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Werbeschmäh : Negative Kalorien gibt es nicht

Ernährungsexperten warnen vor Schlaraffenland-Theorie

Die Schlaraffenland-Theorie der "negativen Kalorien" verunsichert in zunehmendem Maß hilfesuchende KonsumentInnen in Sachen Gewichtsreduktion. Die Behauptung, dass beim Verzehr bestimmter Lebensmittel mehr Kalorien verbraucht als zugeführt werden, ist schlichtweg falsch. Diese Theorie der "negativen Kalorien" wäre zwar eine sehr verlockende – sie ist jedoch wissenschaftlich in keiner Weise belegbar. Der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) distanziert sich von der oft zitierten Behauptung, ErnährungswissenschafterInnen würden dieses Konzept entdeckt und erforscht haben.

Das Prinzip der "negativen Kalorien" geht fälschlicherweise davon aus, dass bei einer bestimmten Zusammenstellung des Speiseplanes, die Verdauung der zugeführten Lebensmittel mehr Kalorien verbrauche, als durch deren Aufnahme zugeführt wurden. Daher käme es zu einer Gewichtsreduktion ohne Einschränkung des Essverhaltens. Die tägliche Ernährung solle laut dieser Theorie von "fettverzehrenden Lebensmitteln" dominiert werden. Als Beispiele werden Artischocken, Spargel, rote Rübe, Mangold, Spinat, Karotten, Brokkoli, Karfiol, Kresse, Löwenzahn, Gewürze, Papaya, Ananas, Grapefruit, Mandarinen und vieles mehr genannt. Diese Lebensmittel würden demnach angeblich nur in Energie, nicht aber in Fett umgewandelt.

Beim Konzept der "negativen Kalorien" werden einige wenige wissenschaftlich richtige Erkenntnisse mit pseudowissenschaftlichem Unsinn gepaart, teilt der VEÖ mit. Negative Kalorien gibt es nicht. Kalorien sind definitionsgemäß ein Maß für den Energiegehalt eines Lebensmittels. Diese Energie wird entweder direkt verbraucht oder im Körper vorzugsweise als Depotfett gespeichert. Richtig ist, dass eiweißreiche Produkte bei der Verdauung etwas mehr Energie verbrauchen als fett- und kohlenhydratreiche Lebensmittel. Es ist jedoch aus physiologischer Sicht nicht möglich, dass die Verdauung eines Lebensmittels mehr Kalorien verbraucht, als es selbst enthält.

Die wissenschaftliche Erklärung der Energiebilanz ist durchaus banal: wird mehr Energie aufgenommen, als benötigt, kommt es zu einer Gewichtszunahme; ist der Energieverbrauch hingegen höher als die Energieaufnahme, führt dies zu einer Gewichtsreduktion. Beim Konzept der negativen Kalorien fällt auf, dass es sich bei der Liste der fettverzehrenden Lebensmittel" durchwegs um kalorien- und fettarme Produkte handelt. Wenn also - wie in diversen Werbeeinschaltungen empfohlen – ein Teil der Nahrung durch die angeführten Lebensmittel ersetzt wird, vermindert sich automatisch und zwangsläufig die Kalorienzufuhr und die erzielte Gewichtsreduktion ist dadurch erklärbar. Diese Betrachtungsweise relativiert die dargebotene Schlaraffenland-Theorie des Schlankwerdens drastisch: Die Kilos purzeln also nicht wegen der negativen Kalorien, sondern aufgrund der eingeschränkten Kalorienzufuhr.

Für eine sinnvolle und langfristige Gewichtsreduktion gilt:

Wer auf eine fettarme Zubereitung der Speisen achtet und den kritischen Blick für´s Fett täglich praktiziert, wird beim Abnehmen Erfolg haben. Eine vielseitige Mischkost, bei der pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte den Hauptanteil bilden, kombiniert mit regelmäßiger körperlicher Betätigung, sind wichtige Wegbegleiter zum Erfolg.

Quelle: VEÖ

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