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Brennendes Öl und Fett nie mit Wasser löschen

Schwerste Verbrennungen können die Folge sein

Wenn eine Bratpfanne plötzlich brennt, ist Panik vorprogrammiert - jedoch die richtige Reaktion entscheidend. Genau das wurde gestern für zwei Frauen im Raum Kärnten Realität. Überhitztes Speiseöl hatte sich in einer Pfanne entzündet - bei den Löschversuchen erlitten die beiden Frauen Rauchgasvergiftungen. Trotzdem ging das Unglück glimpflich aus, weiß DI Bernhard Noll, Leiter des Instituts für technische Sicherheit: "Hätten die beiden versucht, den Brand mit Wasser zu löschen, hätte dieser Unfall wahrscheinlich wesentlich schlimmere Folgen gehabt. Dann besteht nämlich die Gefahr den Brandherd weiter auszuweiten und sich selbst sehr schwer zu verletzen."

Öl entzündet sich bei ca. 280 bis 300 Grad Celsius selbst. Kommt der Brandherd mit Wasser in Berührung, verdampft dieses schlagartig. Durch diese explosionsartige Verpuffung wird brennendes Fett aus der Pfanne geschleudert und im gesamten Küchenbereich verteilt, wodurch weitere Brandherde entstehen können. "Personen, die sich im unmittelbaren Bereich einer solchen Fettexplosion befinden, müssen mit schlimmsten Verbrennungen rechnen, die sogar tödliche Folgen haben können. Wenn man bedenkt, dass bei rund 65 Grad Celsius die Zellen zerstört werden, kann man sich das Ausmaß der Hautschädigung bei 300 Grad Celsius vorstellen", so Noll.

Richtiges Verhalten kann Verletzungen vermeiden und Leben retten:

  • Heißes Fett niemals unbeaufsichtigt am Herd lassen. Wenn man die Kochstelle doch verlassen muss, sollte die Kochplatte oder Gaszufuhr abgedreht sein.

  • Niemals versuchen, Fettbrände mit Wasser zu löschen!

  • Niemals versuchen, eine heiße Pfanne mit brennender Flüssigkeit zu entfernen. Selbst mit einem geeigneten Handschuh besteht die Gefahr, brennendes Öl zu verschütten! Die mögliche Folge: Verbrennungen und Brandausweitung.

  • Eine Pfanne mit siedendem oder brennendem Fett sofort mit einem geeigneten Deckel abdecken und Herd abdrehen. Der Deckel darf erst abgenommen werden, wenn der Brand erstickt und das Öl ausreichend abgekühlt ist.

  • Wenn der Deckel nicht richtig schließt oder die Flammen durchschlagen, sollte der Brand mit einer Feuerlöschdecke oder mit speziellen Fettbrandlöschern gelöscht werden. Beide Löschhilfen sind im Handel erhältlich.

  • Gegebenenfalls sofort die Feuerwehr verständigen.

Jährlich verletzen sich in Österreich 14.000 Menschen durch Verbrennungen - rund 70 Personen tödlich. 80 Prozent dieser Verbrühungen ereignen sich in den eigenen vier Wänden. Etwa zwölf Prozent der Opfer müssen stationär behandelt werden. Die mit Abstand häufigste Todesursache bei Bränden ist eine Rauchgasvergiftung durch toxische Brandgase.

Quelle: Institut f. technische Sicherheit


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