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Lebensmittel-Grundpreise mangelhaft ausgezeichnet

Grundpreise am Regalschild sollten einheitlich berechnet werden und gut lesbar sein

02.03.2007

Mehr Klarheit für Konsumenten bei der Grundpreisauszeichnung verlangt die Arbeiterkammer (AK). Die Grundpreise am Supermarkt-Regalschild müssen einheitlich berechnet und gut lesbar sein - bislang sind sie zu klein gedrucktund daher für Verbraucher schlecht nutzbar. Das zeigt ein aktueller Test der AK in sechs Wiener Supermärkten.

In Österreich gibt es - wie in der EU - die gesetzliche Pflicht zur Grundpreisauszeichnung am Regal für bestimmte Sachgüter und Lebensmittel (ausgenommen sind z.B. Qualitätswein in 0,75 Liter, 0,5-Liter-Bier, Tee- und Käsegebäck, Gewürze und -mischungen). Nicht geregelt sind Berechnung, Schriftgröße oder Platzierung. Die AK hat geprüft, wie es um die Grundpreise bestellt ist und hat die Grundpreisauszeichnung, also die Preise pro Liter oder Kilogramm, bei Lebensmitteln stichprobenartig in sechs Wiener Supermärkten kontrolliert: Adeg, Billa, Edeka, Interspar, Merkur, Zielpunkt.

  • Der Grundpreis ist nicht immer gut lesbar, weil er sehr klein gedruckt ist: bei Adeg, Interspar und Zielpunkt.

  • Manchmal ist der Grundpreis falsch. Die AK hat bei 20 Produkten (z.B. Obst, Gemüse, Milchprodukte) stichprobenartig den Grundpreis nachgerechnet: Bei Zielpunkt war der Grundpreis bei vier Proben falsch berechnet.

  • Hin und wieder fehlt der Grundpreis bei einigen Waren: bei Edeka, Interspar, Merkur und Zielpunkt.

  • Kein einheitlicher Platz des Grundpreises am Preisschild: In drei Supermärkten - Adeg, Edeka, Merkur - steht der Grundpreis am Preisschild rechts unten, bei Interspar und Zielpunkt in der Mitte unterhalb des Produktpreises und bei Billa rechts oben.

  • Grundpreis ist immer kleiner geschrieben als der Produktpreis.


Die AK hat die Supermärkte informiert: Adeg plant als einziger eine größere Grundpreisauszeichnung. Interspar, Zielpunkt, Edeka und Merkur werden die Grundpreise kontrollieren und ergänzen. Die AK kündigt Nachkontrollen an.

Die AK verlangt folgende Verbesserungen bei der Preisauszeichnungs-Verordnung: einheitliche Berechnung des Grundpreises auf Basis des Produktpreises; bei z.B. in Öl gelegten Produkten eine einheitliche Regelung, ob der Grundpreis auf das Abtropf- oder Gesamtgewicht zu beziehen ist; identische Farbe und Platzierung, etwa rechts unten; gleiche Schriftgröße des Grund- und Produktpreises; Grundpreisauszeichnung auch bei Aktionspreisen; erweiterter Geltungsbereich (z.B. Haushaltspapierwaren); Verringerung der Ausnahmen.

Quelle: AK Wien

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