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Tramezzini im Test : Viel Salz im Snack

Oft nur Toastbrot statt echtem Tramezzinibrot

23.05.2008


Sie stammen ursprünglich aus Venetien und haben sich in den letzten Jahren auch in Österreichs Verkaufsregalen eingebürgert: die Tramezzini. Sie sind insbesondere in der warmen Jahreszeit beliebt - und schnell verderblich. "Konsument" hat elf Tramezzini mit Schinken-Käse-Füllung oder möglichst Ähnlichem getestet und eine unangenehme Überraschung erlebt: Eine Probe enthielt so große Mengen an Fäkalkeimen, dass sie für den Verzehr ungeeignet war. Der Großteil der Proben war aber mikrobiologisch einwandfrei. Fünf Produkte waren insgesamt "gut".

Eingekauft wurde in Bäckereien, Supermärkten und bei einem Imbissstand. Genau genommen war dabei nicht jedes "Tramezzini" auch tatsächlich eines. Besonders in Supermärkten erhält man statt dem feinporigen, rindenlosen Tramezzinibrot oft Toastbrot."Fres Co", die Bäckereien und "Imbiss Kangal" verwenden hingegen - wie es sein sollte - Tramezzinibrot. Letztendlich ist es aber Geschmackssache, für welche Variante man sich entscheidet. Keinen Spielraum für Diskussionen gibt es dagegen bei der Keimbelastung. Bis auf zwei Proben waren alle Tramezzini mikrobiologisch einwandfrei.

Leider enthalten die meisten Tramezzini zu viel Salz und Fett, dazu sind sie oft noch reich an gesättigten Fettsäuren. "Vom leichten Snack für Zwischendurch kann kein Rede sein", schlussfolgert daher "Konsument"-Ernährungsexpertin Birgit Beck. "Die Mayonnaise, der Käse oder auch die Wurst, die in etlichen Tramezzini-Sorten reichlich stecken, machen gesamt schon eine ganz schön deftige Zwischenmahlzeit."

Die beiden besten Tramezzini im Test kommen von "Ströck" und "Felber". Letzterer war aber mit 1,67 Euro/100g zugleich der teuerste. Die billigsten und zugleich üppigsten Tramezzini gibt es bei "Hofer" ("Gourmet Küche") - mit 0,84 Euro pro 100g und knapp 240 Kalorien pro Portion.

Abschließender Tipp der Ernährungswissenschaftlerin: "Tramezzini möglichst frisch verspeisen und nicht bis zum Ende der Mindesthaltbarkeit warten, da die Lagerbedingungen nicht immer optimal sind."

Die Testergebnisse finden Sie in der Juni-Ausgabe 2008 der Zeitschrift "Konsument" sowie auf der Konsument-Webseite.

Quelle: VKI

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