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Rotwein und seine gesunde Wirkung

Allerdings gilt auch hier: weniger ist mehr!

07.10.2008

Trauben gehören zu den ältesten Früchten der Welt. Laut Forschungen existieren wilde Weintrauben schon seit ca. 65 Millionen Jahren. Durch klimatische Wechselwirkungen, wie der Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren, wurde deren Verbreitung auf Gebiete des Kaspischen Meeres reduziert. Die erste Kultivierung der Trauben geht auf die Zeit der Antike 7000 v.Chr. in Mesopotamien zurück und wurde ca. 3000 v. Chr. von den Ägyptern weiterentwickelt. Die Griechen haben den Wein schliesslich ins allgemeine menschliche Leben integriert und den Römern haben wir die Verbreitung vor ca. 2000 Jahren in die Türkei, nach Italien, Spanien und Frankreich zu verdanken.

In Zeiten kontaminierten Grundwassers waren alkoholische Getränke, wie Wein und Bier im Westen (allerdings stark verdünnt) sowie der Tee im Osten, die Hauptgetränke unserer Vorfahren. Doch der Wein galt nicht nur als Genussmittel, denn seine heilende Wirkung war schon zu Zeiten Hippokrates bekannt und wurde von ihm bei verschiedenen Kranheitsbildern emfpohlen. In den Aufzeichnungen der ersten Medizinschule Europas bei Neapel (10. Jhd.) sowie später der Universität von Montpellier (1221) wird erwähnt, dass "der reine Wein eine Vielzahl von Vorzügen hat (...) und im Leben eine kräftige Gesundheit verleiht (...) trinkt wenig davon, aber dieser soll gut sein".

Bis ins 19. Jhd. erhielt der Wein eine ständig steigende Bedeutung in seiner medizinischen Anwendung. Ende des 20. Jhd. vertiefte sich die Forschung und begründete durch eine empirische Studie die Annahme, dass der Konsum von Rotwein gesund sei. Die Franzosen, die bekanntlich einen hohen Rotweinkonsum haben, weisen eine geringere Sterblichkeitsrate bei Herzpatienten auf, als alle anderen Länder mit gleichen Risikofaktoren für Herz-und Gefäßerkrankungen und verlgeichbaren Essgewohnheiten.

Was spielt sich also im Körper beim Weinkonsum ab?

Durch das Ethanol wird der gute Cholesterinwert HDL erhöht, dies schützt uns vor Herz-und Gefäßerkrankungen. Die Blutplättchen häufen sich nicht mehr so stark, wodurch das Blut weniger verklumpt. Allerdings ist die Menge des Alkohols entscheident, denn ein zuviel davon schädigt die Zellen und sorgt für weitere Krankheiten. Es gilt, wie immer, "weniger ist mehr".

Empfohlen ist für Frauen im allgemeinen ein täglicher Konsum von einem Glas Wein 0,125 l (wobei man auch Quellen finden kann, die 0,2 l Wein täglich anraten). Bei Männern liegt der Richtwert bei 0,25 l Wein. Nun sind das Richtwerte. Nun ist das Geniessen von Wein aber nicht nur streng an Mengeneinheiten gebunden, sondern unterliegt einem weiteren Einfluss von körperlichem und geistigem Wohlbefinden. Ein gutes Glas Rotwein kann schon zu einem besonderen Wohlbefinden führen.

Rotwein ein sehr komplexes Getränk. Durch den langen Gärungsprozess der Trauben bei der Herstellung zum Wein, werden Unmengen von Molekülen in ihrer Struktur verändert und andere, wie die sogenannnten Polyphenole freigesetzt. Die Polyphenole stecken ursprünglich in der Traubenhaut und in den Kernen und werden durch die Maischegärung extrahiert. Je länger der Gärungsprozess andauert, desto mehr Polyphenole werden befreit. Nebenbei werden bei der Herstellung von Weisswein nur wenige dieser Stoffe freigesetzt, da der Gärungsprozess meist ohne Schale und Kerne stattfindet.

Die größte Bedeutung gilt nach heutigem Wissenstand dem Polyphenol Resveratrol, einem pflanzlichen Hormon. Die Reben selbst produzieren dieses Resveratrol, um ihren Abwehrmechanismus gegen Krankheiten oder negative Umweltbedingungen zu stärken. Im Prinzip nimmt der menschliche Körper durch das Trinken von Rotwein, in moderaten Mengen, diesen Stoff in sich auf und erhält dadurch auch einen Schutz. Man weiss ja, dass je älter die Rebstöcke sind, umso entwickelter deren Abwehrmechanismen funktionieren.

Bei Rebstöcken mit einem Alter von 50 oder 100 Jahren ist eine chemische Versorgung so gut wie unnötig, wenn der Winzer das möchte. Die Reben haben derart tiefe Wurzeln, dass sie sich mit ausreichenden Mineralien selbst versorgen können und über die vielen vielen Jahre bereits selbst Abwehrmechanismen gegenüber den meisten Umweltveränderungen entwickelt haben.

Es gibt eine Tendenz, dass der Körper durch die Aufnahme von Resveratrol die Lebensdauer der Zellen verlängert, denn dadurch wird im Prinzip eine diätische Ernährung imitiert. Eine kalorienreduzierte Ernährung ist das beste Mittel zur Verlängerung der Lebensdauer von Organismen. Dies hängt mit der Aktivierung spezieller Proteine zusammen, die den Zellen genug Zeit geben eine DNS-Schädigung verursacht durch Alterungsprozessen zu reparieren. Bei einzelligen Organismen und Würmern wurde das Phänomen bereits beobachet.

Resveratrol ist aber nur eines von vielen gesundheitsfördernden Polyphenolen. Weintrauben oder deren Saft (durch andere Wirkstoffe sehr gesund) enthalten bedeutend weniger Resveratrole, wie Rotwein. Dies liegt daran, dass diese während der Maischegärung unter Sauerstoffausschluss chemisch abgespalten werden.
Resveratrol ist auch der Hauptwirkstoff des japanischen Knöterichs, der in Asien seit tausenden von Jahren bei Herz-und Gefäßerkrankungen eingesetzt wird. So haben wir Menschen also instinktiv in zwei entgegengesetzten Himmelsrichtungen letztendlich die gleichen Heilpflanzen entdeckt.

Es besteht zudem die Annahme, dass Rotweintrinker Genussmenschen seien, da in südlichen Ländern, in denen Rotwein getrunken wird, sich der Speiseplan gewöhnlich aus Olivenöl, Früchten und reichlich Gemüse und wenig Fleisch zusammensetzt. Das sind alles Lebensmittel, die an sich schon einen gesunden Lebensstil beschreiben. Man kann also gut resümieren, dass die Sympiose zwischen moderatem Rotweinkonsum und gesunden Nahrungsmitteln, die gesundheitsfördernde Wirkung von Rotwein am meisten fördert.

Quelle: entrevinos.de

 

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