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Schulkinder : Verhalten im Straßenverkehr üben

Tipps für Autofahrer und Eltern

03.08.2009


Stolz strahlende Gesichter, bunte Schultüten und orange Baseballkappen - daran werden auch diesen Herbst wieder zehntausende Erstklässler zu erkennen sein. Der Einstieg in die Lernwelt geht für viele der Kleinen aber auch mit ersten eigenen Schritten im Straßenverkehr einher. Und wer den Schulweg allein bestreiten kann, möchte oft auch in der Freizeit ohne elterliche Begleitung zur Freundin oder zum nahegelegenen Fußballplatz gehen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Straßenverkehr ist besonders für Kinder und Jugendliche sehr gefährlich.

Die besondere Gefährdung von Kindern im Straßenverkehr hat viele Gründe. Zum einen nehmen die Kleinen den Verkehr anders wahr als Erwachsene und unterschätzen die Geschwindigkeit und Entfernung herannahender Fahrzeuge. Zum anderen können sie die Gefahr und Komplexität vieler Verkehrssituationen, etwa an Kreuzungen, noch nicht richtig einschätzen. Gleichzeitig ist ihre Reaktionszeit wesentlich länger als die von Erwachsenen. Bei Erstklässlern kommen auch die körperlichen Voraussetzungen erschwerend hinzu: Durch ihre geringe Körpergröße sind sie für Autofahrer schlechter zu sehen und benötigen mehr Zeit für das Überqueren einer Straße. Kinder sind zudem schnell abgelenkt und gedanklich mit anderen Dingen beschäftigt, etwa der schlechten Note im Diktat oder dem bevorstehenden Klassenausflug. Sie nehmen Autos manchmal sogar als freundliche Lebewesen wahr und ihre Scheinwerfer als Augen - mit dem gefährlichen Trugschluss, das Fahrzeug könne sie sehen und werde schon anhalten.

Trotz aller Gefahren ist es wichtig, dass Kinder lernen, den Weg zur Schule oder zu Freunden selbst zu bewältigen. Denn jeder selbst gemeisterte Weg bringt wichtige Erfahrungen mit sich und schult das eigene Verkehrsverhalten. Um Gefahren vorzubeugen, sollten Eltern bereits vor der Einschulung mit ihren Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben. Dazu einige Tipps:

Von Seiten der Eltern:

  • Eltern und Geschwister sind wichtige Vorbilder - das gilt auch für das Verhalten im Straßenverkehr. Daher im Beisein von Kindern immer besonders auf das eigene Verhalten achten und jeden Schritt erklären.

  • Eltern sollten sich Zeit nehmen, um Kinder auf die Gefahren der Straße aufmerksam zu machen. Die ersten Male gemeinsam den Schulweg abgehen und kindgerecht erklären, worauf der Nachwuchs achten soll.

  • Spielerischer und kindgerechter Umgang mit Verkehrserziehung: Entsprechende Kinderlieder und Geschichten sind besonders einprägsam.

  • Bei Dunkelheit oder Regen Kleidung in hellen Farben bevorzugen. Im Winter zusätzliche Reflektoren an der Jacke anbringen. Beim Kauf der Schultasche auf Sicherheitsmerkmale wie fluoreszierendes und reflektierendes Material achten.

  • Ältere Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren dürfen, sollten immer einen Helm tragen. Beim Kauf des Helms auf ein Prüfzeichen des TÜVs achten und sich bei der richtigen Größe beraten lassen.


Von Seiten der Autofahrer:

  • Gezügeltes Tempo und besondere Aufmerksamkeit in der Nähe von Schulen! Aber auch an Baustellen, die den Gehweg verengen, im Stadtgebiet und hinter parkenden Autos gilt besondere Vorsicht.

  • Da Kinder oft unvorhersehbar handeln, sollten Autofahrer vorausschauend fahren und ihnen an Zebrastreifen und auf Gehwegen besonderes Augenmerk schenken.

  • Schritttempo und besondere Vorsicht hinter Schulbussen, da Kinder zum Teil über die Straße laufen ohne sich umzusehen.

  • Bei Regenwetter schlechte Sichtverhältnisse und verlängerten Bremsweg einkalkulieren und nur in angemessenem Tempo fahren.

  • Kinder müssen im Auto immer angeschnallt werden. Unter zwölf Jahren müssen sie im Auto hinten sitzen.

Quelle: pts


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