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Rolltreppen als Gefahrenquelle

Auf Rolltreppen kann es gefährlich werden - Kinder und Senioren sind besonders betroffen

24.11.2005

Bald beginnt die Adventzeit und damit wieder die große Einkaufszeit. Die Shopping-Zentren füllen sich wieder mit Geschenke jagenden Menschen und Hektik wird sich überall breit machen. Auf Rolltreppen - etwa in Einkaufszentren oder im U-Bahnbereich kann die Hektik schneller als man denkt ein jähes Ende nehmen. "Jährlich verletzen sich rund 800 Personen auf Rolltreppen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen", weiß Dr. Othmar Thann vom Institut Sicher Leben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. "Und alles geht meist sehr schnell."

Senioren und Kleinkinder besonders betroffen

Rund 800 Personen verletzen sich jedes Jahr auf Rolltreppen krankenhausreif. Besonders häufig im Spital sind Senioren und Kinder: Rund 44 Prozent der Verletzten sind 60 Jahre und älter und rund 21 Prozent unter 15 Jahre alt. Frauen sind mit 65 Prozent überdurchschnittlich oft betroffen. Risikogruppe Nummer eins sind Damen ab 60 Jahren: Sie machen rund 36 Prozent aller Verletzten aus. Häufigste Unfallart sind Stürze (84 %), aber auch Quetschungen (11 %), beispielsweise der Finger, sind keine Seltenheit. 27 Prozent der Verletzten müssen dem Gipszimmer einen Besuch abstatten, 26 Prozent tragen Prellungen und 21 Prozent offene Wunden davon. Am meisten verletzt werden Beine und Füße (45 %), gefolgt von Händen und Armen (31 %) und dem Kopf (17 %).

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Damit man unverletzt vom Shopping zurückkehrt, ist es ratsam Eile mit Weile walten zu lassen, um nicht im schlimmsten Fall kopfüber die Stiegen hinunter zu purzeln. Ist man mit Kindern unterwegs, sollte man auf rollenden Stufen ein wachsames Auge auf sie haben. Denn bei Kindern sind zusätzlich die Finger in Gefahr: Immer wieder kommt es vor, dass die Kleinen stürzen, sich den Finger in einer Rille einklemmen und unter der Kammplatte am Rolltreppenweggang Finger oder Fingerglieder verlieren. Am besten halten Eltern ihre Sprösslinge deshalb immer fest an der Hand.

Kinderwagen für Rolltreppen eher ungeeignet

Mit Kinderwagen sollte man Rolltreppen nur benützen, wenn es keinen Aufzug gibt. Davor sollte man nicht vergessen, das Kind mit einem Sicherheitsgurt oder -bügel zu sichern. Während der Fahrt ist darauf zu achten, dass die Räder des Kinderwagens nicht an die nächst höhere Stufe gepresst werden, da sich die vorderen Gummiräder des Wagens sonst verklemmen könnten. Mit Zwillingskinderwagen und Wagen mit nicht fest verbundenen Schiebestangen, wie einige Buggys das aufweisen, darf man im Interesse der Sicherheit des Babys nicht auf Rolltreppen fahren. Aufgrund der fehlenden stabilen Grundkonstruktion garantieren diese Kinderwagen auf Rolltreppen keine ausreichende Sicherheit.

Rücksicht ist das Zauberwort

Ältere Menschen kommen mit dem rasanten Tempo der heutigen Zeit oft nicht mehr ganz mit. Deshalb sollte man auf sie besondere Rücksicht nehmen und etwa auf Rolltreppen darauf achten, dass man nicht drängelt, hetzt oder rempelt. Ein älterer Mensch verliert leichter das Gleichgewicht und kann sich schwer verletzen wie die Unfallzahlen belegen. Sich am Handlauf festzuhalten, bietet jedenfalls Standfestigkeit. "Außerdem sollte man immer rechts stehen, in Fahrtrichtung schauen und sich nicht gegen die Wand lehnen", rät Thann. "Weiters ist es empfehlenswert genug Abstand zum Vordermann zu halten und die Rolltreppe zügig zu verlassen, damit nachfolgende Personen keine Probleme beim Absteigen haben."

Schuhbänder, Kordeln, lose Kleidung

Auf Rolltreppen können offene Schuhbänder, herunterbaumelnde Kordeln und lose Kleidung zum Verhängnis führen. Deshalb immer von Stufen und Rändern fernhalten!

Quelle: Institut Sicher Leben

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