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20 Jahre Erziehung ohne Gewalt

Kinder erziehen ist schön, kann aber auch ganz schön schwierig sein.


06.07.2009

Vor 20 Jahren wurde erstmals per Gesetz festgeschrieben, dass die Anwendung von Gewalt und die Zufügung körperlichen oder seelischen Leides in der Erziehung unzulässig sind. Seither ist die umgangssprachlich verharmlosende "G'sunde Watschn" auch gesetzlich verboten und das Züchtigungsrecht der Eltern hat ausgedient.

Gewalt hat in all ihren Formen immer schädliche Auswirkungen auf ein Kind. Körperliche oder seelische Gewalt, sexueller Missbrauch oder Vernachlässigung hinterlassen Spuren in der Kinderseele, mit denen Betroffene oft ihr Leben lang kämpfen. Besonders in der Erziehung der eigenen Kinder, wird dann auf Erlebnisse und Erfahrungen aus der eigenen (gewaltvollen) Kindheit zurückgegriffen und so ein Teufelskreis in Gang gesetzt.

"Kinder brauchen Wertschätzung, Ermutigung, Lob und Eltern als positive Vorbilder. Ohrfeigen, Missachtung, Liebesentzug oder Gleichgültigkeit haben in der Erziehung keinen Platz", appelliert der Wiener Kinder- und Jugendstadtrat Christian Oxonitsch, der auf die präventiven Angebote der MAG ELF in Wien hinweist: "In acht Eltern-Kind-Zentren stehen multiprofessionelle Teams zur Verfügung, die Eltern auf ihre Aufgabe vorbereiten, in Erziehungs- oder Partnerschaftsfragen beraten und durch Krisen begleiten." 

Die meisten Eltern wollen das Beste für ihre Kinder und gute Eltern sein. Dennoch sind sie vor Stresssituationen nicht gefeit, besonders dann, wenn viele Sorgen und Probleme zusammenkommen und sie an ihre Grenzen geraten. Das Wiener Amt für Jugend und Familie hat im Vorjahr rund 11.000 mal abgeklärt, ob ein Kind in seiner Familie gefährdet ist. Mit viel Fachwissen und Engagement werden die Eltern von SozialarbeiterInnen in ihrer Erziehungsarbeit unterstützt und so konnten rund 6000 Kinder in ihren Familien bleiben. Wenn jedoch das Wohl eines Kindes in seiner Familie nicht gewährleistet ist, wird es zu seinem Schutz vorübergehend oder auch längerfristig aus der Familie genommen. Auch hier lautet das Ziel, dass Eltern einen gewaltfreien Umgang mit ihren Kindern erlernen, sodass ein Zusammenleben wieder möglich wird.

Es gibt immer einen Ausweg: Oft gelingt es im Gespräch mit fachkundigen BeraterInnen, neue Wege zur Problemlösung zu entdecken und weiter zu entwickeln, um ohne Gewalt in der Erziehung auszukommen. Die Servicestelle der MAG ELF steht unter Tel. (01) 4000/8011 als Ansprechpartner und Wegweiser durch die vielfältigen Angebote der MAG ELF zur Verfügung.

Quelle: ots

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