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Katzensenioren : Infos über ältere oder alte Katzen

Aus der Serie "Tierpsychologie aktuell" von Tierpsychologin Denise Seidl



Unsere Katzen altern in beeindruckender Würde. Für den unwissenden Betrachter ist oft kein Unterschied zwischen einer Katze von fünf, sieben oder neun Jahren ersichtlich. Das Tier, welches wie immer mühelos auf den Tisch springt und einem Katzenball nachjagt, wird schnell für ein paar Jahre jünger geschätzt. Unsere Katzen werden heutzutage wesentlich älter, als noch vor einigen Jahren. Maßgeschneiderte Ernährungsprogramme und regelmäßige Untersuchungen durch den Tierarzt tragen dazu bei, dass sich die Lebensumstände für Katzen verbessert haben. Die meisten Tiere sind über Jahre fit und aktiv und zeigen erst spät deutliche Alterserscheinungen. Viele Katzen toben noch im Seniorenalter, welches mit dem zehnten Lebensjahr beginnt, durch die Wohnung. Aber auch im Tierreich ist Alter nicht gleich Alter, denn es gibt auch Katzensenioren, die für Fitnessaktivitäten nur noch selten bereit sind.

Bei unseren Hunden funktioniert der Vergleich ihres Alterns in Menschenjahren relativ einfach. Nämlich mit einer linearen Umrechung, bei der ein Hundejahr mit sieben multipliziert das entsprechende Menschenalter ergibt. Bei unseren Katzen führt diese Berechnungsweise zu keinem realen Ergebnis. Nachfolgend eine Aufstellung, die versucht einen Vergleich zwischen dem Alter der Katze und des Menschen darzustellen.


Alter der Katze in Jahren

Entsprechendes Alter
beim Menschen
1

15
2

24
3

28
4

32
6

40
8

48
10

56
12

64
14

72
16

80
18

88
20

96

Eines Tages werden Sie jedoch feststellen, dass sich die ersten Altersanzeichen bei Ihrer Katze bemerkbar machen. Das Aufstehen macht ihr oft Mühe, da sich erste Verschleißerscheinungen wie Arthrosen bemerkbar machen. Aufgrund der eingeschränkten Gelenkigkeit fällt einer älteren Katze auch die Reinigung der hinteren Körperpartien zunehmend schwerer. Der Bewegungsmangel führt dazu, dass sie sich seltener die Krallen schärft. Katzensenioren haben auch ein erhöhtes Ruhe- und Schlafbedürfnis und benötigen kuschelige, warme Erholungsplätze in der Wohnung, um sich ungestört zurückziehen zu können. Futter- und Wassernapf, Katzentoiletten und Schlafhöhle sollten an den gewohnten Plätzen stehen, damit sich die Katze auch dann zurechtfinden kann, wenn Seh- und Hörvermögen im zunehmenden Alter eingeschränkt sind. Da Beweglichkeit und Kondition nachlassen, können viele Katzen ihr Revier nicht mehr von erhöhten Aussichtspositionen überblicken und benötigen Aufstiegshilfen in Form von Sitzkissen oder Sesseln. Ebenso sind sie oftmals auf die Unterstützung ihres Menschen bei der Fell- und Krallenpflege angewiesen.

Die Anpassungsfähigkeit der Katze lässt im Alter nach und Veränderungen im gewohnten Tagesablauf können zum Problem werden. Die Tiere erscheinen uns eigensinniger und missmutiger, vor allem, wenn sie in ihren Ruhephasen gestört werden. Hektik und Lärm sind ihnen ein Gräuel und die Anwesenheit junger Artgenossen wird häufig nicht mehr toleriert. Trotzdem sind Katzensenioren ausgesprochen anhänglich, verschmust und haben einen gefestigten Charakter. Sie teilen ihr Leben viel mehr mit uns Menschen als eine junge Katze, die noch ganz andere "Dinge" im Kopf hat. Sie sind dankbar für die menschliche Zuwendung und schätzen Tagesfixpunkte, die zeigen, dass ihre "Katzenwelt" in Ordnung ist. Das Einhalten der pünktlichen Fütterung und der täglichen Kuschel- und Spielzeit geben Ihrem Tier Sicherheit und vermindern Stress. Meistens ist es nicht die Katze, die nicht mehr spielt, sondern der Mensch, der denkt, seine Katze sei nicht mehr jung genug für das Spiel. Wilde Verfolgungsjagden durch die Wohnung wie in jungen Jahren sind bei Senioren kaum noch gefragt. Jedoch sind Spiele, die auf die Kondition von Seniorenkatzen abgestimmt sind, "in". Viele Tiere reagieren auch im Alter auf ihr Lieblingsspielzeug und lassen sich durch Spielangeln mit Mäuschen oder Federn aktivieren.

Sehen Sie das Alter nicht als Krankheit, sondern als neuen Lebensabschnitt, der Sie und Ihre Katze mit veränderten Bedürfnissen erwartet. Unsere Senioren auf vier Pfoten mit Schnurrbart sind zwar Oldies, but Goldies! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Katze eine schöne, gemeinsame Zeit …

Liebe Grüße, Ihre Denise Seidl


Die richtige Ernährung für Ihre Senioren-Samtpfote gibt es exklusiv beim Tierarzt: ROYAL CANIN Mature (für kastrierte Tiere von 7 bis 10 Jahren - wirkt den Hauptgesundheitsrisiken Übergewicht und Niereninsuffizienz entgegen) oder Senior (für kastrierte Katzen über 10 Jahre, um das Risiko für chronische Nierenleiden und Gelenksprobleme zu reduzieren) ."



Die Serie "Tierpsychologie aktuell" wird von der Tierpsychologin Denise Seidl zusammengestellt und erscheint laufend mit neuen Beiträgen. Denise Seidl berät Sie bei unerwünschtem Verhalten und Verhaltensproblemen Ihrer Tiere und auch bei allen Fragen betreffend Haltung und Verhalten von Hund & Katze.

Weitere Informationen unter www.tierpsychologie.at


 

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