Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Lawinen : Unfälle und Tote müssen nicht sein

Warnung vor Fehleinschätzung und Appell an Eigenverantwortung

Immer wieder sterben in Österreichs Bergen zahlreiche Menschen durch Lawinenabgänge oder werden teils schwer verletzt. Im Jahr 2003 verloren 26 Menschen, darunter 15 Tourenskifahrer, ihr Leben durch tonnenschwere Schneemassen. Lawinen sind in jeder Wintersaison die größte Gefahr für Wintersportler, die abseits der gesicherten Pisten unterwegs sind. "Die meisten der verunglückten Skifahrer und Snowboarder treten die verhängnisvolle Lawine selbst los, wenn sie abseits des Massentourismus in unberührter Natur ihrem Sport nachgehen", verdeutlicht Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben, eine der Ursachen für die tödliche Gefahr. Besonders tragisch: Wer eine Lawine auslöst, gefährdet nicht nur sich, sondern auch Andere.

Warnhinweise befolgen

Generell gilt: Unerfahrene Tiefschneefahrer sollten niemals ohne fachkundige Begleitung abseits von gesicherten Pisten und Skirouten auf Varianten unterwegs sein, denn Fehleinschätzungen der Situation sind keine Seltenheit: So sind - entgegen manch verbreiteter Meinung - bereits vorhandene Skispuren nicht zwangsläufig Kennzeichen eines lawinensicheren Hangs. Ebenfalls wichtig zu wissen: Wenig Schnee bedeutet nicht gleichzeitig geringe Lawinengefahr. Außerdem kann es auch bei tiefen Temperaturen zu Schneeabgängen kommen. Da es keine einfache Faustregel zur Einschätzung der tatsächlichen Lawinengefahr gibt, sollte man sich auf die Anweisungen von absoluten Kennern der Bergwelt verlassen: "Blinkende gelbe Leuchten in den Talstationen des Skigebiets bedeuten akute Lebensgefahrabseits der gesicherten Pisten und Skirouten, d.h. auf Varianten und Skitouren. Diese Warnhinweise sollte man unbedingt befolgen. Risikobereitschaft oder Selbstüberschätzung können sonst tödlich enden", warnt Kisser.

Abseits gesicherter Pisten nie ohne professionelle Ausrüstung

Wer dennoch dem Freiheitsdrang und Nervenkitzel nachgibt, sollte unbedingt mit Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (auch LVS-Gerät oder Lawinenpieps genannt), einer Lawinenschaufel, Lawinen-Sonde und idealerweise auch einem Lawinen-Airbag ausgerüstet sein. Handy und Erste-Hilfe-Paket gehören ebenfalls in den Rucksack, um für den Notfall gerüstet zu sein. Damit ein LVS-Gerät im Falle einer Verschüttung tatsächlich Leben rettet - hohe Überlebenschancen bestehen nur in der ersten Viertelstunde -, müssen alle Beteiligten einer Gruppe ein Gerät mitführen und unbedingt eingeschaltet haben. "Die besten Erfindungen nutzen leider gar nichts, wenn die Menschen nicht ihre Eigenverantwortung erkennen: Man muss auch gewillt sein, sich mit Sicherheitsempfehlungen vertraut zu machen und in eine professionelle Ausrüstung zu investieren. Falsche Bequemlichkeit verbunden mit geringer Erfahrung, mangelnder Planung einer Tour, schlechter Ausrüstung und fehlenden Suchstrategien hat völlig umsonst so manches Menschenleben gefordert", so Kisser über den Leichtsinn einiger Tiefschneefreaks. "Professionelle Tourengeher sind niemals alleine unterwegs und überqueren Hänge in größeren Abständen. Außerdem zeichnet sie die Bereitschaft zur Umkehr aus."

Kostenlose Informationsbroschüren

Interessierten Wintersportlern stellt das Institut Sicher Leben die "Lawinen Fibel" sowie den Folder "Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte können Leben retten!" kostenlos zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich unter der Telefonnummer 01-7156644-313 an Frau Renate Zorn oder senden Sie eine E-Mail an renate.zorn@sicherleben.at.

Quelle: Institut Sicher Leben

Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...