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Namensänderung nach der Hochzeit

Rechtliche bzw. wirtschaftliche Folgen der Eheschließung


Das "Ja" am Standesamt ist nicht nur der Anlass für ein rauschendes Fest, sondern ändert den Familienstand in "verheiratet". Merkmale einer Ehe sind laut Gesetz: Lebensgemeinschaft zweier Personen verschiedenen Geschlechts mit dem Ziel, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen und sich gegenseitig Beistand zu leisten. Und das zieht eine Reihe von Pflichten nach sich.

Namensänderung
Bis 1995 war die augenfälligste Änderung der neue Familienname bei Frauen. Seit dem Namenrechts-änderungsgesetz gibt es nun unterschiedliche Varianten: Jeder behält seinen Namen, einer nimmt den Namen des Partners als Doppelnamen dazu oder einer nimmt den Namen des Partners an. Behalten beide Ehegatten ihren bisherigen Namen, können sie bei der Geburt eines Kindes frei entscheiden, welchen Nachnamen das Kind führen soll.

Bekanntgabe des neuen Namens
Der neue Name muss nicht nur bei der Trauung genannt werden, sondern Behörden und Institutionen sind zu informieren, vor allem:
- Arbeitgeber bzw. Arbeitsmarktservice
- Finanzamt
- Geldinstitute
- Grundbuch
- Sozialversicherung
- Versicherungen
- Kfz-Versicherung wegen Änderung des Zulassungsscheins

Hier ist die Information über den neuen Namen ausreichend. Das geht rasch mit einem Einheitsbrief und am besten einer Kopie des Dokuments, das den Namenswechsel belegt. Schwieriger wird es schon beim Reisepass, der eine komplette Neuausstellung erfordert. Eine Zwitterstellung nimmt der Führerschein ein: Eine Namensänderung muss nicht mehr bei der Behörde angezeigt werden. Allerdings kann sich jeder freiwillig ein Führerscheinduplikat ausstellen lassen. Ist der Name im Führerschein nicht mehr aktuell, dann darf er aber auch nicht mehr als amtlicher Lichtbildausweis verwendet werden.
Achtung: Bei Reisen ins Ausland kann es zu Problemen kommen, wenn der Name im Reisepass und der des Führerscheins nicht ident sind. Besser vorher bei der ausländischen Vertretungsbehörde erkundigen.

Ehegüterrecht
Auch wenn das Paar ab nun Tisch und Bett teilt: Vom Gesetz her vorgeschrieben ist in Österreich bei Vermögenswerten das Prinzip der Gütertrennung. Jeder bleibt Alleineigentümer des Vermögens, das er in die Ehe mitgebracht hat und das er während der Ehe erwirbt. Darunter fällt zum Beispiel das von der Großmutter geerbte Haus. Jeder Partner haftet für seine eigenen Schulden - außer der Partner übernimmt ausdrücklich eine Bürgschaft. Gemeinsam gehören den Ehegatten lediglich das eheliche Gebrauchsvermögen, wie zum Beispiel die gemeinsame Wohnung, die Einrichtung aber auch das gemeinsame Auto, und die ehelichen Ersparnisse. Und diese werden im Fall einer Scheidung aufgeteilt.

Exkurs: Der Ehevertrag
Jedem Paar steht es frei, individuelle Regelungen zu treffen, die von den Gesetzen abweichen. Dafür ist ein Ehevertrag notwendig, den beide vor einem Notar unterzeichnen, vor oder nach der Heirat. Mögen zu Beginn vielleicht "romantische Einwände" hinsichtlich möglichen Misstrauens bestehen, so kann ein derartiger Vertrag die Lösung der Ehe - zumindest in vermögenstechnischer Hinsicht - doch wesentlich erleichtern. Je nachdem wie sich der Alltag und vor allem die Arbeitsteilung des Paares entwickeln, sollte der Vertrag bei Bedarf an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden.

Erbrecht
Ein häufiger Mitgrund für eine Heirat ist die Absicherung des Partners über den Tod hinaus. Auch ohne Testament hat der Ehegatte ein gesetzliches Erbrecht. Vom Gesetz her steht ihm ein Drittel zu, wenn neben ihm Kinder erbberechtigt sind bzw. zwei Drittel, wenn es keine Nachkommen gibt. In diesem Fall geht das verbleibende Drittel an die Vorfahren des Verstorbenen, das heißt an seine Eltern bzw. deren Nachkommen, das sind Geschwister. Gibt es ein Testament, dann muss der überlebende Ehepartner in jedem Fall einen Pflichtteil erhalten. Dieser beträgt - je nachdem, ob Nachfahren da sind oder nicht, ein Drittel oder ein Sechstel des Vermögens. Also jeweils die Hälfte des zustehenden, gesetzlichen Erbteils. Zusätzlich erhält der verwitwete Partner das "Vorausvermächtnis". Das sind die zum Haushalt gehörenden beweglichen Sachen, wie Möbel, Teppiche oder Geschirr. Auch das Wohnrecht bleibt aufrecht. Darüber hinaus hat der hinterlassene Ehepartner Anspruch auf Witwenpension, die bei der Pensionsversicherungsanstalt beantragt werden muss.

Erleichterung für gleichgeschlechtliche Paare
Seit Anfang des Jahres 2010 können auch in Österreich Paare gleichen Geschlechts eine eingetragene Lebensgemeinschaft eingehen. Sie sind damit einer Ehe zwar nicht völlig gleichgestellt, haben aber doch, wenn auch eingeschränkt, Rechte. So dürfen Paare den gleichen Familiennamen führen, bzw. einer der beiden einen Doppelnamen. Beide Partner sind - so wie Eheleute - verpflichtet, einander beizustehen. Daraus entsteht auch ein entsprechender Unterhaltsanspruch. Zusätzlich sind eingetragene Partner im gleichen Ausmaß wie Ehegatten erbberechtigt.

Quelle: ING-DiBa

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