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Burschen schummeln in der Schule mehr als Mädchen

Ziel der Lehrer sollte das Vermitteln der Freude am Lernen sein und nicht das Bestehen von Tests ihrer Schüler.

08.08.2009


Eine Lösung für das Problem des Schummelns glaubt der Schulpsychologe Eric Anderman von der Ohio State University gefunden zu haben. Er behauptet, dass ein direkter Zusammenhang besteht zwischen der Art, wie ein Lehrer den Lernstoff präsentiert, und der Häufigkeit des Schummelns in der Schule. Statt an Prüfungsnoten zu erinnern, sollten sich Pädagogen bemühen, dem verstehenden Lernen mehr Bedeutung zu geben, denn dies könne die Schummelquote senken. Diese Ergebnisse wurden beim heurigen Jahrestreffen der US-Psychologen in Toronto präsentiert.

Andermans langjährige Schummelforschung liefert Einblicke, bei wem und wann das Thema besonders aktuell ist. Burschen schummeln mehr als Mädchen, und besonders Kinder und Jugendliche mit impulsivem Verhalten sind betroffen. Mit der moralischen Entwicklung einer Person hat Schummeln in der Schule wenig zu tun. In den USA greifen demnach 80 Prozent aller Mittelschüler und 75 Prozent aller Hochschüler bei Tests manchmal zu unlauteren Methoden, und dieser Anteil sei weiter im Steigen. 21 Prozent aller Schüler, die Schummeln als "unakzeptabel" bezeichnen, schummeln trotzdem, und die Eltern haben davon laut den Erhebungen Andermans oft keinen blassen Schimmer.

Interessant ist jedoch vor allem die Tatsache, dass bei jedem Wechsel in eine höhere Schulstufe - sei es beim Eintritt in die Mittelschule oder Oberstufe - die Schummelwahrscheinlichkeit steigt. Den Psychologen überrascht das nicht. "Bei jedem dieser Übergänge verändern die Lehrer die Form, in der sie Schüler ansprechen. In den ersten Schuljahren betonen sie noch, dass Lernen Spaß macht. Je älter Schüler werden, desto mehr vermitteln sie, dass nun der Ernst begonnen hat und Schulnoten wichtig sind. Die Studien zeigen, dass ein direkter Zusammenhang zum häufigen Schummeln besteht", so Anderman. Geschummelt werde mehr in Klassen, die sich auf das Erzielen von in Noten messbarer Leistung konzentrieren. Kontrolliere der Schüler den Lernstoff selbst, sei diese Quote geringer.

Wie Lehrer die Lernziele im Klassenzimmer präsentieren, ist nach Ansicht des Psychologen der Schlüssel zur Verringerung des Schummelns. Der Schwerpunkt auf verstehendes Lernen helfe Schülern darüber hinaus, Gelerntes länger abzuspeichern und sogar bei standardisierten Tests gut abzuschneiden. Dieses Wissen werde jedoch kaum in der Praxis umgesetzt. "Es bringt nichts, wenn Lehrer immer vom bevorstehenden Test sprechen und die Schüler ständig daran erinnern, dass der Stoff Teil des Tests sein wird. Das Ziel sollte das Lernen sein, nicht das Bestehen von Tests", so Anderman. Es liege also in der Hand des Lehrers, durch richtige Form der Motivation zum Lernen das Schummeln zu unterbinden.

Quelle: pte

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