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Nachhilfestunden : Kosten stark gestiegen

Durchschnittlich 22 Euro pro Stunde - Die AK rät, Preise und Leistungen zu vergleichen.

05/2009


Probleme in Englisch oder Mathe? Drohen schlechte Noten im Zeugnis, muss für private Nachhilfe tief in die Geldtasche gegriffen werden. Durchschnittlich 22 Euro kostet eine Stunde privat Lernen. Das heißt für Eltern, dass sie heuer um fast ein Fünftel mehr drauflegen als noch im Vorjahr. Private Nachhilfe geht ins Geld - Eltern geben dafür rund 140 Millionen Euro im Jahr aus. Das zeigt ein AK Test bei 77 privaten Anbietern und 27 Lerninstituten in Wien.

"Für private Nachhilfe zahlen Eltern heuer zwischen zwölf und 33 Euro, das ist um 18 Prozent mehr als im Vorjahr", sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. So verlangen private Nachhilfelehrer für Deutsch, Englisch oder Französisch zwölf bis 33 Euro (plus 20 Prozent zu 2008), für Mathematik oder Rechnungswesen 14 bis 33 Euro (um 13 Prozent teurer als noch 2008).

Im Lerninstitut ist der Nachhilfe-Einzelunterricht noch kostspieliger - im Durchschnitt 30 Euro für eine Stunde Lernen, in der Gruppe durchschnittlich 18 Euro pro Stunde. "Die Preise für den Einzelunterricht sind zu 2008 gleich geblieben", so Delapina. Eine Stunde kostet zwölf bis 49 Euro. Für den Gruppenunterricht sind die Preise gegenüber 2008 um 14 Prozent gestiegen. Lerninstitute verrechnen für eine Stunde Lernen in der Gruppe fast sechs bis 28 Euro. "Die großen Preisunterschiede sind zum Teil durch die Anzahl der Unterrichtseinheiten und Bindungsfristen erklärbar", sagt Delapina. "Je mehr Nachhilfe-Einheiten gekauft werden, desto billiger wird meist der Preis pro Stunde."

Tipps der AK Konsumentenschützer:

  • Fragen Sie Freunde oder Bekannte nach guten Erfahrungen mit Nachhilfelehrern. Erkundigen Sie sich jedenfalls nach ihren Qualifikationen.

  • Informieren Sie sich bei Nachhilfe-Instituten, ob es eine Bindungsfrist gibt. Einige Institute bieten nur dann günstige Preise an, wenn Sie sich ein oder zwei Jahre binden. Überlegen Sie, ob Ihr Kind wirklich so lange Nachhilfe benötigt.

  • Verhandeln Sie mit dem Lerninstitut oder dem Lehrer über den Preis, wenn sie auf jeden Cent schauen müssen.

  • Kurse mit einer größeren Anzahl an Unterrichtseinheiten sind meist günstiger. Preisvergleiche lohnen sich, da es auch gute Angebote mit wenigen Unterrichtseinheiten gibt.

  • Achten Sie beim Preisvergleich auf die Dauer der Unterrichtseinheiten. Eine Unterrichtseinheit hat nicht immer 60 Minuten.

  • Fragen Sie beim Gruppenunterricht nach der Anzahl der Schüler in der Gruppe. Je weniger Schüler pro Gruppe, desto besser ist meist der Lernerfolg. Ermitteln Sie auch das Alter der Schüler in der Gruppe. Der Lernerfolg ist meist schlechter, wenn das Alter oder die Lernstufe zu unterschiedlich sind.

  • Vereinbaren Sie einzelne Probestunden, bevor Sie ihr Kind längere Zeit in einen Kurs geben. Nur wenn sich das Kind wohl fühlt, sind gute Ergebnisse zu erwarten. Manche Institute bieten Gratis-Probestunden an.


Alarmierend ist, dass laut Sora-Umfrage für die Arbeiterkammer sogar in der Volksschule bereits sechs Prozent der befragten Eltern für Nachhilfe zahlen müssen. In der Hauptschule sind es 15 Prozent, in der AHS-Unterstufe 28 Prozent. Zusätzlich sind immer mehr Eltern unfreiwillige Nachhilfelehrer: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) muss täglich ihren Kindern bei den Hausübungen helfen. Ein weiteres Viertel (25 Prozent) leistet mehrmals oder zumindest einmal in der Woche unfreiwillig Nachhilfe fürs Kind.

Was die Eltern zu Ausgaben für Nachhilfe zwingt und zu unfreiwilligen NachhilfelehrerInnen macht, ist das Halbtagsschulsystem in Österreich. Nur für ein Viertel der Volksschulkinder gibt es Nachmittagsbetreuung. Vor dem Hintergrund des Mangels an ganztägigen Schulen sagen zwei Drittel der Eltern: Sie wünschen sich flächendeckende Nachmittagsbetreuung für Schulkinder, damit Beruf und Familie vereinbar sind.

"Die Halbtagsschule ist ein Auslaufmodell", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Vor allem ergab der letzte PISA-Schulvergleich: Die erfolgreichsten Länder mit großer Spitzengruppe in Mathematik und Lesen kombinieren gemeinsamen Unterricht mit ganztägiger Schule.

Quelle: ots

 

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