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Studie : Kinder und ihr Handy

Ergebnisse der jährlichen Kinderstudie zur Handynutzung der 6- bis 14-Jährigen

13.11.2008


Handys haben in den Händen der Kinder viele Funktionen. Während Eltern den Sicherheits- und Kontrollaspekt eines Mobiltelefons schätzen, sehen Heranwachsende das Handy als Statussymbol, mit dem sich die Freizeit gut gestalten lässt. Die Kids-Studie rund ums Handy von mobilkom austria, die im Rahmen der jährlichen Kinderstudie des Instituts market unter 505 Kindern in Österreich durchgeführt wurde, gibt einen umfassenden Einblick in das Nutzungsverhalten der Kinder. Die wichtigsten Ergebnisse zur Handynutzung der 6- bis 14-Jährigen wurden jetzt im Rahmen der Veranstaltung ROUNDABOUT KIDS präsentiert. 

"Kinder bekommen aus vielerlei Gründen ein Handy", weiß Mag. Elisabeth Mattes, Unternehmenssprecherin mobilkom austria und Initiatorin der seit 2003 laufenden Veranstaltungsreihe ROUNDABOUT KIDS. "Moderne Technologien wie die Mobiltelefonie sind für die heranwachsende Generation eine Selbstverständlichkeit. Kinder werden mit dem Handy groß. 56 % der 6- bis 14-Jährigen besitzen ein eigenes Handy. Unsere Verantwortung gegenüber diesen jungen Handy-Nutzern nehmen wir sehr ernst. Aufklärung - auch wenn es um heikle Themen geht - ist uns dabei besonders wichtig." Mit der Untersuchung des Handy-Nutzungsverhaltens von Kindern wird in Erfahrung gebracht, wie die Kids mit dem Handy umgehen, welchen Stellenwert es in ihrem Leben hat, und auch, welche Probleme sich rund um das Handy auftun.

Gut ein Drittel der befragten 6- bis 14-Jährigen Handybesitzer hat das Handy immer dabei. Weitere 42 % nehmen ihr Mobiltelefon fast immer mit. Im Bundesländervergleich fällt die besondere Erreichbarkeit der Wiener Kinder auf: Jedes zweite 6- bis 14-jährige Kind in der Bundeshauptstadt verlässt das Haus nur mit Mobiltelefon. Die Kosten, die ein Handy verursacht, werden zu 84 % von den Eltern getragen. Die Kinder haben ihre Handykosten überwiegend im Griff: 7 von 10 jungen Handybesitzern geben an, noch nie Schwierigkeiten wegen zu hoher Handyrechnungen bekommen zu haben.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden etliche Probleme mit dem Handy in der Schule entschärft. Fast alle Schüler schalten das Gerät während der Schule ganz aus oder stellen zumindest auf lautlos. Rund die Hälfte der Kinder berichtet, dass das Handy vom Lehrer weggenommen wird, wenn es im Unterricht läutet, vibriert oder wenn SMS geschrieben werden. Mädchen verstoßen häufiger gegen die Handyregeln als Buben. Mit Sicherheit nicht erlaubt ist das Schummeln mit dem Handy. 37 % der Kinder, die ein Handy besitzen, kennen aber jemanden, der mit dem Handy geschummelt hat. 18 % geben an, das Handy selbst schon als unerlaubtes Hilfsmittel genutzt zu haben. Kurzmittelungen sind beliebt: 52 % der befragten Kinder, die ein eigenes Handy besitzen, schicken bis zu fünf SMS pro Tag. 13 % versenden mehr als zehn. 15 % lesen und schreiben SMS auch während des Unterrichts. Deutlich über dem Schnitt liegt Oberösterreich: Hier tippen 38 % während dem Unterricht in ihr Handy.

Wie schon 2007 wurden auch in der aktuellen Kinderstudie die Erfahrungen mit Gewaltvideos erhoben. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 2 % mehr Kinder in Berührung mit solchen Videos. 17 % der befragten Kinder wissen um Situationen, wo Schüler von anderen Mitschülern verprügelt und dabei mit dem Handy gefilmt wurden. Ein Gewaltvideo auf das eigene Handy haben 6 % der Kinder bereits bekommen. Jeder Zehnte hat sogar schon selbst solche Szenen beobachtet, ebenso viele haben Gewaltvideos am Handy von Freunden gesehen. Opfer einer Attacke wurden 3 % der Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Um Fehlverhalten aufzuzeigen, werden auch Lehrer von Schülern gefilmt. 28 % der 13- bis 14-Jährigen wissen von solchen Situationen. Erschreckend ist, dass fast die Hälfte der gezeigten Personen Mitschüler, Bekannte aus anderen Klassen oder Lehrer sind.

Die Mehrheit der befragten Kinder bekommt das Handy geschenkt. Oft erhalten Kinder Mobiltelefone aber auch zur Belohnung für gute Noten: 24 % der Mädchen und 11 % der Buben geben an, dass sie ihr Handy für ihre gute Leistung bekommen haben. 5 % haben ihr derzeitiges Handy vom eigenen Taschengeld bezahlt. 78 % der befragten Kinder erhalten Taschengeld. Der Durchschnittsbetrag liegt bei 27,80 Euro im Monat und damit um knapp 1,50 Euro höher als 2007.

Fragt man Eltern, ab wann Kinder frühestens ein eigenes Handy bekommen sollen, so geben sie im Durchschnitt ein Alter von 10,5 Jahren an. Die jungen Handybesitzer rufen am häufigsten ihre Eltern und Freunde an. Jedes zweite Kind im Volksschulalter gibt an, dass es die Eltern am häufigsten anruft. Unterschiede gibt es bezüglich des Alters - für die älteren Kinder und Jugendlichen ersetzen die Freunde die Eltern als wichtigste Gesprächspartner.

Quelle: ots


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