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Kauf, Verzehr und Haltbarkeit der beliebten Ostereier

Tipps für die richtige Lagerung der Eier

13.04.2006

Bunte Ostereier haben dieser Tage wieder Hochsaison und werden nicht nur gerne gekauft und verschenkt, sondern auch gerne gegessen. Aber wie lange ist ein gekochtes Ei eigentlich haltbar, werden sich viele Menschen angesichts der zahlreichen gefärbten Eier fragen, die man plötzlich zu Hause hat. Die Antwort lautet: Sehr lange, wie ein Versuch der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, zeigt. "Gekochte, gefärbte Eier bleiben bei Zimmertemperatur vier Wochen, bei Kühlschranktemperaturen sogar sechs Wochen lang haltbar und bakteriologisch unbedenklich", sagt Karin Klinger vom Institut für Lebensmitteluntersuchung Wien. Voraussetzung dafür ist allerdings die Verwendung von frischen, einwandfreien Eiern als Ausgangsmaterial. Eine blau-grüne Verfärbung an der Eiklar-Dotter-Grenze eines gekochten Eis ist übrigens kein Zeichen dafür, dass das Ei alt ist: Sie zeigt nur an, dass das Ei lange gekocht wurde. Dabei wird aus den Eiweißen des Dotters Eisen, aus den Eiweißen des Eiklars Schwefel frei. Eisen und Schwefel reagieren miteinander zu Eisensulfid, wodurch der farbige Ring entsteht. "Diese Färbung ist unbedenklich, das Ei kann ruhigen Gewissens gegessen werden", sagt Klinger.

Sorgen um den Cholesterinspiegel braucht man sich wegen der Eier zu Ostern auch nicht machen. Obwohl das Hühnerei mit 250 Milligramm Cholesterin pro Ei relativ cholesterinreich ist, haben Studien gezeigt, dass das Cholesterin aus dem Hühnerei den Cholesterinspiegel nicht erhöht. Das gleichzeitig im Ei vorhandene Lecithin verhindert die komplette Aufnahme des Cholesterins. Es können daher über die Ostertage hinweg ohne Bedenken täglich ein oder zwei Hühnereier gegessen werden. Generell sollten jedoch nicht mehr als drei bis vier Eier pro Woche verzehrt werden. Wichtig ist es, Eier nicht zusätzlich, sondern statt fettreicher Wurst- und Käsesorten zu verzehren.

Das Hühnerei ist übrigens ein wichtiger Nährstofflieferant für den menschlichen Organismus. Es gehört zu den wertvollsten Lebensmitteln, da es sehr hochwertiges Eiweiß und alle essenziellen Aminosäuren liefert. Darüber hinaus enthält es Vitamin A, D, E, K, Folsäure und Biotin sowie Eisen und Zink.

Richtige Zubereitung

Eier sollten prinzipiell gut durchgegart werden. Damit verhindert man eine mögliche Infektion mit Salmonellen. Auf das Abschrecken der gekochten Eier sollte auch verzichtet werden: Dabei können aus dem kalten Wasser Bakterien in das Ei eindringen und einen frühzeitigen Verderb verursachen. Abgeschreckte Eier sollten daher innerhalb von zwei Tagen gegessen werden. "Übrigens erreicht man durch das Abschrecken auch nicht, dass sich das Ei leichter schälen lässt", räumt Klinger mit einem weit verbreiteten Irrtum auf. Das Schälverhalten hängt vom Alter des Eis ab - je älter ein Ei, desto leichter lässt es sich schälen.

Quelle: AGES


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