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Neues Buch: 100 Ernährungs-Mythen

Ist vegetarische Ernährung wirklich gesünder? Schadet Kuhmilch der Gesundheit und helfen Knoblauch-Präparate bei erhöhtem Blutdruck?


09.11.2016

Bildquelle: VKI
Halbwahrheiten und Gerüchte spielen bei kaum einem Gesundheitsthema eine größere Rolle als bei Ernährung und Nahrungsergänzung. Täglich werden wir im Internet, in den Zeitungen und im Fernsehen mit Ernährungsratschlägen, Behauptungen zu sogenannten Superfoods, Warnungen vor Nahrungsmittel-unverträglichkeiten oder scheinbar krankheitsvorbeugenden Vitaminpräparaten konfrontiert. Was daran tatsächlich stimmt, ist oft nur schwer zu überprüfen. Fundierte Antworten liefert ein neues Buch, für das Wissenschaftler von Medizin-transparent.at in Zusammenarbeit mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) hundert ernährungsbezogene Aussagen auf deren wissenschaftliche Stichhaltigkeit überprüft haben.

Mehr als zwei Millionen medizinische Artikel erscheinen pro Jahr neu, in mehr als 25.000 medizinischen Zeitschriften. Eine Datenbankrecherche zu Ernährungsthemen ergibt rund 1,4 Millionen Studien. Suchmaschinen im Internet liefern für das Stichwort "Gesunde Ernährung" 4 Millionen Treffer. Aus dieser Informationsflut das beste verfügbare Wissen herauszufiltern, ist für Ärzte und Patienten gleichzeitig Herausforderung und Chance. Unabhängige und wissenschaftlich gesicherte Fakten sind entscheidend für optimale gesundheitsrelevante Entscheidungen. Einer Europa-weiten, wissenschaftlichen Befragung zufolge haben 59 Prozent der österreichischen Bevölkerung große Schwierigkeiten zu beurteilen, ob Gesundheits-Informationen in den Medien vertrauenswürdig sind. 51 Prozent fällt es schwer, die Nährstoff-Angaben auf Lebensmittelverpackungen zu verstehen.

Medizin-transparent.at ist der erste Anbieter von Gesundheitsinformation in Österreich, der den strengen Güte- und Transparenzkriterien der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe "Gute Praxis Gesundheitsinformation" des Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin entspricht. In einer Nutzer-Befragung von 830 Personen gaben 95% der Plattform die Bestnote in Sachen Verständlichkeit.

Wie die Internet-Plattform bietet auch das neue Buch "100 Ernährungs-Mythen" leicht verständliche Gesundheitsinformationen, die zugleich streng wissenschaftlich geprüft, objektiv und frei von wirtschaftlichen Interessen sind. Wer beispielsweise davon ausgeht, dass die Einnahme von oft teuren Multivitaminpräparaten einen lebensverlängernden Effekt hat, kann dort nachlesen, dass bisher veröffentlichte Studien diese Wirkung klar widerlegen. Vielmehr könnte die regelmäßige Einnahme von Betacarotin und möglicherweise auch Vitamin E die Lebenswartung sogar senken. Einzig Vitamin D könnte bei älteren Menschen eine positive Wirkung zeigen. Laut Überlieferungen sollten Milchprodukte im Alter den Knochenbau stärken. Der Faktencheck zeigt jedoch: Wer 40 Jahre oder älter ist und viele Milchprodukte zu sich nimmt, scheint dadurch sein Risiko für altersbedingte Knochenbrüche nicht verringern zu können.

Gesundheitsbezogene Aussagen dürfen von Unternehmen in der Werbung für Lebensmittel zwar nur mehr unter bestimmten Voraussetzungen verwendet werden (z.B. "Vitamin C trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei"). "Nichtsdestotrotz kommt es aber immer wieder zu Mythenbildung über vermeintliche Wirkungen von Lebensmitteln. Das zeigen auch Anfragen von Konsumenten, die wir im Zuge unserer Tests und über unsere Plattform www.lebensmittel-check.at erhalten", erläutert Mag. Dr. Rainer Spenger, Geschäftsführer des VKI.

Das Buch "100 Ernährungs-Mythen" ist im Buchhandel und beim VKI unter 01/588 774 erhältlich bzw. kann online unter www.konsument.at/ernaehrungsmythen bestellt werden.

Quelle: VKI

 
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