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trampabout schrieb am 08.10.2004 um 19:37:

Super! Nobelpreis für Elfriede Jelinek

Da ich kein zurecht gebogener Leser und Anhänger der Kronenzeitung bin, habe ich auch kein Problem mit der Verleihung des Nobelpreises an Elfriede Jelinek.
Ich freue mich für Österreich und für diese Würde!
trampabout



Zu diesem Thema gibt es 24 Kommentare, letzter von waschbär am 13.01.2006 um 22:37.
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silver63 schrieb am 09.10.2004 um 08:53:
Problem mit Jelinek
Lieber trampabout, Du bevorzugst also bei Zeitungen offenbar höheren "Standard"? Hat man Dir dort mitgeteilt, dass Du kein Problem mit dem Nobelpreis für Jelinek zu haben brauchst? Ich kann Dir sagen, ich hab als "auch Kronenzeitungleser" ebenfalls kein Problem damit. Ich gebe aber zu, dass ich kein eigenes Urteil über die Arbeiten von Elfriede Jelinek habe, weil ich nichts davon bis heute gelesen oder gehört habe. Ich gebe auch zu, dass mich Berichte in den Medien über ihre Theaterstücke davon abhielten, mich mit ihren Werken auseinander zu setzen. Ich werde dies jetzt wohl nachholen müssen; oder genügt es, wenn ich den "Standard" lese?
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manfredo schrieb am 09.10.2004 um 13:50:
Jelinek
Diese Frau ist und bleibt eine Querulantin;
die nichts lieber tut,als über Österreich zu schimpfen!

Warum man dieser Frau noch nicht die Staatsbürgerschaft aberkannt hat,ist vielen Österreichern ein Rätsel!

Aber die Moral der Geschichte!
Jetzt wollen wieder alle Parteien ins Rampenlicht,deshalb verzeiht man einer Nobelpreisträgerin wieder allles!?
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Xanthippe schrieb am 09.10.2004 um 16:23:
Elfriede Jelinek
Ihre Bücher, Theaterstücke...treffen einen, wie ein wuchtiger Hammerschlag auf den Kopf. Niemand kann behaupten, dass dies angenehm ist. Die Wirkung dieses Schlages löst bei jedem von uns eine andere Reaktion aus; je nach dem wo wir stehen. Mit vielen "Aussagen" Jelinek's komme ich nicht zurecht; z.B. körperliche "Begegnung" Mann/Frau. Ihre politischen und gesellschaftskritischen Aussagen sind überspitzt und provozierend...das wieder schätze ich an ihr.

Für mich ist sie eine der interessantesten Frauen; gerade WEIL sie eine Querulantin ist und sich nie um die Meinung oder negativen Reaktionen anderer scherte...obwohl ihr dies in Österreich viele Nachteile brachte; wie man ja weiß.

Und wie man auch hier sieht - Österreich hat gar kein Recht stolz zu sein auf diesen Nobelpreis! Man hat hier alles versucht, um ihr den Mund zu stopfen. Dass dies nicht gelungen ist, darüber freute und freue ich mich - und wie ich weiß auch viele andere Menschen.

@manfredo: Mit Deinem letzten Satz hast Du - mit Sicherheit ungewollt - recht. Man kann dies in den Medien verfolgen und es ist zum....schlecht werden.
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trampabout schrieb am 09.10.2004 um 19:52:
Elfriede Jelinek@silver63
Lieber silver,
als "Kronenzeitungleser" weißt Du ja sicher, dass sich gerade dieses Blatt recht schwer mit der Autorin Jelinek getan hat. Für mich - als "Halbblut" und "weißer Jahrgang" - ist Jelinek eine Kritikerin der österreichischen Gesellschaft, deren Aussagen für mich schon - aber bei weitem nicht immer - nachvollziehbar sind. Deshalb kein Problem. Aber auch ich bin kein Jelinek-Forscher!
Übrigens hat sie den Nobelpreis für "einzigartig sprachliche Leidenschaft, die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enhüllen" erhalten.
Ob ich bei Zeitungen den höheren "Standard" suche, das weiß ich nicht. Aber jeder hat halt "seine" Zeitung! Und WAZ-Zeitungen waren noch nie mein Fall. Aber das ist meine persönliche, sicher subjektive Meinung!
Schönen Abend noch.
trampabout
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Luiserl schrieb am 09.10.2004 um 20:37:
Inzwischen gibt es
nirgends mehr ein Buch von Jelinek.

Da werden sich noch ungezählte Leute mehr über sie ärgern!

Ich verstehe Menschen nicht, die überall nur das Schlechteste und Übelste sehen!
Machen die das nur, um anders als andere zu sein? Oder sind sie so tief in einer Depression, dass sie nicht mehr heraus kommen?
Man muss das Schöne eben sehen wollen, dann ist es da!

