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Martinigänse : Qualität ist eine Frage der Haltung

Bevorzugen Sie Gänse aus heimischer Aufzucht!

09.11.2007

In der Zeit rund um den Martinitag (11.11.) steigt in Österreich traditionell der Konsum von Gänsefleisch deutlich an. Im Vorjahr wurden in Österreich etwa 400.000 Gänse verspeist. Rund die Hälfte davon zu Martini und Weihnachten. 80.000 Gänse kamen 2006 aus heimischen Betrieben, vorzugsweise aus dem Burgenland sowie aus Oberösterreich und Niederösterreich. 80 % des heimischen Bedarfes werden meist in tiefgefühlter Form überwiegend aus Ungarn importiert.

Die Gans ist das Attribut des Heiligen Martin. Der Legende nach sollte der Heilige Martin zum Bischof gewählt werden. Da er sich dieses Amtes unwürdig fühlte, versteckte er sich vor den ihn Suchenden mitten unter den Gänsen. Aber das Federvieh schnatterte so laut, dass Martin gefunden wurde und so doch noch zum Bischof geweiht werden konnte. Gedankt worden ist es den Gänsen nicht, dass sie auf den Heiligen Martin aufmerksam gemacht haben, denn der Gänsebraten ist zu einem der beliebtesten saisonalen Gerichte geworden.

Geflügel - ein besonders hochwertiges Lebensmittel

Geflügelfleisch ist ein wichtiger Lieferant von Vitaminen, Mineralstoffen und wertvollen Spurenelementen. Es verfügt über B-Vitamine (B12, B2, Niacin für optimalen Stoffwechsel und B6, das wichtig für den Eiweißstoffwechsel, das Nervensystem, Immunabwehr, Bildung des roten Blutfarbstoffes ist). Aber auch Eisen, Zink, Kalium und viele andere wichtige Spurenelemente sind enthalten. Zudem ist die Eiweißqualität von hoher biologischer Wertigkeit. Das heißt, der Mensch kann daraus besonders viel körpereigenes Eiweiß aufbauen. Darüber hinaus gilt auch heute noch ein starker Geflügelfond als wirksames Hausmittel bei grippalen Infekten.

Qualität ist eine Frage der Haltung

Heimischen Gänsen muss - laut Bundestierschutzgesetz - Auslauf ins Freie gewährt werden, reine Stallhaltung ist nicht erlaubt. Weiters ist bei heimischen Gänsen eine Haltung auf Stroh im Stall erforderlich. Eine Käfighaltung von Gänsen gab es in Österreich nie. Auch das Stopfen der Gänse zur Stopflebererzeugung ist gesetzlich verboten.

Heimische Gänse werden über 28 Wochen langsam großgezogen. Die Futterbasis ist Gras, Hafer und anderes Getreide. Diese hochwertige Fütterung macht sich meist erst bei der Zubereitung bemerkbar. Eine 4 kg schwere heimische Weidegans wiegt als Festtagsbraten noch immer rund 3,2 kg. Eine in zwölf Wochen schnell aufgezogene und damit auch viel fettere Gans verliert beim Braten Fett und es bleiben nur mehr 2,4 kg von 4 kg zum Verzehr.

Hände weg von Gänsestopfleber

Nicht zugreifen sollten Sie auf jeden Fall bei Gänsen aus Intensivmast und Gänsestopfleber, appellieren Tierschutzorganisationen. In Ungarn dürfen Gänse gestopft und lebend gerupft werden. Beim Stopfen der Gänse entsteht bei den Tieren eine Fettleber. Bei heutigen Stopfmethoden wird die Leber um das 10fache vergrößerst (1000g). Ein Kilo Stopfleber kostet 80 - 140 Euro. Den höchsten Preis zahlen allerdings die Tiere. Mehrmals am Tag müssen sie eine grausame Tortur über sich ergehen lassen: Ihnen wird ein großes Metallrohr in den Schlund bis zum Magen geschoben, durch das dann der Futterbrei direkt in den Magen "gestopft" wird. Durch das ständige Einschieben des Rohres werden regelmäßig Schnabel und Speiseröhre verletzt. Jedem Vogel werden täglich 1,2 Kilogramm gequollener und gesalzener Mais und Hafer in den Magen gepresst. Dies entspricht einen Fünftel des Körpergewichts der Gans. Ein Gummiband um den Schnabel verhindert das Erbrechen.

Quelle: AMA / aktion tier

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