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Mountainbike-Unfälle : Männer um die 40 on top

Tipps wie Sie sicher den Berg rauf und runter radeln

Die schnelle Alternative zum Wandern und die gebirgige Alternative zum Rad fahren in der Stadt und im Flachland: Mountainbiken. Immer mehr Menschen begeistern sich für diese Sportart, für die man neben Kondition auch Geschicklichkeit braucht. Doch ganz ungefährlich ist das Bergradeln nicht und auch erfahrene Sportler verunfallen gelegentlich. "Rund 3.100 Menschen verletzten sich letztes Jahr beim Mountainbiken so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten", berichtet Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben. "Mountainbiken ist eine Sportart, bei der - wenn etwas passiert - die Verletzungen oft sehr schwer sind."

Der typische Verletzte: männlich, 40 Jahre alt

Männliche Mountainbiker sehen die Behandlungszimmer der Spitäler besonders oft von innen: 76 Prozent der Verletzten im vergangenen Jahr waren Männer. Das Durchschnittsalter betrug 40 Jahre. Mehr als die Hälfte aller Verunglückten trug nach dem Unfall einen Gips (51%). Gebrochen waren beispielsweise Rippen, Schlüsselbeine, Schultern - und in den schlimmsten Fällen sogar die Wirbelsäule oder der Schädel. Fast jeder zweite Verletzte gab an, beim Zeitpunkt des Unfalls keinen Helm getragen zu haben. 30 Prozent der "Helmlosen" mussten sich Kopfverletzungen behandeln lassen, die sie mit einem Helm weitgehend verhindern hätten können. Weitere häufige Verletzungen: Prellungen (18%) und Abschürfungen (8%).

Unfallursache Nummer eins war die Bodenbeschaffenheit (49 %). Die Radler rutschten oft auf nassem Gras, Schnee oder Schlamm aus. Manchmal führten auch Steine, Wurzeln oder Schotter zum unglücklichen Fall. "Ein Sturz bei der Abfahrt ins Tal ist die häufigste Unfallart", erläutert Kisser. "Der Bremsweg ist im Gelände deutlich länger als beispielsweise auf der Straße, das kann auch für echte Könner zur Herausforderung werden. Außerdem ist von abrupten Bremsmanövern abzuraten, will man nicht vom Rad geschleudert werden." Neben der Schwierigkeit des Geländes führten auch Übermut und Hektik (25%) sowie Selbstüberschätzung (10%) einige zu ehrgeizige Radler ins Krankenhaus. Im Vergleich zu Straßenradfahrern ist die Anzahl der verletzen Mountainbiker zwar geringer, die Folgen des Unfalls sind aber meist schwerwiegender.

Biker und Wanderer: Kampf um den Berg?

Wanderer haben oft Angst vor einer Kollision mit einem Mountainbiker. Doch sind schmerzhafte Zusammenstöße zwischen Gipfelstürmern zu Fuß und auf dem Rad kaum bekannt. Sie begegnen sich zwar oft, kommen sich in der Regel aber nicht in die Quere.

Sicheres Mountainbiken

Damit der Pedalritt ein Vergnügen bleibt und nicht mit Verletzungen endet, gibt es einige Grundregeln.

  • Besonders wichtig ist ein Radhelm: Bikeprofis sind nie oben ohne unterwegs - denn der Helm minimiert im Falle eines Sturzes die Gefahr von schweren Kopfverletzungen.

  • Neben Knie-, Schienbein- und Ellbogenschützern bieten Brust- und Rückenprotektoren echten Schutz für Downhill-Spezialisten. In punkto Bekleidung sollte man auf atmungsaktives, wasserundurchlässiges Material achten.

  • Bevor es talwärts geht, sollte man auch daran denken, dass man sich schweißnass bei der schnellen Fahrt hinunter leicht verkühlen kann - daher am besten langes Trainingsgewand überziehen.

  • Mit einem Erste-Hilfe-Päckchen kann man kleine Verletzungen, die auf dem Rad große Schwierigkeiten bereiten können, schnell verarzten. Heftpflaster, Mullbinden, Schere und Jod passen in jede Satteltasche. Überdies gibt es in Sportgeschäften günstige Erste Hilfe-Sets für Radfahrer.

  • "Nicht zuletzt solle man im Gebirge immer auf Sicht fahren und mit akustischen Signalen an unübersichtlichen Stellen entgegenkommende Wanderer auf sich aufmerksam machen", meint Kisser. "Damit der Ausflug ins Grüne nur in guter Erinnerung bleibt."
Quelle: Institut Sicher Leben
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