LG Luiserl
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silver63 schrieb am 09.10.2004 um 21:03:
Wen meint Luiserl?
Hallo Luiserl, verstehst Du jetzt Jelinek nicht, oder ihre Kritiker? Beide betonen doch Schlechtes und Übles - halt jeweils aus einem anderen Blickwinkel.
LG Silver
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Luiserl schrieb am 09.10.2004 um 21:27:
Jelinek,
Allem, das Leben ist wert, gelebt zu werdenlso ich meine die Jelinek, die alles so furchtbar negativ sieht.
Ich bin halt ein positiver Mensch und sage z.B. eine Flasche ist halbvoll, wo andere sagen, die Flasche ist halbleer!
Und ich finde, trotz allem, das Leben ist wert, gelebt zu werden!
Da braucht´s keinen Reichtum, es langt, wenn es gerade so umgeht.

Ich wünsche Euch Allen einen schönen Sonntag !

Liebe Grüsse
Luiserl ;- )) !
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Luiserl schrieb am 09.10.2004 um 21:28:
Hoppala, mein PC spinnt
schon wieder, das G´lump!

Luiserl
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Xanthippe schrieb am 09.10.2004 um 21:34:
Jelinek / @Luiserl
IEin ganzes Leben "anders" sein nur um "anders als andere" zu sein? Das kann nicht wirklich Dein Ernst sein. Wie viele Dichter, Schriftsteller kennen wir, für die gerade ihre Depression, Traurigkeit, Sehnsucht...die treibende Kraft zum Schreiben war.

Es ist nicht notwendig und auch nicht nötig und eigentlich unmöglich alle Menschen zu verstehen....aber
wie kannst DU das Schöne erkennen, wenn Du das Hässliche nicht siehst?

LG - Xanthippe
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Xanthippe schrieb am 09.10.2004 um 21:57:
@Luiserl
Mit Deinem 2. Beitrag hast Du vollkommen Recht. So wie viele Optimisten sehe ich das Leben zumindest ähnlich wie Du......und?

LG - X
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Luiserl schrieb am 09.10.2004 um 22:08:
hallo, xanthippe,
ich sehe sehr wohl auch das Schlechte, die Gewalt, das Töten und Morden.
Auch ich bin manchmal voll Weltschmerz, aber ich lasse es nicht zu, dass diese Stimmungen mich total überrollen.
Dann schau´ich mir meine Enkel an, wie sie voll Vertrauen ins Leben gehen und freue ich mich, dass es auch die geschafft haben, die Welt positiv zu sehen.(Das haben sie von der Omi)!

Liebe Grüsse !

Luiserl
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Xanthippe schrieb am 09.10.2004 um 23:00:
Liebe Luiserl,
...und jetzt gibt es aber Menschen - nicht nur die Jelinek - die noch einen Schritt weitergehen. Die aufzeigen, aufschreien, mahnen, nicht angepasst sein wollen und können. Hat nichts mit Weltschmerz sondern eher - wie ich glaube - mit Weltzorn etwas zu tun. Wie wir mit solch "unangenehmen" Zeitgenossen umgehen, das ist hier das wirklich Interessante und manchmal auch Angstmachende.

Mit Deiner und meiner Art von Glück können solche Menschen nichts anfangen...und umgekehrt genau so. Vergleiche ergeben hier nicht viel Sinn.

Liebe Grüße auch an Dich

Xanthippe
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kaktusblüte schrieb am 09.10.2004 um 23:09:
@Jelinek
also ich finde sie ist eine alte abgetackelte fuchtel ....

möglicherweise ist ihr auch jedes mittel recht um auf sich aufmerksam zu machen ....

nur rein mal vom optischen her....!!!

sehr glücklich sieht sie ja nciht aus .........

bleibt nur zu hoffen-daß .sollte sie sich irgendwann einmal besinnen wo ihre wurzeln sind .....
nicht in das von ihr so verarschte österreich zurückzieht ....

in meinen augen ist sie eine "nestbeschmutzerin" ...
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Xanthippe schrieb am 09.10.2004 um 23:33:
Elfriede Jelineks Nest
Stimmt, sie ist alt (!?) und abgetakelt. Ihre Frisur ist "bemerkenswert" und glücklich ist sie ganz sicher auch nicht. Aber - nur mal rein vom Optischen her - sehen wir denn genau so kritisch auf unser eigenes Spiegelbild?
Bleibt nur zu hoffen, dass sie dort verweilt, wo sie sich wohl fühlen darf...möglicher weise auch im beschmutzten Nest...Wie schon eingangs erwähnt, der Schlag mit dem Hammer wirkt sich eben auf jeden anders aus. Diese Feststellung ist natürlich völlig wertfrei...in meinen Augen.
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kaktusblüte schrieb am 10.10.2004 um 00:04:
@jelinek
och mir ist völlig wurscht *g* wo die jelinek wohnt od nicht .
mir ist auch egal was sie treibt u.wie sie herum läuft .....

das wozu mir die LOGIK fehlt sind ....die lobgesänge mit denen sie hochgejubelt wird ...!

