kann erst recht zu Problemen führen. Oft fehlt eine Nachbetreuung im Alltag. Ein gutes Programm zeigt u. a. wie man mit Rückfällen umgeht und wie es nach dem Programm alleine im Alltag weitergehen soll.

Ergänzt wird die Broschüre durch zahlreiche Nachschlagehinweise und Links. "Bei uns ist Ernährung seit Jahren wichtig", sagt AKNÖ-Experte Helmut Bohacek. Gerade bei Kindern würde man sehen, dass es immer noch Probleme gebe. "Oft sind beide Eltern berufstätig und haben keinen Überblick, was ihr Kind den ganzen Tag isst. Speziell für sie soll die Broschüre eine Hilfestellung sein".

Die Broschüre "Kinderernährung - Herausforderung im Alltag" ist bei der NÖ Arbeiterkammer unter 05 7171-1212 gratis erhältlich. Als Download steht sie auf noe.arbeiterkammer.at zur Verfügung.

Quelle: AKNÖ

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