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VKI kritisiert Farbstoffe in Oster-Süßigkeiten

"Konsument" rät Eltern, auf die Zutatenliste zu achten

19.03.2008


Kindersüßigkeiten sollten möglichst frei von Zusatzstoffen sein.Schon im Vorjahr hat konsument.at über etliche Naschereien berichtet, die Kinder gerne mögen und die bestimmte verdächtige Farbstoffe enthielten. Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes waren die "Konsument"-Tester wieder einkaufen und haben gezielt nach Süßigkeiten mit folgenden Farbstoffen gesucht: Azo-Farbstoffe Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot A (E 124) sowie den künstlichen Farbstoff Chinolingelb (E 104). Ernüchterndes Ergebnis der Einkaufstour: Zahlreiche Hersteller von süßen Osterprodukten verwenden sie noch immer. Die Palette reicht von den bunten Knuspereiern von "Haribo" über Schaum-Henderln von "Manner" bis hin zu Schoko-Bananen-Eiern von "Casali".

Es geht nicht darum, den kleinen Schleckermäulern die Freude am Naschen in Maßen zu verderben. Allerdings: Der Konsum bestimmter Zusatzstoffe in größeren Mengen ist für Kinder möglicherweise nicht ganz unbedenklich. Die britische Food Standards Agency (FSA) weist schon seit längerem darauf hin, dass diese fünf Farbstoffe mitverantwortlich für hyperaktives Verhalten bei Kindern sein können. Der Verzicht auf Produkte mit derartigen Zusatzstoffen ist daher eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. "Wer für das Osternest nach Süßem sucht, tut gut daran, einen Blick auf die Zutatenliste auf der Verpackung zu werfen. Grellgefärbtes Zuckerzeug sollte vorsichtshalber nicht ins Osterkörberl für die Kleinsten kommen", rät "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Hersteller müssen beim Verwenden von Zusatzstoffen nachweisen, dass eine technologische Notwendigkeit dafür besteht. Kommt bei einem leicht verderblichen Produkt ein Konservierungsmittel zum Einsatz, so kann das durchaus in Ordnung sein. Dass Schokoeier grellgelb oder Geleehenderln leuchtend rot und in exakten Farbnuancen gefärbt sein müssen, dafür gibt es keinen dringenden Bedarf. Das Färben mit pflanzlichen Auszügen wäre eine sinnvolle Alternative. Dass es möglich ist, zeigt Dänemark: Dort kommt etwa "Haribo" ganz ohne diese fünf Farbstoffe aus.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt auf www.konsument.at.

Quelle: VKI

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