SELBSTKRITISCH ....bin ich wohl !!!
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Xanthippe schrieb am 10.10.2004 um 00:45:
Jelinek/kaktusblüte
Dass Du kritisch und auch selbstkritisch bist bezweifle ich nicht. Wie die J. aussieht, wohnt oder was sie treibt, das waren ja Deine Gedanken. Konnte ja nicht wissen, dass Dir das wurscht ist.

Hier fehlt auch mir die Logik. Denn die Lobgesänge sinden jetzt all' die - fast - welche sie noch vor kurzem als Nestbeschmutzerin beschimpften...die sogenannten "Ordnungshüter", die genau wissen was Kunst ist und was nicht, die wissen was sich gehört und was nicht. Und die uns dieses Wissen aufzwingen wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir das egal ist. ?
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kaktusblüte schrieb am 10.10.2004 um 08:14:
@zum thema
*g*g*g*
ich bewundere vor allem menschen
die mit "gespaltener zunge "reden.....................!
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fuchsia schrieb am 10.10.2004 um 09:37:
jelinek
irgendwie ist mir nicht wohl bei dem gedanken, dass jemand dafür belohnt wird, dass er seine heimat so niedermacht. vor allem von ausländern belohnt....

kritik zu üben ist jedermanns recht, aber da sollten der fairnesshalber auch die positiven seiten aufgezeigt werden. und die überwiegen doch bei weitem!

und die lobgesänge unserer politiker sind nur noch peinlich...
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silver63 schrieb am 10.10.2004 um 10:02:
Was ist Kunst?
Liebe Xanthippe, wenn Du Dich über die "Ordnungshüter" aufregst, die Deine Vorstellung von Kunst beeinflussen (wollen), muss ich fragen: Wo gibt es die und wer sollen die sein? Mir ist nicht bekannt, dass es auch nur die geringsten Versuche geben würde, hier irgendwelche Regeln aufzustellen. Wenn Du allerdings daran denkst, dass alles, was von "Künstlern" als "Kunst" bezeichnet wird, auch vom Steuerzahler subventioniert werden soll (eine Ablehnung also schon Reglementierung wäre), dann muss ich Dir massiv widersprechen. Jeder Mensch in Österreich hat definitiv die Freiheit, sich im Rahmen der Gesetze! in der Öffentlichkeit beliebig darzustellen. Aber jeder einzelne Betrachter (Konsument) soll dann auch entscheiden dürfen, ob er diese Darstellung(en) honorieren will oder nicht. Ich finde es widerlich und menschenverachtend, wenn sich irgendwelche Scharlatane hinstellen und von den Steuerzahlern Unterstützung für etwas einfordern, was "diese Trotteln" eh nicht kapieren. Auf diese Art wird natürlicher Kunstverstand - den gibt es meiner Überzeugung nach - getötet.
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trampabout schrieb am 10.10.2004 um 10:51:
Jelinek@Xanthippe
Nach den - für mich - treffenden Beiträgen von Xanthippe fällt mir zur Jelinek nichts mehr ein. Oder es geht wieder vom Hundersten ins Tausendste? Siehe Kunst und Politik!

"Wie kannst Du das Schöne erkennen, wenn DU das Hässliche nicht siehst" Das stimmt wirklich!"

Und liebes Luiserl behalte Deinen Optimismus! Wie sagt man in Bayern? "Die Menschen sind gut, aber die Leute sind schlecht"
Ich selbst bin im Grunde genommen ein optimistischer Pessimist!
Servus
trampabout
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trampabout schrieb am 10.10.2004 um 18:09:
Optimismus@Luiserl
Liebes Luiserl,
es gibt noch eine dritte Erkenntnisform:

Das Glas ist halbvoll sagt der Optimist
Das Glas ist halb leer sagt der Pessimist
Das Glas ist falsch konstruiert sagt der Ingenieur

So in einer Anzeige gelesen!
Servus
trampabout
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Luiserl schrieb am 10.10.2004 um 19:21:
hallo, tramp,
Was meint er denn, der Ingenieur?

Eine Flasche, die nie leer wird?
Das wäre was !

Aber auch der größte Optimist glaubt da nicht daran*lol*.
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trampabout schrieb am 10.10.2004 um 20:15:
Die Ingenieure....
.... sind halt solche Phantasten! :-)
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waschbär schrieb am 13.01.2006 um 22:37:
wer ?
wird 10 Jahre nach Lebensende dieser Autorin noch deren Bücker kaufen ?
nach 50 Jahren...
nach 100 Jahren...
???
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