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Richtiger Umgang mit Raketen und Knallern

Mit ein wenig Vorsicht im Umgang mit Raketen und Knallern steht dem guten Rutsch auch nichts im Wege.


22.12.2005

Silvesterkracher und Raketen sind beliebt und lassen das alte Jahr gehörig ausklingen. Beim Umgang mit Feuerwerkskörpern sollte man aber die nötige Umsicht mitbringen. "Mindestens 300 Personen müssen jedes Jahr ins Krankenhaus, weil sie sich an Raketen und Knallkörpern verletzen", berichtet Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben. "Menschen, die Gehörschäden erleiden, sind in dieser Zahl noch nicht mal inkludiert."

Raketen und Silvesterkracher erfreuen sich vor allem bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit. Das sieht man leider auch an den Unfallzahlen. Mehr als ein Drittel der mindestens 300 Verletzten jährlich ist unter 15 Jahren alt. Raketen und Knallkörper sind außerdem Männersache: Rund 90 Prozent der Verletzten sind männlich. Alkohol spielt in vielen Fällen natürlich eine Rolle. Die unglücklichen Pyromanen ziehen sich hauptsächlich Verbrennungen und offene Wunden an Händen und Fingern zu. Und zwar deshalb, weil sie entweder unabsichtlich getroffen werden, die Hand zu spät wegziehen oder die Knallkörper leichtsinnigerweise halten.

Zu Silvester ist Feiern angesagt - ganz klar! Wenn man auf Knallkörper nicht verzichten will, sollte man aber einige Grundregeln beachten:
  • "Piraten" dürfen nur auf freien Plätzen und keinesfalls in Richtung von Menschen geworfen werden.

  • Besondere Rücksicht ist auf kleine Kinder und ältere Menschen zu nehmen.

  • In geschlossenen Räumen soll man Knallkörper auf keinen Fall detonieren lassen: Durch die Splitter der Flaschen besteht höchste Verletzungsgefahr.

  • Knaller lang in der Hand abbrennen zu lassen oder sie mit dem Feuerzeug anzuzünden statt anzureiben ist äußerst gefährlich - die Unfallzahlen sprechen für sich.

  • Silvesterkracher zu bündeln, um einen besseren Knalleffekt zu erzielen oder selbst zu basteln, kann wahrlich nach hinten losgehen.

  • Blindgänger sollte man erst nach etwa fünf Minuten angreifen und sofort entsorgen.

  • Beim Einsatz von Silvesterkrachern sollte man immer auch an die Haustiere denken, die meist enorm unter dem Krach leiden. Wird unkontrolliertes Fluchtverhalten ausgelöst - z.B. bei Pferden - kann das auch für Menschen gefährlich werden. Deshalb Knallkörper von Tieren immer fern halten!

Ein tolles Feuerwerk verzaubert Jung wie Alt. Macht man ein Feuerwerk selbst, sollte man, um es so richtig genießen zu können, ebenfalls auf gewisse Dinge achten:
  • Raketen dürfen nur in fest verankerten Röhren wie etwa Flaschen abgeschossen werden.

  • Der Führungsstab darf nie fixiert sein und abschießen darf man sie keinesfalls, wenn offene Fenster oder brennbares Material wie Stroh oder dergleichen in der Flugbahn liegen könnten.

  • Blindgänger sollte man erst nach ca. fünf Minuten wieder angreifen und entsorgen - jedoch keine weiteren Zündversuche starten! Sind Produkte defekt, gehören sie entsorgt. Raketen mit abgebrochenem Führungsstab beispielsweise fliegen unkontrolliert.

  • Außerdem sollen die Produkte immer nur einzeln verwendet werden: Werden sie gebündelt, steigt auch die Explosionswirkung.

Gesetzliche Regelungen für mehr Sicherheit

Pyrotechnische Gegenstände werden grundsätzlich in vier Klassen geteilt und alle müssen eine deutsche Gebrauchsanweisung haben. Eingeteilt werden sie nach dem Gewicht des Sprengpulvers. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nur Feuerwerks-Spielwaren (Klasse 1) wie Wunderkerzen oder Knallerbsen kaufen und zünden. Die üblichen Silvesterraketen und -kracher gehören Klasse 2 an und sind im Ortsgebiet eigentlich nicht gestattet. Der Bürgermeister kann aber, beispielsweise zu Silvester, eine Ausnahmebewilligung erteilen. Feuerwerke der Klasse 3 und 4 sind an eine behördliche Genehmigung bzw. eine Ausbildung gebunden.

"Der Umgang mit Feuerwerkskörpern sollte immer mit Verantwortung und Rücksichtnahme passieren", betont Kisser. "Damit alle gut ins neue Jahr rutschen."


Quelle: Institut Sicher Leben

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