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Schulbuffet : Angebote im Test

Umfangreich, aber nicht gesund

19.09.2009


Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke, wenige Vollkornprodukte, Gemüse höchstens als Garnitur und Äpfel als einziges Obst. Eine Erhebung der Arbeiterkammer an NÖ Schulen hat ergeben: Das Angebot der Schulbuffets ist umfangreich, aber nicht gesund. Viele Jausen sind vor allem Dickmacher. "Den Jugendlichen muss der Griff zur gesunden Jause erleichtert werden", sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder und fordert  Alternativen zu Wurstsemmel & Co.

Die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen ist in den letzten fünf Jahren rapide gestiegen. 18 Prozent der 10 bis 15-Jährigen sind bereits übergewichtig. Bei den 6 bis 10-Jährigen sind es sogar 20 Prozent. Oftmals wissen Kinder und Jugendliche, welches Essen gesund ist, doch können sie das Gelernte im Alltag nicht anwenden. Dabei kann gerade die Schule vieles zur Verbesserung der Ernährung beigetragen. Zum Beispiel mit einer gesunden Schuljause.

Die NÖ Arbeiterkammer ließ mittels eines Fragebogens erheben, was in den Schulen zur Jause angeboten wird. Darüber hinaus wurden 131 Schülerinnen und Schüler befragt. Zusammen geben sie einen Einblick in das Angebot der Pausenverpflegung und in das Jausenverhalten der 10 bis 15-Jährigen. Fazit der Erhebung: Die meisten Schulbuffets sind verbesserungswürdig.

  • Bei Brot und Gebäck werden Vollkornprodukte wie Kornweckerl, Grahamweckerl, Müslistangerl, Biobrot mit Körner, etc. angeboten, aber die Weißmehlprodukte machen den Hauptteil des Angebots aus.
  • Was auf das Brot und Gebäck drauf kommt, ist meistens ein Klassiker. Der häufigste Belag ist die Extrawurst. Schinken findet sich so gut wie nie.
  • Gemüse ist - wenn überhaupt vorhanden - vorrangig als Garnitur. Nur an zwei der befragten Schulen gab es Weckerln, die mit Gemüse belegt sind.
  • Obst wird in Form von Äpfeln angeboten, manchmal sind auch Bananen und Birnen dabei. Fast die Hälfte der Schulen bietet kein Obst an. Bei den übrigen springt das Obstangebot nicht immer sofort ins Auge.
  • Müsli findet sich nur in Form von Müsliriegeln, die jedoch wegen des hohen Zuckergehalts zu den Süßigkeiten zu zählen sind.
  • Milchprodukte (Milch, Kakao, Joghurt, Topfencreme) werden zum Teil schlecht sichtbar angeboten. Es gibt auch oft keine Auswahl.
  • Bei Süßigkeiten und Knabbereien gibt es die größte Vielfalt und Auswahl. Hauptsächlich werden hochkalorische Süßigkeiten mit niedriger Energiedichte angeboten.
  • Der Getränkeverkauf erfolgt meistens über Automaten und hier werden vor allem Limonaden, Fruchtnektare, Dicksäfte, Energydrinks und Colagetränke angeboten. Mineralwasser wird kaum angeboten. Nur eine der befragten Schulen motiviert mit einem Trinkbrunnen zum Leitungswassertrinken.

Das zweite Frühstück sollte 12,5 Prozent des Tagesenergiebedarfs ausmachen. Bei 10 bis 15-jährigen sind das durchschnittlich 320 kcal. Die Lieblingsjause der SchülerInnen, die Extrawurstsemmel, hat bereits 325 kcal, gemeinsam mit einem Eistee (150 kcal) macht das 475 kcal. Schaut man sich die Top-15-Jausen aller befragten Schulbuffets an, so hat die Jause mit dem niedrigsten Kaloriengehalt 164 kcal, die mit dem höchsten 548 kcal. Die Top-15-Jausen sind: Fitstangerl, Fleischlaberlsemmel, weißes Stangerl, Pizzastangerl, Pizzastück, Topfengolatsche, Gemüsestangerl, Wurstsemmel, Donut, Weckerl gefüllt, Gemüseweckerl, Kornspitz mit Topfenkäse, Rucola-Tomaten-Strudel, Korndreieck gefüllt, Spezialsemmel.

"Empfehlungen für eine gute Schuljause werden von den Schulbuffets wenig umgesetzt. Vor allem bei den Getränken besteht großer Handlungsbedarf", erklärt Ernährungsexpertin Karin Lobner. Das ideale Getränk der SchülerInnen ist Wasser - als Trinkwasser aus der Leitung oder als Mineralwasser. Mehr als die Hälfte der befragten SchülerInnen trinken jedoch zur Jause Eistee und Limonaden. Nur 20 Prozent greifen zu Wasser. "Einfache Lösungen können das Verhalten von Kindern und Jugendlichen sanft verändern. Gratis-Trinkwasserbrunnen stellen eine Alternative zu den gesüßten Getränken aus den Automaten dar", sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder und fordert Trinkwasserbrunnen in allen Schulen.

Quelle: ots

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