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Wissenswertes rund ums Osterei

Ein gesunder Mensch verträgt das eine oder andere Ei mehr

02.04.2007

Färben, verstecken, pecken und verspeisen: Jedes Jahr durchlaufen in Österreich rund 50 Millionen Eier diese Prozedur. Wobei den einen oder die andere nach den Feiertagen vielleicht das schlechte Gewissen drückt, hat das Ei aufgrund seines hohen Cholesteringehaltes von durchschnittlich 250 mg doch einen schlechten Ruf erworben. Damit deckt ein Ei bzw. ein Eidotter bereits 80 Prozent der maximal empfohlenen täglichen Cholesterinzufuhr.

"Wer keinen erhöhten Cholesterinspiegel hat, kann zu Ostern auch mal das eine oder andere Ei mehr essen", beruhigt die Ernährungswissenschafterin Ingrid Kiefer, Leiterin des Kompetenzzentrums Ernährung und Prävention der AGES. Studien haben gezeigt, dass das aufgenommene Nahrungscholesterin beim gesunden Menschen, unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Rauchverhalten und Bewegung, keinen nennenswerten Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel hat. Langzeitstudien über acht bzw. 14 Jahre ergaben, dass der tägliche Konsum von Eiern bei gesunden Personen mit keinem erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen bzw. Schlaganfall einhergeht. Zudem wird vermutet, dass das im Ei enthaltene Lecithin die Aufnahme des Cholesterins vom Darm in den Körper zusätzlich hemmt. Dies könnte ein weiter Grund sein, warum sich regelmäßiger Eikonsum nicht auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Da ein gesunder Organismus mit einer einmaligen hohen Cholesterinzufuhr ohne Probleme fertig werden kann, sind ein bis zwei Eier täglich zu den Osterfeiertagen tolerierbar. "Generell wird jedoch ein Konsum von maximal drei Eiern pro Woche empfohlen", sagt Kiefer.

Wer besonders viele Ostereier konsumiert, sollte trotzdem auf eine ballaststoffreiche, fettarme Ernährung achten. Beispielsweise ist der traditionelle Osterschinken eine geeignete Alternative zu fettreichen Wurstsorten. Beim Ostermenü sind Gemüsesuppen, große Salatportionen und Desserts auf Basis von fettarmen Milchprodukten, wie z.B. Topfencremes, ideal und helfen mit, die Kalorien- und Fettzufuhr zu den Feiertagen im Rahmen zu halten.

Ostereier halten lange

Übrigens braucht man die Ostereier ja nicht alle zu den Feiertagen verspeisen. Denn sie halten recht lange, wie ein Versuch der AGES zeigt. Gekochte, gefärbte Eier bleiben bei Zimmertemperatur vier Wochen, bei Kühlschranktemperaturen sogarsechs Wochen lang haltbar und bakteriologisch unbedenklich. Voraussetzung dafür ist allerdings die Verwendung von frischen, einwandfreien Eiern als Ausgangsmaterial. Wie frisch ein rohes Ei ist erkennt man, indem man es in kaltes Wasser legt. Mit zunehmendem Alter nimmt die Dichte ab, da die Luftkammer im Ei während der Lagerung immer größer wird. Geht das Ei unter und bleibt flach auf dem Boden liegen, dann ist das Ei frisch. Etwas ältere Eier schweben im Wasser und sollten so bald wie möglich verarbeitet werden. Vorsicht ist geboten, wenn das Ei bereits oben auf schwimmt bzw. wenn die stumpfe Spitze aus dem Wasser ragt. In diesem Fall ist das Ei nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Eine blau-grüne Verfärbung an der Eiklar-Dotter-Grenze eines gekochten Eis ist übrigens kein Zeichen dafür, dass das Ei alt ist: Sie zeigt nur an, dass das Ei lange gekocht wurde. Dabei wird aus dem Dotter Eisen, aus dem Eiklar Schwefel frei. Diese reagieren miteinander zu Eisensulfid, wodurch der farbige Ring entsteht. Diese Färbung ist unbedenklich, das Ei kann ruhigen Gewissens gegessen werden. Bei gefärbt gekauften Eiern wird übrigens pro Ei nur rund ein Gramm Farbe aufgespritzt.

Eier sollten prinzipiell gut durchgegart werden

Damit verhindert man eine mögliche Infektion mit Salmonellen. Auf das Abschrecken der gekochten Eier sollte auch verzichtet werden: Dabei können aus dem kalten Wasser Bakterien in das Ei eindringen und einen frühzeitigen Verderb verursachen. Abgeschreckte Eier sollten daher innerhalb von zwei Tagen gegessen werden. Übrigens erreicht man durch das Abschrecken auch nicht, dass sich das Ei leichter schälen lässt: Das hängt vom Alter des Eis ab - je älter ein Ei, desto leichter lässt es sich schälen.

Quelle: AGES

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