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acker schrieb am 02.12.2004 um 08:16:

Sexualbetreuung

In der letzten "Kreuz&Quer" Sendung des ORF, am Dienstag, mit dem Untertitel "Wollust", wurde die Lebenssituation einer Sexualbetreuerin gezeigt. Diese sucht Schwerstbehinderte auf, führt mit deren Einverständnis und Wunsch Hautberührungen durch, stimuliert sie, macht Entspannungsmassagen und masturbiert sie schließlich. Diese (entgeltliche) Dienstleistung schafft dem Behinderten Wohlbefinden und körperliche Genugtuung, wie die Betreuerin versicherte.
Frage: Hat der Behinderte Anspruch darauf, dass die Gesellschaft diese Art der Betreuung leistet, ist diese Betreuung statthaft/unstatthaft, billigt man dem Behinderten Sexualität zu und wie geht die Gesellschaft mit der Sexualität von Behinderten um? (Im Beispiel betraf es einen Trisomie 21 >Mongolismus>erkrankten und einen Spastiker).
Möglicherweise wird diese Diskussion auch mithineinnehmen müssen, ob wir den Menschen aus seiner Schöpfungsgeschichte begreifen (Religion) oder aus der Naturgeschichte (z.B. Darwin).
Ich glaube an die Integrität und Kompetenz unserer Gemeinschaft und ich vertraue auch darauf, dass mit höchster Dignität und Respekt an die Debatte herangegangen wird. LG Acker.



Zu diesem Thema gibt es 14 Kommentare, letzter von ninette am 06.10.2005 um 17:46.
Sortierung: neuester Beitrag zuerst | neuester Beitrag am Seitenende

manfred schrieb am 02.12.2004 um 09:06:
Kreuz&Quer
Dieses Thema ist mir zwar nicht neu,weil schon vor Jahren in Deutschland darüber diskutiert wurde!
Nur war mal die Rede davon,das "Professionelle" diese Dienstleistung erbringen und die Krankenkasse zahlen sollte!
Unter "vorgehaltener Hand" wird dies ja in Österreich ja auch schon praktiziert,wie ich auch aus einem ORF Bericht weiß;nur bezahlen muß man selbst!

Zu diesem Thema kann jeder stehen wie er will;denn ich kenne noch aus meiner Jugend "Extremfälle" wo dann diese "Betreuung" von der eigenen Mutter übernommen wurde!
So gesehen,weiß ich nicht,ob dieses Thema in dieses Forum passt,weil wir noch immer moralische Hemmschwellen haben,obwohl jeder weiß oder ahnt,das es dies und jenes gibt,bzw. wohl geben muss!?

Liebe Grüsse
manfred
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Beisszange schrieb am 02.12.2004 um 09:18:
@thema
so wie manfred bereits angeführt hat - bezweifle ich - ob dieses thema wirklich in diesem forum passend erscheint - gibt es doch viele die sogar in bezug auf die eigene person damit probleme haben -
und mit einem großen ausmaß an selbstgerechtigkeit behaftet sind .....!

- weil nicht sein soll- was nicht sein darf !

je nachdem wie es in das moralische anschauungsbild des einen od . anderen grade hinein paßt.

lg.bz
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ninette schrieb am 02.12.2004 um 10:07:
@thema sexualität
Alle Menschen haben ein Recht auf Sexualität und körperliche Nähe. Es werden Sexualbegleiter für Behinderte ausgebildet, und das ist gut so.
Nur dann können sie sich geistig und menschlich entwickeln, wenn sie in ihren sexuellen Wünschen ernst genommen werden.

Wenn viele Leute an vielen Orten, die viele kleine Schritte tun, könnte sich die Welt verändern.
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hellena schrieb am 02.12.2004 um 12:14:
zum thema
irgendwie muß ich beim aufklärungsunterricht gefehlt haben- wegen der geistigen weiterentwicklung.-hab nicht gewußt das professionelle einen iq von mindestens 140 haben !

lg
Hellena

dient sexualität der geistigen weiterentwicklung,- kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen? ;-)
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chris48 schrieb am 02.12.2004 um 12:29:
sexualität
leider sind wir "körperbehinderte" oft gezwungen professionelle in anspruch zu nehmen da die "gesunden" frauen scheinbar keine lußt haben sich mit behinderten einzulassen(beziehung usw)und glauben das wir keine liebe brauchen oder geben können leider !!!!!
gruß chris48
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scorpio schrieb am 02.12.2004 um 12:31:
geistige weiterentwicklung
liebe hellena,

