Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Trickdiebstahl : So ködern Diebe ihre Opfer

Ältere Personen sind besonders gefährdet

Wenn es an der Haustüre klingelt, ist in Österreich besondere Vorsicht geboten. Alle 20 Minuten schlagen Trickdiebe auf raffinierte Weise in fremden Wohnungen zu. Die Opfer sind meist alleinstehende Pensionisten. "So altbekannt die Tricks auch sind - organisierte Banden verschaffen sich nach wie vor mit findigen Ausreden Zugang in private Haushalte", warnt DI Bernhard Noll, Leiter des Instituts für technische Sicherheit (ITS). Die Liste der Standardtricks ist endlos lang: Vom Vortäuschen einer Notlage über die Mitleidstour bis hin zum Auftritt als Amtsperson ist alles dabei. Noll: "Beliebt ist beispielsweise die Bitte um ein Glas Wasser aufgrund von Übelkeit oder Schwangerschaft oder die Frage telefonieren zu dürfen." Besonders dreist: Die Bitte, sein Kind kurz wickeln zu dürfen.

Viele der Täter agieren dabei in Zweier- oder Dreierteams. Üblicherweise ist beim Blick durch den Spion vorerst nur eine Person vor der Haustür zu sehen. Steht der Betreffende dann bereits mit einem Bein im Vorzimmer folgt meist die Bitte noch schnell die Toilette benutzen zu dürfen. In diesem Moment tritt der Komplize auf den Plan, der das Opfer in ein Gespräch verwickelt und so ablenkt. Auf diese Weise kann der Täter auf seinem Weg zur Toilette die Wohnung in aller Ruhe nach Wertsachen durchsuchen - Bestohlene merken oft erst Stunden später, dass ihnen ein übler Streich gespielt worden ist.

Doch wer denkt, Trickdiebe lauern nur an der Haustüre, täuscht sich:
Das Repertoire der raffinierten Langfinger geht bis zum Hilfeangebot - beispielsweise eine schwere Tasche für das Opfer nach Hause zu tragen - um sich so Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Noll: "Auch der so genannte Enkeltrick - hier gibt sich eine fremde Person am Telefon als Verwandter oder Bekannter in finanzieller Not aus; der erbetene Geldbetrag wird anschließend von einem 'Freund' abgeholt - stößt immer wieder auf bereitwillige Opfer."

Gesundes Misstrauen schützt

In erster Linie muss man die Hilfsbedürftigkeit von Menschen mit Vorsicht genießen, so der Sicherheitsexperte. "Möchte man helfen, kann man das Glas Wasser genauso gut auf den Gang reichen. Wichtig ist nur, niemanden in die Wohnung zu lassen!" Bei unangekündigtem Besuch sollte man immer einen Blick durch den Spion werfen. Sperrbügel oder Sicherheitskette ermöglichen, dass die Tür nur einen Spalt geöffnet werden kann. Weiters sollte man von Amtspersonen immer den Ausweis verlangen und Handwerker nur hereinbitten, wenn sie bestellt wurden. "Im Notfall kann man bei den betreffenden Firmen telefonisch nachfragen. Aber Vorsicht: Die Nummer immer selbst heraussuchen!", warnt Noll. Auch kostenpflichtige Postsendungen sollte man für den Nachbarn nur nach vorheriger Absprache übernehmen. Das wichtigste ist jedoch: "Niemand ist verpflichtet die Tür zu öffnen", stellt Noll klar. "Ungebetene Gäste kann man jederzeit wegschicken oder zu einem anderen Zeitpunkt wiederbestellen."

Quelle: Institut für technische Sicherheit

Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...