JA

scorpio
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acker schrieb am 02.12.2004 um 12:35:
Hellena
Sexualität dient, vereinfacht ausgedrückt, der geistigen, seelischen und auch körperlichen Entwicklung und Gesundheit. LG. Acker.
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hellena schrieb am 02.12.2004 um 12:41:
@chris
chris- es steht außer frage , das ALLE menschen ein recht auf liebe und sexualität haben!!

ich für meinen teil mags nur nicht wenn man alles in einem topf wirft!
körpernähe hat nicht unbedingt etwas mit sexualität zu tun, geistige weiterentwicklung auch nicht.
wunderschön wäre die einheit von sexualität, seele und geist- dann wärs LIEBE!!
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ninette schrieb am 02.12.2004 um 13:43:
@hellena
schau halt ein bisschen im 'google' unter 'sexualität körperbehinderter'.

in diesem sinne wünscht dir ganzheitliche weiterentwicklung

ninette
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hellena schrieb am 02.12.2004 um 15:39:
@acker@scorpio
damit ihr euch nicht zuviel sorgen macht, hab ich trotz meines hohen alters versucht mich weiterzubilden. ist manchmal gar nicht so einfach! gggg

Elf Minuten
Paulo Coelho
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Xanthippe schrieb am 02.12.2004 um 16:21:
Sexualbetreuung
Dieses "Kreuz & Quer" war mehr als interessant. Manches berührte mich erst einmal irgendwie unangenehm. Ganz einfach deshalb, weil ich über dieses Thema noch nie nachdachte bzw. gar nicht wusste, dass dies ein Thema ist. Je länger ich aber zusah - die Therapeutin hatte eine sehr sensible und kompetente Ausstrahlung - umso mehr wurde klar, dass diese Art der Betreuung in manchen Fällen sehr wichtig sein kann.
Die Meinung von @ninette ist auch die meine.
@hellena: Ich glaube, wenn Sexualität fehlt - egal in welcher Form - hemmt dies die geistige Weiterentwicklung. Und in dieser Sendung konnte man diese von Dir angesprochene besondere Liebe spüren; Sexualität, Seele und Geist.

Hier geht es um besondere Menschen, um eine besondere Lebensform und um eine besondere "Art" der Hinwendung. Ich glaube, es wäre ganz falsch hier Teile raus zunehmen und diese auf unser jeweiliges Leben umzumünzen.

LG - Xanthippe
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sybille schrieb am 02.12.2004 um 16:55:
Sexualität
.. wird mitunter gleichgesetzt mit lebenskraft.
was lust bereitet, stärkt die lebenskraft.
und das steht wohl allen menschen zu.

lg
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acker schrieb am 06.10.2005 um 17:16:
Sex für Behinderte? Na sowas!
In Holland gehört sie bereits seit längerem zum Alltagsstandard Behinderter: Die professionelle sexuelle Betreuung Behinderter durch "käufliche Handreichung".
Jetzt steckt Dänemark "mittendrin" in dieser Diskussion: Sex auf Krankenschein. Einige Distrikte (Bundesländer) in Dänemark bezahlen Behinderten Prostituierte und führen die Behinderten mit den Prostituierten "zusammen".
Behinderte bekommen also in Dänemark einmal im Monat einen Prostituiertenbesuch bezahlt.
Gleichzeitig wird das Pflegepersonal ermutigt, Behinderten beim Kontakt mit Liebesdienerinnen zu helfen, das Gespräch mit den Prostituierten zu führen und sicherzustellen, dass Wünsche ausgedrückt werden und dass genügend Zeit dafür bleibt.
So die Richtlinienverordnung der Regierung.
Das ganze unter dem Arbeitstitel "Sexualität, unabhängig von Behinderung".

Und bei uns?
Da muss der Behinderte schon froh sein, wenn er einen Rollstuhl bekommt, eventuell auch Krücken und gegebenenfalls einen heißen Einlauf.
LG Acker.
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ninette schrieb am 06.10.2005 um 17:46:
@acker
ja, das Thema ist nur für wirklich ernsthafte und anständige, feinfühlende Menschen geeignet. Man muss es mit aller Achtung behandeln.

n.
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